Spielebeurteilung

Prof. Kageyamas Mathematik-Training

17.03.2011
Das „Mathematik-Training" von Prof. Hideo Kageyama ist Denksport ganz in der Tradition der „Gehirn Jogging"-Spiele. Bei dieser Variante müssen sich die Spielenden in den vier Grundrechenarten beweisen.
Das Prinzip des Spiels ist denkbar einfach. Auf einem der beiden Bildschirme der Nintendo DS -Konsole erscheint die Rechenaufgabe, auf den anderen schreiben die Spielenden mit dem „Touchpen" das Ergebnis. Festgehalten werden die Richtigkeit der Aufgaben und die benötigte Zeit. Hideo Kageyama, der sich als Mathematik-Lehrer vorstellt, führt die Spielenden durchs Programm und erklärt alle Aufgaben ausführlich.
In diesem Spiel können verschiedene Rechenarten trainiert werden.
In diesem Spiel können verschiedene Rechenarten trainiert werden.

Je nachdem, wie lange und intensiv man spielen möchte, kann man aus verschiedenen Spielmöglichkeiten wählen. Als regelmäßige Übung empfiehlt Prof. Kageyama den „Täglichen Test". Dieser beinhaltet Aufgaben zur Addition und Subtraktion und ist in wenigen Minuten gespielt. Etwas aufwendiger ist die „Kageyama-Methode". Hier hat man die Wahl zwischen „100er-Rechnen" mit Addition, Subtraktion und Multiplikation und der „Marathondivision", wobei die Schwierigkeit jeweils schrittweise gesteigert werden kann. Als dritte Möglichkeit stehen einfache Übungen zur Verfügung.
Auch zwischen unterschiedlichen Spielmöglichkeiten kann gewählt werden.
Auch zwischen unterschiedlichen Spielmöglichkeiten kann gewählt werden.

Tobias Miller
Dieses Spiel wurde getestet von:

Pädagogische Beurteilung:

Taucht ein Wort wie „Mathematik“ auf der Spielpackung auf, könnte man leicht eine abschreckende Wirkung vermuten. Schließlich ist Rechnen nicht unbedingt ein anerkanntes Freizeitvergnügen. Bemerkenswerterweise schwenkt das „Mathematik-Training“ davon unberührt in die Erfolgsspur der Nintendo DS-Denkspiele ein. Kurzweilige Gehirnakrobatik ist offensichtlich angesagt.

Inhaltlich befasst sich das Spiel mit den Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100, was in etwa dem Grundschulniveau entspricht. Entsprechend kommt das Spiel auch in erster Linie für Kinder in diesem Alter in Frage. Das „Mathematik-Training“ schafft Motivationsanreize, um nachmittags für die Schule zu üben.

In der Welt der Erwachsenen spricht das Spiel all diejenigen an, die sich mal wieder im Kopfrechnen üben wollen. Allerdings hält sich für ältere Spielerinnen und Spieler der Langzeitspielspaß in Grenzen, da im Laufe der Zeit keine neuen inhaltlichen Herausforderungen hinzu kommen. Die Aufgaben wiederholen sich schnell, Steigerungsmöglichkeiten bestehen in erster Linie hinsichtlich der Geschwindigkeit

Fazit:

Insgesamt bleibt „Prof. Kageyamas Mathematik-Training“ durch die Beschränkung auf die vier Grundrechenarten hinter der Originalität eines Erfolgstitels wie „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“ zurück. Das Spiel ist nichtsdestotrotz vor allem für Kinder im Grundschulalter zu empfehlen. Im Übrigen fügt es sich gut ins „Jahr der Mathematik“ ein, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für 2008 ausgerufen hat, um der Öffentlichkeit die „Faszination der Mathematik“ näher zu bringen.
Tobias Miller
Dieses Spiel wurde beurteilt von:

Siehe auch

Spielebeurteilung

Dr. Kawashimas Gehirn Jogging

Der japanische Wissenschaftler Dr. Ryuta Kawashima gehört eigentlich zu den Videospiel-Hassern. Der Gelehrte entwickelte eine Technik, welche angeblich die Gehirnleistung deutlich steigert. Demnach lassen sich bestimmte Gehirnfelder für bestimmte Funktionen des Denkens genau bestimmen.

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WAS IST WAS: Abenteuer Erde

WAS IST WAS: Abenteuer Erde nimmt die Spielenden auf eine Reise rund um den Globus. Das Lernspiel vermittelt dabei allerhand Wissenswertes über den blauen Planeten. Unserer Spieletester empfehlen es Lesewütigen und Erdkunde-Interessierten.

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Fiete Math

In der preisgekrönten Lernsoftware Fiete Math dreht sich alles um Zahlen und Mengen. Kinder können einfache Rechenwege auf spielerische Weise erlernen und vertiefen. Dabei sammeln sie eigene Erfahrungen mit Mathematik, indem sie Zusammenhänge entdecken.

Bildnachweise

[1]Spielbar.de[2]Dr. Kawashimas Gehirn Jogging / Nintendo / nintendo.de[3]WAS IST WAS: Abenteuer Erde / Tessloff / amazon.de[4]Ahoiii

1 Kommentar

Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Taucht ein Wort wie „Mathematik“ auf der Spielpackung auf, könnte man leicht eine abschreckende Wirkung vermuten. Schließlich ist Rechnen nicht unbedingt ein anerkanntes Freizeitvergnügen. Bemerkenswerterweise schwenkt das „Mathematik-Training“ davon unberührt in die Erfolgsspur der Nintendo DS-Denkspiele ein. Kurzweilige Gehirnakrobatik ist offensichtlich angesagt.

Inhaltlich befasst sich das Spiel mit den Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100, was in etwa dem Grundschulniveau entspricht. Entsprechend kommt das Spiel auch in erster Linie für Kinder in diesem Alter in Frage. Das „Mathematik-Training“ schafft Motivationsanreize, um nachmittags für die Schule zu üben.

In der Welt der Erwachsenen spricht das Spiel all diejenigen an, die sich mal wieder im Kopfrechnen üben wollen. Allerdings hält sich für ältere Spielerinnen und Spieler der Langzeitspielspaß in Grenzen, da im Laufe der Zeit keine neuen inhaltlichen Herausforderungen hinzu kommen. Die Aufgaben wiederholen sich schnell, Steigerungsmöglichkeiten bestehen in erster Linie hinsichtlich der Geschwindigkeit.

Insgesamt bleibt „Prof. Kageyamas Mathematik-Training“ durch die Beschränkung auf die vier Grundrechenarten hinter der Originalität eines Erfolgstitels wie „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“ zurück. Das Spiel ist nichtsdestotrotz vor allem für Kinder im Grundschulalter zu empfehlen. Im Übrigen fügt es sich gut ins „Jahr der Mathematik“ ein, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für 2008 ausgerufen hat, um der Öffentlichkeit die „Faszination der Mathematik“ näher zu bringen.

08.04.2008 um 10:57


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