Spielebeurteilung

Monument Valley

23.07.2015
Das Handygame Monument Valley erweist sich den Spielenden als visuelle Reise, die sie durch verschiedene puzzleartige Monumente führt. Dabei besticht das Spiel vor allem mit einem einmaligen Design und seinen verblüffenden Rätseln, die oftmals der eigenen Logik widersprechen.
In der märchenhaften Geschichte um Monument Valley begibt sich die stille Prinzessin Ida auf eine Reise durch scheinbar absurde architektonische Bauwerke, darunter Schlösser, Paläste und Burgen. Warum sie das tut und was das Ziel ihrer Reise ist, bleibt zunächst unklar.

Monument Valley bildet perspektivisch Unmögliches ab und spielt mit optischen Täuschungen.
Monument Valley ist ein Puzzelspiel, das in zehn verschiedene Kapitel unterteilt ist und dem Aufbau einer Geschichte folgt. Gesteuert wird Ida wie eine Spielfigur im Point’n’Click Stil. Möchte man, dass Ida sich an eine bestimmte Stelle begibt, wird diese Stelle auf dem Touchpad berührt. Ist der Weg versperrt oder noch nicht freigelegt, bleibt Ida stehen. Der Weg zum Zielpunkt muss dann erst freigespielt werden, indem man zum Beispiel unterschiedliche Schalter betätigt oder dreht. Monument Valley arbeitet dabei viel mit dem Prinzip der optischen Täuschung durch veränderte Perspektive. Plattformen, die nach räumlicher Wahrnehmung eigentlich nicht auf einer Höhe sind, können durch eine Verschiebung der Perspektive plötzlich miteinander verbunden sein.

Im Laufe eines Rätsel verändern die Monumente auch mal ihre Struktur oder Ida muss an den Wänden entlang laufen.
Ida muss für manche Rätsel auch an den Wänden entlang gehen oder bestimmte Hilfsmittel benutzen. Zudem taucht im Verlauf des Spiels auch ein feindlich gesinntes Krähenvolk auf, das Ida bei Berührung daran hindert, weiter voranzugehen. Monument Valley besitzt neben den Kapiteln keine weiteren Spielmodi oder verstellbaren Schwierigkeitsgrade. Dafür gibt es eine in das Spiel integrierte Fotofunktion, mit der man gemachte Screenshots direkt auf sozialen Netzwerken teilen kann.

Auf ihrer Reise begegnen Ida auch andere Figuren, wie ihr Freund Totem, der Totempfahl, oder die mysteriösen Weisen, die ihre Reise hinterfragen.

Sarah Pützer
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Bildnachweise

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Pädagogische Beurteilung:

Bei Monument Valley handelt es sich um ein bis ins letzte Detail perfekt inszeniertes Puzzlespiel. Auf wundersame Welten in warmer Morgenland-Romantik folgt eine stürmische See in gedeckten Farben. So begibt sich nicht nur Ida auf eine traumhafte Reise, sondern auch die Spielenden selbst.

Neben dem eindrucksvollen Design überzeugt Monument Valley auch mit seinem innovativen Levelaufbau. Wird man im ersten Level, das zugleich als Tutorial dient, noch sanft in die Welt um Prinzessin Ida hineingeführt, werden die Puzzlewelten in Monument Valley mit der Zeit immer verwinkelter. Nach und nach werden neue Spielelemente hinzugefügt, die Steuerung ist dabei zu jeder Zeit selbst erklärend und intuitiv. Zudem wird den Spielenden auch genügend Zeit gelassen, die einzelnen Monumente zu erkunden. Zeitdruck gibt es keinen. Und auch ein Scheitern ist nicht möglich.

Die Rätsel in Monument Valley sind zwar fordernd, überfordern die Spielenden aber nicht. Aufgrund des innovativen Leveldesigns widersprechen die Puzzle häufig der Logik und animieren zum um die Ecke Denken. Denn um Erfolg zu haben, müssen die Regeln des jeweiligen Levels sowie ihr Aufbau zunächst studiert werden. Kann man ein Rätsel trotzdem nicht lösen, gibt es in Monument Valley selbst leider keine Hilfestellungen.

Fazit:

Monument Valley führt in eine traumhafte Märchenwelt, die mit abwechslungsreichen und surrealen Puzzeln in einer ruhigen Atmosphäre aufwartet. Die einzelnen Passagen sind kurz gehalten und eignen sich auch für zwischendurch. Außerdem besitzt das Spiel eine deutschen Sprachausgabe und nur wenige, leicht verständliche Texte, sodass es sich ab einem Alter von 8 Jahren eignet.
Sarah Pützer
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1 Kommentar

Iryna schreibt:

Ein echt cooles Spiel!

18.07.2015 um 15:34


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