Spielebeurteilung

Paper Racer

17.10.2011
Paper Racer bietet kurzseitigen Rennspaß für zwischendurch. Das Handygame eignet sich aufgrund der simplen Steuerung, der farbenfrohen Optik sowie der Möglichkeit eigens gezeichnete Fahrzeuge kinderleicht ins Spiel zu importieren, vor allem für junge Spielende.

Paper Racer ist ein simples Rennspiel für unterwegs. Rein vom Spielgefühl erinnert es ein wenig an Micro Machines, das auf der gleichnamigen Spielzeugreihe basierende Computerspiel aus dem Jahr 1991. Die Spielenden fahren, von oben auf das Geschehen blickend, ein Fahrzeug über diverse Rennstrecken.

Paper Racer bietet zwei unterschiedliche Spielmodi. In „Racing Season“ fahren die Spielenden regulär gegen fünf Computer gesteuerte Gegner. Ein Rennen geht stets über drei Runden. Wer als erstes die Ziellinie überfährt, gewinnt. Im Modus „Time Trial“ ist allein die Zeit der Gegner. Hier kommt es auf Sekunden an. Die eigene Leistung kann anschließend in einer Highscoreliste veröffentlicht und mit anderen Spielenden weltweit verglichen werden.

Screenshots

Den Spielenden stehen in Paper Racer dutzend vorgegebene Wagen zur Verfügung. Jedes der Fahrzeuge wirkt wie von Hand gezeichnet. Die Auswahl erfolgt nach rein optischer Präferenz, denn das Fahrverhalten ist bei allen Wagen gleich. Im Menüpunkt „Garage“ besteht die Möglichkeit, eigens gezeichnete Fahrzeuge durch ein Foto direkt ins Spiel zu importieren. Auf die Art und Weise bekommt das Rennspiel eine ganz individuelle Note. Mittels Barcode-Erstellung kann man seine eigenen Kreationen auch problemlos mit Freunden austauschen.

Paper Racer verfügt über insgesamt 16 unterschiedliche Strecken mit steigender Komplexität, die bei erfolgreichen Rennen nach und nach freigeschaltet werden können. Vor jedem Rennen können die Spielenden zusätzlich aus drei Schwierigkeitsgraden wählen.

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1 Kommentar

Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Paper Racer ist kein Rennspiel, wie man es derzeitig erwarten würde. Während andere Vertreter den Genres versuchen, besonders realistische Grafik sowie die actionreichsten und schnellsten Strecken zu liefern, erinnert Paper Racer mit seiner Perspektive und der Grafik eher an frühe Rennspiel-Klassiker.

Die Steuerung ist extrem einfach. Im Grunde muss man nur Gas geben und nach links oder rechts steuern. Ganz zu Anfang kann es bei dem ein oder anderen zu Verwirrung kommen, wenn die Fahrzeuge „über Kopf“ fahren, also auf einen zusteuern. Da kann man schon einmal rechts und links verwechseln. Hier ist Konzentration gefragt.
Eine gewisse taktische Komponente erhält Paper Racer durch die am Streckenrand verteilten Objekte. Fährt man dagegen, lassen sich viele davon verschieben. Positioniert man sie wiederum auf der Rennstrecke können sie den Weg für nachfolgende Wagen versperren oder Gegner zumindest behindern.
Was leider fehlt ist ein Multiplayer-Modus, in dem man gegen andere Spielende Rennen fahren kann. Gerade in Bezug auf die Abwechslung und Langzeitunterhaltung würde das dem Spiel gut tun. Denn auf Dauer werden die computergesteuerten Gegner eintönig und langweilig. Sie fordern die Spielenden nur bedingt heraus. Allein die Aussicht darauf, neue Strecken freizuschalten und eine entsprechend hohe Position in der Highscoreliste zu belegen motiviert hier zu mehrfachem Spielen.

Paper Racer eignet sich aufgrund der simplen Steuerung und der handgezeichneten, farbenfrohen Optik schon für eine junge Zielgruppe ab sechs Jahren. Durch die Vogelperspektive nehmen die Spielenden eine distanzierte Haltung zum Renngeschehen ein. Das Spiel wirkt somit weniger nervenaufreibend, als andere Vertreter des Renngenres.
Besonders schön für Kinder aber auch erwachsene Spielende ist die Möglichkeit ganz einfach selbst gemalte Wagen ins Spiel zu importieren. Unter den veröffentlichen Fahrzeuge zeichnet der Entwickler besonders kreative Objekte regelmäßig als „Auto der Woche“ aus und stellt sie jedem als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Aussicht auf diese Ehre spornt an, selbst kreativ zu werden.

08.08.2011 um 18:47


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