Spielebeurteilung

Prince of Persia

10.02.2009
„Pince of Persia“ ist ein spannendes Action-Adventure im Comic-Stil. Den Hintergrund bildet der Kampf der Götter in der persischen Mythologie. Als die finsteren Mächte die Überhand gewinnen, muss der Prinz nicht weniger als die ganze Welt retten. Ein Abenteuer voller Akrobatik, Kampf und Magie.
Die Spielenden schlüpfen in die Rolle des namenlosen Prinzen. Der ist eigentlich kein echter Prinz, sondern trägt den Titel nur als Spitznamen. Er ist ein furchtloser Held, der durch die Wüste zieht, Abenteuer erlebt und dabei stets einen Scherz auf Lager hat. Mitten in der Wüste trifft er scheinbar zufällig auf die geheimnisvolle Elika, die von düsteren Gestalten verfolgt wird. Er eilt ihr zu Hilfe und folgt ihr auf dem Weg zu einem Tempel. Elika ist, so stellt sich schnell heraus, eine echte Prinzessin und befindet sich auf einer gefährlichen Mission gegen böse Mächte.
Als Prince of Persia stellen sich die Spielenden den Herausforderungen des Abenteuers gemeinsam mit der Prinzessin Elika.
Als Wiedersacher der beiden entpuppt sich Ahriman, der Gott der Dunkelheit. Er wurde einst vom Gott des Lichts in den mystischen Tempel gelockt, der „Baum des Lebens“ genannt wird. Dort war er seitdem gefangen. Da der Tempel an Kraft verliert, steht Ahriman kurz davor, sich zu befreien und Dunkelheit über die Welt zu bringen. Um dies zu verhindern, müssen der Prinz und Elika die fruchtbaren Gebiete heilen, die von bösen Mächten verflucht wurden und deshalb den „Baum des Lebens“ nicht mit der nötigen Energie versorgen können.
"Licht ins Dunkel bringen" - so kann ein zentrales Ziel des Spiels bezeichnet werden.
Dazu reisen sie von Gebiet zu Gebiet. Um sich durch das unwirtliche Gelände zu kämpfen, sind zahlreiche Akrobatikeinlagen wie Mauerläufe, Kletteraktion oder spektakuläre Sprünge notwendig. In jedem Gebiet bekommen es die beiden mit gefährlichen Gegnern zu tun. Dann gilt es das Schwert und den Krallenhandschuh des Prinzen gezielt einzusetzen. Elika ist mit ihrer Magie und heilenden Kräften eine große Unterstützung. Wurde ein Gebiet befreit, werden Lichtkeime freigesetzt, die von den Spielenden einzusammeln sind. Durch die Lichtkeime kann Elika ihre magischen Kräfte verbessern, wodurch weitere Gebiete erreicht werden können.
Auf ihrer Mission sind Elika und der Prinz auch immer wieder mit Gegnern konfrontiert, die bezwungen werden müssen.
Das aktuelle Spiel ist bereits der zwölfte Titel der „Prince of Persia“-Reihe, welche ihren Ursprung 1989 hat. Im kommenden Jahr erscheint der Kinofilm „Prince of Persia: The Sands of Time“, der sich an dem gleichnamigen Vorgängerspiel aus dem Jahr 2003 orientiert.
Tobias Miller
Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweise

[1]Prince of Persia / Ubisoft Entertainment / gog.com[2]Prince of Persia / Ubisoft Entertainment / gog.com[3]Prince of Persia / Ubisoft Entertainment / gog.com

Pädagogische Beurteilung:

„Prince of Persia“ ist ein grafisch schönes und ausgesprochen atmosphärisches Abenteuer. Das antike Persien wird als eine farbenfrohe und märchenhafte Welt inszeniert, deren Bilder sofort faszinieren. Der Einstieg in die Spielwelt wird den Spielenden denkbar einfach gemacht. Nach einem kurzen Intro greifen sie sofort ins Geschehen ein. Wichtige Tastenfunktionen für die Steuerung werden direkt während des Spiels erklärt. Von der Hintergrundgeschichte erfährt man erst Stück für Stück im Spielverlauf, was am Anfang zusätzlich Spannung aufbaut.

Von den Spielenden wird Konzentration, Geschicklichkeit und Orientierung gefragt. Einen großen Teil des Spiels verbringt man mit Klettern an Felswänden und mit Springen über Schluchten. Diese Aufgaben können mit etwas Übung und Phantasie gut bewältigt werden. In den Kampfsituationen kommt es zusätzlich auf das richtige Timing an. Hier werden verschiedene Tipps während des Kampfes gegeben (z.B. „Halte die rechte Maustaste gedrückt, um den Angriff zu blocken“), was zu Beginn hilfreich ist. Diejenigen, die mit der Steuerung schon vertraut sind, werden sich aber von dieser Hilfefunktion gestört fühlen, da Kampfszenen immer wieder unterbrochen werden.

Frustrationserlebnisse bleiben davon abgesehen im Spiel weitgehend aus, da der Held nicht sterben kann. Fällt man etwa in einen Abgrund, wird man von Elikas magischen Kräften aufgefangen und startet nochmals an derselben Stelle, ohne dass man zu einem vorherigen Speicherpunkt zurück fällt. Ebenso kommt in Kampfsituationen Elika sofort schützend zur Hilfe, sollte der Prinz verwundet werden. Somit ist der Schwierigkeitsgrad insgesamt relativ gering und auch von Genre-Neulingen gut zu bewältigen. Gut ist, dass das Spiel an jeder beliebigen Stelle abgespeichert werden kann, was auch kurze Spielphasen zwischendurch erlaubt.


Fazit:

Die Kampfhandlungen sind auf fiktive, comichafte Weise dargestellt, weshalb das Spiel ab einem Alter von 12 Jahren gut geeignet ist. Schade ist, dass das Spiel nur alleine gespielt werden kann und kein Kooperationsmodus ermöglicht wird. Dieser würde sich bei zwei Hauptfiguren geradezu anbieten. Sieht man von diesem Manko ab, ist „Prince of Persia“ aber ein fesselndes Abenteuer, das weiterempfohlen werden kann.
Tobias Miller
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Siehe auch

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2 Kommentare

Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

„Prince of Persia“ ist ein grafisch schönes und ausgesprochen atmosphärisches Abenteuer. Das antike Persien wird als eine farbenfrohe und märchenhafte Welt inszeniert, deren Bilder sofort faszinieren. Der Einstieg in die Spielwelt wird den Spielenden denkbar einfach gemacht. Nach einem kurzen Intro greifen sie sofort ins Geschehen ein. Wichtige Tastenfunktionen für die Steuerung werden direkt während des Spiels erklärt. Von der Hintergrundgeschichte erfährt man erst Stück für Stück im Spielverlauf, was am Anfang zusätzlich Spannung aufbaut.

Von den Spielenden wird Konzentration, Geschicklichkeit und Orientierung gefragt. Einen großen Teil des Spiels verbringt man mit Klettern an Felswänden und mit Springen über Schluchten. Diese Aufgaben können mit etwas Übung und Phantasie gut bewältigt werden. In den Kampfsituationen kommt es zusätzlich auf das richtige Timing an. Hier werden verschiedene Tipps während des Kampfes gegeben (z.B. „Halte die rechte Maustaste gedrückt, um den Angriff zu blocken“), was zu Beginn hilfreich ist. Diejenigen, die mit der Steuerung schon vertraut sind, werden sich aber von dieser Hilfefunktion gestört fühlen, da Kampfszenen immer wieder unterbrochen werden.

Frustrationserlebnisse bleiben davon abgesehen im Spiel weitgehend aus, da der Held nicht sterben kann. Fällt man etwa in einen Abgrund, wird man von Elikas magischen Kräften aufgefangen und startet nochmals an derselben Stelle, ohne dass man zu einem vorherigen Speicherpunkt zurück fällt. Ebenso kommt in Kampfsituationen Elika sofort schützend zur Hilfe, sollte der Prinz verwundet werden. Somit ist der Schwierigkeitsgrad insgesamt relativ gering und auch von Genre-Neulingen gut zu bewältigen. Gut ist, dass das Spiel an jeder beliebigen Stelle abgespeichert werden kann, was auch kurze Spielphasen zwischendurch erlaubt.

Die Kamphandlungen sind auf fiktive, comichafte Weise dargestellt, weshalb das Spiel ab einem Alter von 12 Jahren gut geeignet ist. Schade ist, dass das Spiel nur alleine gespielt werden kann und kein Kooperationsmodus ermöglicht wird. Dieser würde sich bei zwei Hauptfiguren geradezu anbieten. Sieht man von diesem Manko ab, ist „Prince of Persia“ aber ein fesselndes Abenteuer, das weiterempfohlen werden kann.

12.01.2009 um 19:11
Sebastian schreibt:

Ich finde das neue Prince of Persia in Ordnung, mehr leider nicht.

08.02.2009 um 21:07


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