Spielebeurteilung

Gothic 3

15.03.2011
In dem Fantasy-Rollenspiel Gothic 3 schlüpft man in die Haut eines Kriegers, der sich auf seiner Suche nach dem Zauberer Xardas mit diversen Volksgruppen arrangieren muss. Man muss geschickt Gespräche führen, im Kampf gegen den Feind bestehen und viele Aufträge erfüllen.


In mittelalterlicher Tracht bewegen sich die Spielenden in einer riesigen Fantasywelt. Diese setzt sich aus den vier Ländern Nordmar, Myrtana, Varant und The Unknown Lands zusammen. Eisige Landschaften, heiße Wüsten, trockene Felsen und saftige Wälder sowie Gewässer, Städte und Siedlungen prägen das Bild, ähnlich wie auf der Erde. Hier trifft man neben anderen Menschen auch real existierende Tiere, sowie verschiedenste Fantasiefiguren.

Auf der Suche nach Xardas durchstreift man viele Wälder.


Das Hauptziel des Spiels ist es den Magier Xardas zu finden. Auf dem Weg dorthin trifft man viele Lebewesen, die ihre Probleme und Nöte haben. Die Aufgabe des Helden ist es nun, die gestellten Quests zu erfüllen und damit die Probleme zu beseitigen. So muss man unter anderem kämpfen, stehlen oder verhandeln. Beispielsweise muss man eine Stadt von aggressiven Wildschweinen befreien, die die Arbeiter vom Arbeiten abhalten, oder Gegenstände wie Kräuter, Nahrungsmittel oder Artefakte sammeln. Auf diese Weise verdient man sich den Respekt des Auftraggebers, wird von diesem belohnt und steigert so und durch den erfolgreichen Kampf seinen Erfahrungswert. Mit den gesammelte Erfahrungspunkten steigt man stufenweise auf. Mit jeder Stufe erhält man Lernpunkte, mit denen man seine Attribute und Talente verbessern kann. Man braucht neben den Lernpunkten einen Lehrmeister, der bereit ist den Helden auf seinem jeweiligen Fachgebiet weiterzubilden.

Die Menschen in den Dörfern versuchen ein normales Leben zu führen.


Die Spielfigur ist in der Regel von hinten zu sehen. Sie kann nach Auswahl je eine Nahkampfwaffe, eine Fernwaffe und ein Schutzschild auf dem Rücken tragen. Im Inventar kann der Krieger aber auch noch beliebig viele andere Waffen und Gegenstände mit sich führen.
Gothic 3 knüpft inhaltlich nahtlos an den Vorgänger Gothic 2 an. Die Gothic-Serie erinnert stark an das 1985 erschienene Rollenspiel Midgard, bei dem man seinen Charakter auch schon verbessern konnte und neue Talente entwickeln konnte

Auch furchteinflößende Gestalten finden sich in der Fantasywelt.

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Dieses Spiel wurde getestet von:

Pädagogische Beurteilung:

Die pädagogische Beurteilung verfassten Christian Ehrecke und Martin Wachter, Studenten der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (hier in einer von der Redaktion spielbar.de stark gekürzten Fassung):

Um Gothic 3 erfolgreich zu bestreiten und um das Spielziel zu erreichen, muss der Spieler eine gewisse Geschicklichkeit im Umgang mit Tastatur und Maus beweisen. So erlernt man verschiedene Kombinationen für diverse Kampfattacken und andere Aktionen, wie das Anschleichen. Weiterhin wird eine gewisse Nervenstärke vom Spieler abverlangt. Diese muss man beweisen, wenn ein Rätsel sich schier nicht lösen lässt oder ein Gegner nicht zu besiegen scheint. Dazu gehört auch viel Mut sich in bedrohliche Situationen zu begeben, um mit Untoten zu kämpfen oder dunkle Höhlen zu erforschen. Aufgrund der Vielzahl an gleichzeitig zu bearbeitenden Quests, darf der Spieler die Übersicht nicht verlieren und muss selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge er sich den Aufgaben stellt. Eine gute Antizipation im Spiel bringt viele Vorteile.

Das Spiel erfordert außerdem eine Menge Geduld, da man erst viele, etwas simplere Aufträge erledigen muss, um letztendlich entscheidende Aufgaben lösen zu können oder bestimmte Areale betreten zu dürfen. Damit das Spiel nicht langweilig wird, ist eine Identifikation mit dieser simulierten Welt und ihren Bewohnern unerlässlich. Den Stressfaktor kann der Spieler selbst beeinflussen. Dieser ist nämlich abhängig von der Spielweise. So ist es oft möglich Kämpfe zu vermeiden, in dem man gewisse Stellen meidet, wie z.B. das Camp der Banditen, die ohne Vorwarnung angreifen.

Im Gespräch mit anderen Personen sind bestimmte Antwortmöglichkeiten vorgegeben, die jeweils eine andere Reaktion beim Gesprächspartner auslösen. Wird man frech oder provoziert jemanden, reagiert dieser verärgert und es kommt eventuell zu einer Eskalation des Geschehens. Verhält man sich freundlich und hilfsbereit Anderen gegenüber, kann es zu einem ergiebigen Gespräch kommen, an dessen Ende man vielleicht etwas Wichtiges vom Gegenüber erfahren oder lernen kann. Trotz dieses realen Aspekts und Darstellungen, die der Welt in der wir leben sehr ähnlich sind, bleibt das Spiel trotzdem nur ein Fantasy-Märchen. Gerade das macht den Reiz dieses Spiels aus, da die Kombination des Menschen mit einer Märchenwelt hier besonders spannend und attraktiv gelungen ist.

Fazit:

Die USK schreibt vor, dass die Spieler von Gothic 3 mindestens 12 Jahre alt zu sein haben. Diese Vorgabe ist unserer Meinung nach gerechtfertigt, da jüngere Kinder nicht nur mit der Gewaltdarstellung überfordert wären, sondern auch mit der Vielfältigkeit und den unterschwelligen Beeinflussungen des Spiels.
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Dieses Spiel wurde beurteilt von:
Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Siehe auch

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The Elder Scrolls IV: Oblivion

Der vierte Teil der Rollenspielreihe The Elder Scrolls besticht durch detaillierte Grafik und die hohe KI (künstliche Intelligenz) der Computer gesteuerten Figuren. Auch das physikalisch korrekte Verhalten beweglicher Gegenstände führt hier zu einem hohen Realitätsempfinden.

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Bildnachweise

[1]Spielbar.de[2]Gothic 3 / Deep Silver / gothic3.com[3]Gothic 3 / Deep Silver / gothic3.com[4]Gothic 3 / Deep Silver / gothic3.com[5]The Elder Scrolls IV: Oblivion / 2k Games / store.steampowered.com[6]Risen / Koch Media / store.steampowered.com[7]Jowood

2 Kommentare

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg schreibt:

Die pädagogische Beurteilung verfassten Christian Ehrecke und Martin Wachter, Studenten der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (hier in einer von der Redaktion spielbar.de stark gekürzten Fassung):

Um Gothic 3 erfolgreich zu bestreiten und um das Spielziel zu erreichen, muss der Spieler eine gewisse Geschicklichkeit im Umgang mit Tastatur und Maus beweisen. So erlernt man verschiedene Kombinationen für diverse Kampfattacken und andere Aktionen, wie das Anschleichen. Weiterhin wird eine gewisse Nervenstärke vom Spieler abverlangt. Diese muss man beweisen, wenn ein Rätsel sich schier nicht lösen lässt oder ein Gegner nicht zu besiegen scheint. Dazu gehört auch viel Mut sich in bedrohliche Situationen zu begeben, um mit Untoten zu kämpfen oder dunkle Höhlen zu erforschen. Aufgrund der Vielzahl an gleichzeitig zu bearbeitenden Quests, darf der Spieler die Übersicht nicht verlieren und muss selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge er sich den Aufgaben stellt. Eine gute Antizipation im Spiel bringt viele Vorteile.

Das Spiel erfordert außerdem eine Menge Geduld, da man erst viele, etwas simplere Aufträge erledigen muss, um letztendlich entscheidende Aufgaben lösen zu können oder bestimmte Areale betreten zu dürfen. Damit das Spiel nicht langweilig wird, ist eine Identifikation mit dieser simulierten Welt und ihren Bewohnern unerlässlich. Den Stressfaktor kann der Spieler selbst beeinflussen. Dieser ist nämlich abhängig von der Spielweise. So ist es oft möglich Kämpfe zu vermeiden, in dem man gewisse Stellen meidet, wie z.B. das Camp der Banditen, die ohne Vorwarnung angreifen.

Im Gespräch mit anderen Personen sind bestimmte Antwortmöglichkeiten vorgegeben, die jeweils eine andere Reaktion beim Gesprächspartner auslösen. Wird man frech oder provoziert jemanden, reagiert dieser verärgert und es kommt eventuell zu einer Eskalation des Geschehens. Verhält man sich freundlich und hilfsbereit Anderen gegenüber, kann es zu einem ergiebigen Gespräch kommen, an dessen Ende man vielleicht etwas Wichtiges vom Gegenüber erfahren oder lernen kann. Trotz dieses realen Aspekts und Darstellungen, die der Welt in der wir leben sehr ähnlich sind, bleibt das Spiel trotzdem nur ein Fantasy-Märchen. Gerade das macht den Reiz dieses Spiels aus, da die Kombination des Menschen mit einer Märchenwelt hier besonders spannend und attraktiv gelungen ist.

Die USK schreibt vor, dass die Spieler von Gothic 3 mindestens 12 Jahre alt zu sein haben. Diese Vorgabe ist unserer Meinung nach gerechtfertigt, da jüngere Kinder nicht nur mit der Gewaltdarstellung überfordert wären, sondern auch mit der Vielfältigkeit und den unterschwelligen Beeinflussungen des Spiels.

17.04.2007 um 17:24
Christian Ehrecke und Martin Wachter schreibt:

Die vielen Grafikfehler senken den Spaß am Spiel schon sehr. Die Freiheit selbst zu entscheiden, wie man durch das Spiel kommt, macht einen großen Reiz aus. Hilft man den Schwachen und ungerecht Behandelten oder kämpft man an der Seite der starken Unterdrücker? Besonders interessant finden wir den non-linearen Handlungsstrang und die Möglichkeit auf vielen verschiedenen Wegen ans Ziel zu gelangen. Dies hebt das Spiel für uns von den meisten anderen Spielen ab.

17.04.2007 um 17:26


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