Spielebeurteilung

Darkspore

17.02.2012
Bis auf den Kreatureneditor hat Darkspore nicht mehr viel mit dem Vorgänger Spore gemeinsam. Aus dem Simulationsspiel ist nun ein Action-Rollenspiel geworden. Unsere Spieletester konnte das wenig überzeugen. Es fehlt Darkspore an packender Story und Langzeitmotivation.

Die Story: Die Krogenitoren sind ein intelligentes futuristisches Volk, welches genetische Manipulation betreibt und somit genetische Helden erschafft, mit Hilfe derer ein blühendes galaktisches Imperium etabliert wird. Nach einem Laborunfall, verursacht vom Krogenitor Xylan, mutieren friedfertige Kreaturen durch ein Superprotein zu Darkspores und säen Chaos. Xylan wird daraufhin ins Exil verbannt. Davon überzeugt, die Situation unter Kontrolle bringen zu können, injiziert sich Xylan selbst das Superprotein, wird dadurch jedoch zum „Verderber". Nach und nach zerbricht das galaktische Imperium und die Darkspores breiten sich parasitenartig auf den Planeten der Krogenitoren aus. Als einer der letzten überlebenden Krogenitoren versuchen die Spielenden mit Hilfe der künstlichen Intelligenz HELIX, neue genetische Helden zu erschaffen und mit ihnen die Bedrohung durch die Darkspores aufzuhalten.

Nach einem Laborunfall mutieren friedfertige Kreaturen durch ein Superprotein zu Darkspores.


In Darkspore haben die Spielenden die Kontrolle über eine Gruppe von Helden und steuern diese aus der Vogelperspektive. Das Spiel bietet ganze 100 Helden zur Auswahl, eine Gruppe besteht immer aus drei Helden. Die Spielenden können zwar immer nur einen Helden steuern, aber jederzeit zwischen den drei Helden der Gruppe wechseln.
Ziel des Spiels ist das Ausschalten von Gegnern, die die insgesamt 24 Level besiedeln.
Für einen Level benötigt der Spieler ungefähr 20 Minuten. Die Helden verfügen neben dem Grundangriff über verschiedene Nah- und Fernkampffertigkeiten. Neben den Heldenfertigkeiten werden je nach Gruppenzusammensetzung auch Gruppenfertigkeiten generiert, die dann allen Helden zur Verfügung stehen.

Die Spielenden haben die Kontrolle über eine Gruppe von Helden und steuern diese aus der Vogelperspektive.


Für Einsteiger bietet das Spiel ein kurzes Tutorial , insgesamt werden drei Schwierigkeitsgrade angeboten. Neben der Möglichkeit, die Level alleine zu bestreiten, können die Spielenden auch direkt vor dem Start eines Levels andere Spielende einladen. Somit können maximal vier Personen zusammen im Koop-Modus antreten. Ein PvP -Modus (Player versus Player) kann nach Freischaltung dazugekauft werden. Auf Grund dieser Möglichkeit ist für Darkspore eine permanente Internetverbindung nötig.

Maximal vier Personen können zusammen im Koop-Modus antreten.

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Pädagogische Beurteilung:

Alle 100 Helden sind echsen-, insekten- oder roboterartige Wesen, die optische Variation lässt aber trotz der hohen Anzahl zu wünschen übrig. Allerdings hat der Spieler die Möglichkeit, die Position und Größe erworbener Gegenstände am Körper des Helden zu bestimmen. Beispielweise kann der Spieler entscheiden, ob die soeben gefundenen Panzerung als Brustplatte oder als Schulterplatten vom Helden getragen werden sollen. Ebenso kann die Schuppenfarbe des Helden angepasst werden. Große Variabilität zeigt sich auch in der Heldenklassifizierung, denn es gibt die Klassen Sturm, Wache und Verwüster; sowie die Unterklassen Cyber, Plasma, Quanten, Bio und Nekro. Die Tatsache, dass sowohl Lebenspunkte als auch die für Fertigkeiten benötigte Energie nicht selbstständig, sondern durch das Einsammeln von Kapseln wieder aufgeladen werden, stellt ebenfalls eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Spielen dieses Genres dar. Denn diese Kapseln verlieren Gegner nach ihrem Tod, zwingen den Spieler also trotz geringer Lebenspunkte zum Kampf, und der Spieler wird zudem dazu bewegt, alle drei Helden seiner Gruppe zu benutzen.
Beim Testen von Darkspore wurde uns aber schnell klar, dass die hohe Zahl an Kombinationsmöglichkeiten der Helden und daraus resultierenden Fertigkeiten die einzige treibende Kraft in dem Spiel ist.

Ein Problem stellen die Gegner in Darkspore dar, denn die Künstliche Intelligenz (kurz K.I.) ist nicht sonderlich ausgeprägt. Sobald der Spieler den Sichtradius der K.I. betritt, wird er angegriffen. Das bedeutet, dass die Gegner nicht in Gruppen angreifen, geschweige denn ihre Fähigkeiten effektiv miteinander kombinieren, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, oder den Spieler zu taktischem Vorgehen zu bewegen.

Sollte die Heldengruppe, bevorzugt beim Endgegner eines jeden Levels, doch mal das Zeitliche segnen, muss der Level von vorn gespielt werden. Da aber die Gegner alle wieder an der gleichen Position in den zu linear geratenen Level aufgestellt sind, gestaltet sich dies als ungemeine Motivationsbremse.

Fazit:

Erscheint ein neues Spiel aus dem Bereich Action-Rollenspiel, so stellt der Genre -Fan direkt eine Reihe von Anforderungen. Beispielweise verlangt er nach ein paar innovativen Ideen, da der Markt doch bereits gesättigt ist an mehr oder weniger guten Spielen. Darkspore kann hier mit einer großen Zahl an Helden mit Individualisierungsmöglichkeiten punkten. Auch macht die Möglichkeit, als einzelner Spieler eine Heldengruppe steuern zu können, einen guten Eindruck. Der Genuss dieser Innovationen hat allerdings einen bitteren Beigeschmack, da sich die Helden alle zumindest optisch recht ähnlich sind, und vor allem da das Fehlen einer packenden Story sowie die zahlreichen kleinen Schnitzer im Spiel nicht gerade für Langzeitmotivation sorgen. Man könnte doch meinen, wenn ein bereits vorhandener Kreatureneditor für einen Action-RPG Kontext genutzt wurde, sollte mehr Zeit übrig sein, um am Gameplay , der Story oder der K.I. zu feilen.

Die Macher von Darkspore, Maxis, haben versucht, mit dem Kreatureneditor aus Spore Fuß in einem neuen Spielgenre zu fassen, und sind daran gescheitert. Wir schieben dem offenen Ende zum Schluss der Kampagne den symbolischen Riegel vor und sagen: nein, bitte keine Fortsetzung.
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Siehe auch

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Spore

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Bildnachweise

[1]Spielbar.de[2]Darkspore / EA / spielbar.de[3]Darkspore / EA / spielbar.de[4]Darkspore / EA / spielbar.de[5]Spore / Electronic Arts / store.steampowered.com[6]Coffee Stain Studios[7]Trine 2 / Atlus, Frozenbyte / store.steampowered.com

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