Spielebeurteilung

Boom Blox

12.08.2008
„Boom Blox" ist das erste von drei Spielen, das Electronic Arts in Kooperation mit Steven Spielberg produziert. Ganz ohne große Geschichte dreht sich hier alles um die „Blox". Das sind kleine Klötzchen, die abenteuerlich aufgetürmt sind. Die Klötzchenburgen kann man mit viel Gefühl oder großer Wucht einreißen.
„Boom Blox" umfasst über 300 Level . In denen geht es je nach Aufgabenstellung entweder darum, alle Blox zu Boden zu befördern, oder den Einsturz der Klötzchenburg zu verhindern. Dazu nutzen die Spielenden meist eine der beiden Grundfunktionen „Greifen" oder „Werfen". Beim Greifen werden die Blox gezielt aus dem Stapel gezogen. In bester Jenga-Manier soll dabei der Einsturz des Stapels vermieden werden. Ganz anders beim Werfen: Nach dem Anvisieren wird der Wurf mit einer zügigen Handbewegung ausgeführt. Möglichst großer Schaden ist hier ausdrücklich erwünscht. Besonders effektiv sind außerdem Sprengungen. So wird etwa durch das Anstoßen eines knallroten „Bombe Blox" eine Kettenreaktion ausgelöst. Für weitere Spezialeffekte sorgen „Chemikalien Blox", „Feuerwerk Blox", oder „Verschwinde Blox".

Berühren sich zwei Chemikalien-Blox, explodieren sie!


Als Spielmodi stehen „Spielen", „Party" und „Erstellen" zur Auswahl. Im Einzelspielermodus „Spielen" absolvieren die Spielenden zunächst das „Training". Dort lernen sie die Grundfunktionen und die wichtigsten Blox kennen. Sind die Übungen erfolgreich absolviert, werden die Bereiche „Entdeckung" und „Abenteuer" freigeschaltet. Im Entdeckungsmodus sind die Level in Kategorien zusammengefasst. Die beinhalten Aufgaben eines bestimmten Typs (zum Beispiel Level mit Chemikalien-Blox). Im Abenteuermodus sind die Level in Rahmengeschichten eingebettet, wobei die Spielwelten Tiki, Western, Spuk und Mittelalter zur Auswahl stehen.

Im Party-Modus geht es um Schnelligkeit.


Unter „Party" findet man die Mehrspieleroption von „Boom Blox". Neben dem Greifen und Werfen stehen die Varianten „Schießen" und „Angriff" zur Auswahl. Im Angriffsmodus werden die Mitspielenden attackiert. Ganz anders im Kooperationsmodus, wo Missionen gemeinsam gelöst werden.

Der Editiermodus „Erstellen" erlaubt zusätzlich das Zusammenbauen eigener Level. Alternativ können entweder bestehende Spielaufgaben modifiziert oder komplett neue Level erschaffen werden. Die fertigen Werke können online weitergegeben und getauscht werden.
Tobias Miller
Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweise

[1]EA[2]EA

Pädagogische Beurteilung:

„Boom Blox“ bringt alles mit, was für ein Causal Game typisch ist: Das Spielprinzip und die Regeln sind denkbar einfach gehalten. Bereits wenige Minuten reichen aus, um ein Level zu meistern. Die Steuerung ist intuitiv und mit Hilfe kurzer Tutorials leicht zu erlernen. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein. Spielspaß ohne lange Vorbereitung steht im Mittelpunkt des Spiels.

Gefordert wird von den Spielenden vor allem Geschicklichkeit. Beim Greifen wird eine ruhige Hand benötigt, beim Werfen kommt es auf genaues Zielen an. Daneben ist logisches Denken gefragt. So ist bei komplexeren Aufgaben jede Aktion genau abzuwägen. Anders als beim realen Jenga sollte man sich dabei nicht auf die realistische Physik verlassen, denn im Spiel gelten hin und wieder eigene Fallgesetze. Es kann schon einmal sein, dass ein Stein, obwohl nur leicht eingeklemmt, in der Luft hängen bleibt. Diese Unberechenbarkeit trägt zum Unterhaltungswert des Spiels bei.

Am Meisten Spaß macht „Boom Blox“ im Mehrspielermodus „Party“, der seinen Namen völlig zu Recht trägt. Hier sind die Spielenden immer abwechselnd an der Reihe. Dies bringt zwar Wartezeiten mit sich, schmälert aber den Partycharakter des Spiels keineswegs, da die Aktionen der Mitspielenden mit Spannung verfolgt werden. Eine kleine Spaßbremse im Mehrspielermodus ist „Schießen“. Hier geht es im Wesentlichen um das banale Abschießen der Blox im Moorhuhn-Stil, was wenig Abwechslung bietet und im Spielverlauf schnell langweilig wird.

Auch die Einzelspielermodi sind weniger fesselnd. Die Rahmengeschichten der „Abenteuer“-Varianten sind inhaltsarm und degradieren den Modus zu einer Aufreihung von Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Sehr lobenswert ist dagegen die Option „Erstellen“. Ein umfangreicher Editor lässt den Spielenden viele kreative Freiheiten und sorgt durch neue Level länger anhaltenden Spielspaß.


Fazit:

In der Gesamtbetrachtung ist „Boom Blox“ ist ein gutes Familien- und Partyspiel, das jung und alt gleichermaßen anspricht. Freude wird es vor allem denjenigen bereiten, die Spaß am Knobeln haben und gerne in der Gruppe spielen. Einzig für jüngere Kinder ist das Spiel zu schwer zu steuern. Zu empfehlen ist es ab einem Alter von acht Jahren.
Tobias Miller
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2 Kommentare

Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

„Boom Blox“ bringt alles mit, was für ein Causal Game typisch ist: Das Spielprinzip und die Regeln sind denkbar einfach gehalten. Bereits wenige Minuten reichen aus, um ein Level zu meistern. Die Steuerung ist intuitiv und mit Hilfe kurzer Tutorials leicht zu erlernen. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein. Spielspaß ohne lange Vorbereitung steht im Mittelpunkt des Spiels.

Gefordert wird von den Spielenden vor allem Geschicklichkeit. Beim Greifen wird eine ruhige Hand benötigt, beim Werfen kommt es auf genaues Zielen an. Daneben ist logisches Denken gefragt. So ist bei komplexeren Aufgaben jede Aktion genau abzuwägen. Anders als beim realen Jenga sollte man sich dabei nicht auf die realistische Physik verlassen, denn im Spiel gelten hin und wieder eigene Fallgesetze. Es kann schon einmal sein, dass ein Stein, obwohl nur leicht eingeklemmt, in der Luft hängen bleibt. Diese Unberechenbarkeit trägt zum Unterhaltungswert des Spiels bei.

Am Meisten Spaß macht „Boom Blox“ im Mehrspielermodus „Party“, der seinen Namen völlig zu Recht trägt. Hier sind die Spielenden immer abwechselnd an der Reihe. Dies bringt zwar Wartezeiten mit sich, schmälert aber den Partycharakter des Spiels keineswegs, da die Aktionen der Mitspielenden mit Spannung verfolgt werden. Eine kleine Spaßbremse im Mehrspielermodus ist „Schießen“. Hier geht es im Wesentlichen um das banale Abschießen der Blox im Moorhuhn-Stil, was wenig Abwechslung bietet und im Spielverlauf schnell langweilig wird.

Auch die Einzelspielermodi sind weniger fesselnd. Die Rahmengeschichten der „Abenteuer“-Varianten sind inhaltsarm und degradieren den Modus zu einer Aufreihung von Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Sehr lobenswert ist dagegen die Option „Erstellen“. Ein umfangreicher Editor lässt den Spielenden viele kreative Freiheiten und sorgt durch neue Level länger anhaltenden Spielspaß.

In der Gesamtbetrachtung ist „Boom Blox“ ist ein gutes Familien- und Partyspiel, das jung und alt gleichermaßen anspricht. Freude wird es vor allem denjenigen bereiten, die Spaß am Knobeln haben und gerne in der Gruppe spielen. Einzig für jüngere Kinder ist das Spiel zu schwer zu steuern. Zu empfehlen ist es ab einem Alter von acht Jahren.

31.07.2008 um 21:22
spielbar.de - PÄDI 2008 - Die Gewinner „Frag doch mal̷ schreibt:

[...] doch mal… Das Maus-Quiz für die ganze Familie“ von EMME und in der Kategorie Jugendliche an „Boom Blox“ von Electronic Arts. Den Pädi in Silber erhalten das Programm „Comic Life“ von Plasq [...]

21.11.2008 um 12:52


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