Spielebeurteilung

Professor Layton und die verlorene Zukunft

02.11.2012
Auch der dritte Teil der Professor Layton Reihe bietet knifflige Denkaufgaben eingebettet in eine fantastische Geschichte. Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Zeit. Ein abwechslungsreicher Rätselspaß für Jung und Alt, der zum gemeinsamen Knobeln, Überlegen und Lernen einlädt.

Professor Layton erhält einen mysteriösen Brief von seinem Assistenten Luke Triton – allerdings zehn Jahre aus der Zukunft. Darin spricht dieser von einem im Chaos versunkenen London, Details nennt er jedoch nicht. Sofort vermutet Prof. Layton einen Zusammenhang zu den Ereignissen der vergangenen Tage. Erst kürzlich wurde nämlich eine vermeintliche Zeitmaschine vorgestellt. Ihre Demonstration endete jedoch in einem Desaster. Der Entwickler der Maschine sowie der Premierminister, der sich für einen Probelauf bereit erklärt hatte, verschwanden spurlos. Nun scheint Luke aus der Zukunft seinem zehn Jahre jüngeren Ich und dem Professor Hinweise zu dem mysteriösen Fall zu geben. Vor den beiden Protagonisten liegt eine spannende Zeitreise voller Geheimnisse, die es aufzudecken, und Rätsel, die es zu lösen gilt. Die Spielenden unterstützen sie dabei tatkräftig.

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Professor Layton und die verlorene Zukunft ist bereits der dritte Teil der erfolgreichen Denkspiel -Reihe. Die Spielenden erkunden gemeinsam mit den beiden Protagonisten London, treffen dabei auf allerhand komische Gestalten und lösen natürlich zahlreiche Rätsel. Über 165 Spielaufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen hat Professor Layton und die verlorene Zukunft zu bieten. Einige tauchen zwangsläufig im Spiel auf, andere sind etwas versteckt. Für jede richtige Beantwortung erhalten die Spielenden eine Belohnung in Form der Spielwährung Pikarat, mit der sich Bonusmaterial freischalten lässt. Bei einer falschen Antwort verringert sich die Anzahl der zu gewinnenden Pikarat. Sollte ein Rätsel einmal zu schwer sein, können sich die Spielenden bis zu drei Tipps und einen Super-Tipp anzeigen lassen. Im Gegenzug müssen sie jedoch sogenannte Hinweismünzen einlösen. Diese sind im ganzen Spiel versteckt. Ihre Anzahl ist jedoch begrenzt.

Neben den Rätselaufgaben werden im Laufe des Spiels drei Minispiele freigeschaltet. Hier können die Spielenden das „Layton-Mobil“ steuern, mit dem Papagei des Detektiven interagieren oder mithilfe von Stickern, die es als Belohnung für versteckte Rätsel im Spiel gibt, ein Bilderbuch vervollständigen.

Gesteuert wird Professor Layton und die verlorene Zukunft mit dem Touchpen auf dem berührungssensitiven Bildschirm des Nintendo DS .

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Pädagogische Beurteilung:

Bereits zum dritten Mal begeben sich die Spielenden auf eine spannende und fantasievolle Reise mit Professor Layton. Dieser besticht, wie in den Teilen zuvor mit seiner intelligenten, stets aufmerksamen und höflichen Art. Ein wahrer Vorzeige-Detektiv, ein Vorbild wie es im Buche steht. Trotz seiner durch und durch guten Eigenschaften wirkt er zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig. Während die Spielenden den Professor bei seiner Detektivarbeit unterstützen begegnen ihnen allerhand merkwürdige, überzogene aber auch lustige Gestalten, die ihnen Tipps geben oder manchmal einfach nur ihrem Rededrang nachgehen. Manchmal sind es auch sie, die den Spielenden neue Rätsel geben. Die Neugier darüber, was es nun genau mit der ganzen Hintergrundgeschichte auf sich hat spornt zum Weiterspielen an. Ähnlich wie die Rätsel, vor die die Spielenden gestellt werden.

Die Aufgaben sind dabei abwechslungsreich und fordern unterschiedlich stark. Mal benötigen die Spielenden logisches Denkvermögen, eine gute Beobachtungsgabe oder ein gutes Gedächtnis. An anderer Stelle werden sie vor kleine Rechen- und Sachaufgaben gestellt oder lösen beispielsweise Puzzle, deren Spielprinzip an das klassische Tangram angelehnt ist, einem alten chinesischen Legespiel. Die Rätsel kommen in kurzen Abständen nacheinander. Es liegen selten mehr als zwei bis drei Minuten zwischen einem Rätsel und dem Nächsten. Langeweile kommt da erst gar nicht auf.

Beim Lösen der Rätsel können sich sie Spielenden die Zeit nehmen, die sie benötigen. Stress oder Hektik erfahren sie in dem Spiel nicht. Wurde eine Antwort gegeben, erhalten sie direkt Feedback von Professor Layton oder Luke. Die beiden Charaktere schaffen es, auch Niederlagen weniger als etwas Negatives zu verkaufen, sondern vielmehr zu einem weiteren Versuch anzuspornen. Da die Spielenden nach jedem Rätsel manuell abspeichern können eignet sich Prof. Layton auch ideal für zwischendurch beispielsweise zur Überbrückung vergleichsweise kurzer Wartezeiten.

Alles in allem bietet Professor Layton und die verlorene Zukunft einen bunten Mix aus spannend erzählter Geschichte und kniffligem Rätselspaß. Vor allem Fans von Denkspielen und Knobelaufgaben sowie Hobby-Detektive werden ihren Spaß an dem Spiel haben. Wichtig zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass Professor Layton textlastig ist. Zwar wird ein großer Teil der Texte auch akustisch wiedergegeben, bei den Rätselaufgaben beispielsweise ist das aber nicht der Fall. Professor Layton eignet sich damit ab einem Alter von zehn Jahren. Mit Unterstützung von Erwachsenen kommen Kinder aber auch schon ab einem Alter von acht Jahren gut mit dem Spiel klar. Und sind wir doch ganz ehrlich: gemeinsam spielen macht doch sowieso am meisten Spaß.
Anne Sauer
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