Spielebeurteilung

Bam fu

14.06.2013
Allein mit den Fingern „bewaffnet“ versuchen bis zu vier Personen gleichzeitig auf einem einzigen Smartphone oder Tablet das Spielfeld zu dominieren. Dabei ist alles erlaubt! Bam fu ist ein witziges und kurzweiliges Spiel für zwischendurch. Um langfristig zu unterhalten fehlt es jedoch an Spieltiefe.

Bam fu ist ein Geschicklichkeitsspiel für Smartphones beziehungsweise Tablets, bei dem es gilt die Herrschaft über Kieselsteine zu erlangen.
Im Zentrum von Bam fu steht ein Spielfeld mit verschieden farbigen Kieselsteinen. Die Anzahl der unterschiedlichen Farben richtet sich nach der Anzahl der Spielenden. Bei vier Personen sind das die Farben Rot, Gelb, Grün und Blau. Jeder Person wird eine der Farben zugeordnet.

Je nach Spieleranzahl stehen mehrere Spielfelder zur Auswahl. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in der Anordnung und der Menge der Kieselsteine. Zu Beginn des Spiels sind die Farben gleichmäßig auf dem Spielfeld verteilt. Werden die Kieselsteine nun auf dem berührungssensitiven Display des mobilen Spielgeräts berührt, ändern sie ihre Farbe. Die Farbänderung folgt dabei einer stets gleichbleibenden Logik. Nach Rot folgt beispielsweise Gelb, nach Gelb Grün und so weiter.

Die Anordnung und Menge der Kieselsteine verändern sich auf den verschiedenen Spielfeldern.


Ziel jedes Mitspielenden ist es nun, die Kieselsteine auf dem Spielfeld so anzutippen, dass letztendlich nur noch die eigene Farbe zu sehen sind. Ist das geschafft, gewinnt die der Farbe zugeordnete Person die Runde. Wer zuerst fünf Runden für sich entschieden hat, gewinnt das Spiel.

Game Oven ist bekannt für seine innovativen und ausgefallenen Spielkonzepte für mobile Geräte. Mitte 2012 machte das Independent Games Studio mit „Fingle“ von sich Reden. Dahinter verbirgt sich ein kooperatives Spiel für das iPad, dass die Spielenden einander „näher“ bringt, da sich während des Spielens auf dem einen Gerät gezwungenermaßen Finger auch mal berühren.

Gegner festhalten, Hände wegschubsen, Finger schnipsen- in Bam fu ist alles erlaubt.


Auch in ihrem neuesten Spiel, Bam fu, sind Berührungen unumgänglich. Dieses Mal spielt man jedoch nicht mit- sondern gegeneinander. Und das zu zweit, zu dritt oder gar zu viert. Bam fu ist in über 13 Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch.

Bei Fragen, kann man ein kurzes Tutorial aufrufen.

Bildnachweise

[1]Bam Fu / Game Oven / itunes.apple.com[2]Bam Fu / Game Oven / itunes.apple.com[3]Bam Fu / Game Oven / itunes.apple.com

Pädagogische Beurteilung:

Kung Fu war gestern. Die neue ‚Kampfsportart‘ heißt Bam fu und wird allein mit den Fingern auf dem Bildschirm des Smartphones beziehungsweise Tablets (hier iPad) ausgetragen. Die fernöstliche Hintergrundmusik sorgt von Anbeginn für die passende Atmosphäre.

Der Einstieg in Bam fu erfolgt problemlos. Dafür sorgen in erster Linie das einfache Spielprinzip und die intuitive Steuerung. Sollten dennoch Fragen aufkommen, kann ein kurzes Tutorial aufgerufen werden. Das Menü wie auch die Erklärungen im Tutorial sind bebildert, Lesekenntnisse werden somit nur bedingt vorausgesetzt.

Mit ertönen des ‚GONG‘ beginnt die Schlacht um die Farbfelder. Gegner festhalten, Hände wegschubsen, Finger quetschen - in Bam fu ist alles erlaubt, um zu gewinnen. Wirklich alles! Die Folge: gebrochene Finger, blutige Hände… Nein, nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Dennoch kann es im Eifer des Gefechts ganz schon wild werden. Insbesondere wenn vier Personen gleichzeitig stürmisch mit ihren Fingern auf das iPad einschlagen. Eine gewisse Stressresistenz ist hier von Vorteil. Ebenso wie eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentration. Von einer Sekunde auf die nächste kann sich das Spielfeld vollkommen verändern. Schon sicher geglaubte Siege liegen plötzlich in weiter Ferne. Es gilt stets das gesamte Feld im Auge und die Reihenfolge der Farbänderungen im Hinterkopf zu behalten.

Fazit:

Bam fu ist ein schnelles Spiel und eignet sich daher für Kinder ab acht Jahren. Jüngeren mangelt es an der nötigen Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Aufgrund der kurzen Spielrunden ist Bam fu wunderbar für eine kurze Partie zwischendurch geeignet. Den größten Spielspaß gibt es zu viert. Vor allem solche, die den direkten Wettbewerb und Handgefechte mit anderen nicht scheuen, werden hier viel Freude haben. Es bleibt jedoch ein kurzweiliges Vergnügen. Um auf lange Sicht zu unterhalten fehlt es Bam fu leider an Spieltiefe.
Anne Sauer
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