Spielebeurteilung

Job Island

25.06.2009
Was tut man, wenn ein riesiger Komet die Erde bedroht und sich niemand darum kümmert? Man nimmt die Sache selbst in die Hand! Die nötigen Mittel dazu muss man sich allerdings erst verdienen. Job Island wartet mit einer abgedreht witzigen Story und einer Vielzahl kleiner Minispiele auf.
Opa hat mit seinem Teleskop einen riesigen Kometen entdeckt. Dieser rast direkt auf die Erde zu. Doch bis auf seine Enkel schenkt ihm niemand in seiner Familie Gehör. Die NASA wurde bereits von einem Splitter zertrümmert und der Präsident wandert lieber auf Amors Pfaden. Die Erde muss also selbst gerettet werden. Aber wie? Zufällig wurde kurz zuvor in einer Shopping-Sendung eine Spezialuhr angepriesen. Mit deren Hilfe wird jeder zum Superhelden. Allerdings fehlt das Geld zum Kauf. Die Spielenden müssen also in den Rollen von Enkelin Nadine oder Enkel Tim diverse Hilfsjobs absolvieren. Von nun heißt es, sechs Tage die Woche zu arbeiten, wobei die Jobs täglich wechseln. Opa fungiert als Berater und verfolgt alles mit seinem Teleskop.
Für eine Spezialuhr, mit deren Kraft die Erde gerettet werden soll, müssen die Spielenden in kleinen Jobs Geld verdienen.
Im Jobsuchebildschirm finden die Spielenden verschiedene Arbeitsplätze. Sie müssen sich jeweils für einen entscheiden. Zudem kann über den Nachhause-Button die Heimreise angetreten werden, um beispielsweise im Teleshoppingkanal einzukaufen. Allerdings geht so ein Arbeitstag und Geld verloren. Das bisher erwirtschaftete Kapital kann in neue Kleidung investiert werden. Durch diese können zusätzliche Stellen angenommen werden. Die Spielenden müssen beispielsweise innerhalb einer bestimmten Zeit Möhren ernten, Fische fangen, Feuer löschen, babysitten oder in einer Geisterbahn als Monster auftreten. Für die Tätigkeiten werden etliche Hilfsgegenstände gebraucht. Die müssen jedoch im TV-Shop erworben werden und können nur einmalig benutzt werden.
Dafür muss der Spielende eine Vielzahl an Arbeitsaufgaben bewältigen.
In Job Island kann man entweder allein im Einzelspielermodus die Gesichte durchspielen oder im Trainingsmodus das Bewältigen der Aufgaben üben. Zudem besteht die Möglichkeit, zu zweit gegeneinander anzutreten. Insgesamt warten über 50 Aufgaben darauf, gelöst zu werden. Je nach Minispiel kommen unterschiedliche Facetten der Wii-Steuerung zum Einsatz. Der Wii Mote-Controller muss beispielsweise beim Ernten der Möhren kreisend bewegt und mit einem Ruck nach oben gezogen werden, um das Gemüse auf einen LKW zu werfen. Andere Spiele lassen sich dagegen ausschließlich mit dem Controll Stick des Nunchuk steuern.
Die angebotenen und zu absolvierenden Jobs sind höchst unterschiedlich.

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Dieses Spiel wurde getestet von:
Torsten Bachem

Pädagogische Beurteilung:

Das kritische Hinterfragen von Kinderarbeit ist in Job Island kein Thema. Geduldet von Eltern und Großeltern stürzen sich die kleinen Racker ins Arbeitsleben. In Anbetracht der Tatsache, dass ein riesiger Komet die Existent der Erde bedroht, kann man über diese Ungereimtheit aber hinwegsehen. Dass gerade eine Shoppingsendung als liebster Zeitvertreib der virtuellen Familie fungiert und am Abwenden der globalen Katastrophe nicht unbeteiligt ist, wirkt wie ein ironischer Seitenhieb auf unsere Fernseh- und Konsumgesellschaft. Jüngeren Spielenden fällt das allerdings nicht auf. Sie erinnert die Geschichte von Job Island schlicht an japanische Trickfilme. Und das kommt erst einmal gut an. Doch wie ist das Spielerlebnis?

Job Island ist ein Casual Game wie es im Buche steht. Ob man nun allein in Trainingsmodus und Kampagne oder zu zweit gegeneinander spielt, das Spielprinzip bleibt im Grunde immer gleich. Diverse Minispiele müssen unter Zeitdruck absolviert werden. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um kleine, nicht sonderlich schwere Geschicklichkeitsspiele. Der Einstieg wird den Spielenden leicht gemacht. Die Steuerung variiert zwar je nach Minispiel, wird aber jeweils vor dem Start der Aufgabe anschaulich erklärt. Die Controller werden eingeblendet und die nötigen Knöpfe hervorgehoben. Das Lesen einer Bedienungsanleitung oder eine lange Einübungsphase erübrigen sich.

Die große Auswahl an Minispielen überrascht anfänglich positiv. Doch leider folgt der ersten Euphorie ein wenig Ernüchterung. Quantität ist eben kein Garant für Qualität. Die Minispiele können für sich betrachtet nicht überzeugen. Sie sind im Inhalt und Anspruch zu simpel und wissen die Spielenden einfach nicht zu fesseln. Die Steuerung beschränkt sich oft nur auf einzelne Tasten oder Funktionen der Wii-Controller. Deren volles Potenzial kommt somit nicht zur Geltung. Die Aufgaben werden schnell monoton und lassen sich durch einfache Routinebewegungen lösen. Und auch die Story erschöpft sich mit der Zeit. Die handlungstragenden Videosequenzen bieten im Laufe des Spiels wenig Neues und wirken zunehmend langweilig und störend. Vom Witz bleibt nur noch ein Nachgeschmack.


Fazit:

Job Island macht anfänglich Spaß, verliert aber schnell seinen Reiz. Kinder ab acht Jahren kommen gut mit der Steuerung klar und verstehen problemlos die Handlung. Wer allerdings ein Spiel erwartet, dass auch über einen längeren Zeitraum unterhält und immer wieder zum Spielen einlädt ist hier falsch. Als kleine Auflockerung auf einer Kinderparty funktioniert Job Island aber sicher gut.
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Dieses Spiel wurde beurteilt von:
Torsten Bachem

Siehe auch

Spielebeurteilung

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Die verrückte Zeitreise ist das neueste Abenteuer der aus der Rayman-Reihe bekannten Hasen. Die Spielenden erwartet eine Sammlung verschiedener Minispiele. Das Urteil unserer Spieletester: Großer Partyspaß für die ganze Familie.

Bildnachweise

[1]Spielbar.de[2]Job Island / Konami / gameswelt.de[3]Job Island / Konami / gameswelt.de[4]Job Island / Konami / gameswelt.de[5]Rayman Raving Rabbids TV Party / Ubisoft / nintendo.de[6]Rabbids Go Home / Ubisoft / nintendo.de[7]Raving Rabbids - Die verrückte Zeitreise / Ubisoft / rabbids.ubisoft.com

2 Kommentare

Torsten Bachem (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Das kritische Hinterfragen von Kinderarbeit ist in Job Island kein Thema. Geduldet von Eltern und Großeltern stürzen sich die kleinen Racker ins Arbeitsleben. In Anbetracht der Tatsache, dass ein riesiger Komet die Existent der Erde bedroht, kann man über diese Ungereimtheit aber hinwegsehen. Dass gerade eine Shoppingsendung als liebster Zeitvertreib der virtuellen Familie fungiert und am Abwenden der globalen Katastrophe nicht unbeteiligt ist, wirkt wie ein ironischer Seitenhieb auf unsere Fernseh- und Konsumgesellschaft. Jüngeren Spielenden fällt das allerdings nicht auf. Sie erinnert die Geschichte von Job Island schlicht an japanische Trickfilme. Und das kommt erst einmal gut an. Doch wie ist das Spielerlebnis?

Job Island ist ein Casual Game wie es im Buche steht. Ob man nun allein in Trainingsmodus und Kampagne oder zu zweit gegeneinander spielt, das Spielprinzip bleibt im Grunde immer gleich. Diverse Minispiele müssen unter Zeitdruck absolviert werden. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um kleine, nicht sonderlich schwere Geschicklichkeitsspiele. Der Einstieg wird den Spielenden leicht gemacht. Die Steuerung variiert zwar je nach Minispiel, wird aber jeweils vor dem Start der Aufgabe anschaulich erklärt. Die Controller werden eingeblendet und die nötigen Knöpfe hervorgehoben. Das Lesen einer Bedienungsanleitung oder eine lange Einübungsphase erübrigen sich.

Die große Auswahl an Minispielen überrascht anfänglich positiv. Doch leider folgt der ersten Euphorie ein wenig Ernüchterung. Quantität ist eben kein Garant für Qualität. Die Minispiele können für sich betrachtet nicht überzeugen. Sie sind im Inhalt und Anspruch zu simpel und wissen die Spielenden einfach nicht zu fesseln. Die Steuerung beschränkt sich oft nur auf einzelne Tasten oder Funktionen der Wii-Controller. Deren volles Potenzial kommt somit nicht zur Geltung. Die Aufgaben werden schnell monoton und lassen sich durch einfache Routinebewegungen lösen. Und auch die Story erschöpft sich mit der Zeit. Die handlungstragenden Videosequenzen bieten im Laufe des Spiels wenig Neues und wirken zunehmend langweilig und störend. Vom Witz bleibt nur noch ein Nachgeschmack.

Fazit: Job Island macht anfänglich Spaß, verliert aber schnell seinen Reiz. Kinder ab acht Jahren kommen gut mit der Steuerung klar und verstehen problemlos die Handlung. Wer allerdings ein Spiel erwartet, dass auch über einen längeren Zeitraum unterhält und immer wieder zum Spielen einlädt ist hier falsch. Als kleine Auflockerung auf einer Kinderparty funktioniert Job Island aber sicher gut.

24.06.2009 um 12:27
christoph schreibt:

der kommentar trifft den nagel aufn kopf!
ich fand das spiel kurz und gut und habs nach paar wochen wieder verkauft!!!!!

18.10.2009 um 15:59


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