Spielebeurteilung

Lara Croft and the Guardian of Light

19.04.2011
Auch im neuesten Action-Adventure der Archäologin werden den Spielenden spannende Kämpfe und knifflige Rätsel geboten. Ob allein oder zu zweit im Kooperations-Modus, "Lara Croft and the Guardian of Light" bietet lang anhaltenden Spielspaß für Spielende ab 12 Jahren.


Lara Croft gehört zu den bekanntesten Videospielfiguren. Seit 1996 schlägt sich die taffe Frau in den Titeln der Tomb Raider-Serie durch gefährliche Abenteuer, stets auf der Suche nach geheimnisvollen Artefakten. Durch die beiden Kinofilme erlangte sie auch außerhalb der Gamer -Community große Bekanntheit.
Die Spielenden schlüpfen in die Rolle von Lara Croft.

Im jüngsten Abenteuer schlüpfen die Spielenden wie gewohnt in die Rolle der Archäologin und bewegen sich durch alte Ruinen, behaupten sich gegen zahlreiche Gegner und lösen Rätsel. Neu ist allerdings, dass Lara Croft in ihrem Abenteuer nicht allein ist, sondern in Begleitung des Maya-Kriegers Totec. Den erweckte sie während einer ihrer Ausflüge versehentlich aus einem tausend Jahre anwährenden Schlaf. Leider wurde dabei auch der böse Dämon Xolotl befreit, der nun die Welt vernichten will. Um das zu verhindern kämpfen Lara und Totec gemeinsam gegen den Dämon und seine Schergen.
Gemeinsam mit dem Maya-Krieger Totec müssen Kämpfe bewältigt werden.

Im Kooperationsmodus übernimmt ein Mitspielender die Rolle von Totec. Die Fähigkeiten der beiden Hauptcharaktere unterscheiden sich im Detail: Allein Totec hat ein Schild, das er als Treppenersatz für Lara verwenden kann. Seine Speere, die er in Wände rammen kann haben die gleiche Funktion. Lara wiederum verfügt über eine Art Greifhaken, mit dem sie sich abseilen und Abgründe überwinden kann. Nur durch bedachte Kombination beider Spezialitäten können die Spielenden den Koop-Modus meistern.
All das erstreckt sich auf 14 Level.

In den 14 Leveln gibt es zahlreiche Bonusgegenstände, die gefunden oder freigeschaltet werden können. Darunter sind diverse Waffen aber auch Artefakte und Relikte, mit denen die Spielenden die Fähigkeiten ihrer Charaktere, wie Gesundheitspunkte oder Treffsicherheit, ähnlich einem Rollenspiel verbessern können. Neben Gegenständen sammeln die Spielenden Punkte durch Besiegen von Gegnern und Einsammeln münzähnlicher Objekte. Eine hohe Punktzahl schaltet wiederum neue Gegenstände frei und sichert einen Eintrag im Highscore .

Lara Croft and the Guardian of Light ist nur als Download über Xbox Live, Playstation Network beziehungweise Steam (PC) erhältlich.

10 Jahre Lara Croft – und kein Ende in Sicht
Anne Sauer
Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweise

[1]Lara Croft and the Guardian of Light / Square Enix / store.steampowered.com[2]Lara Croft and the Guardian of Light / Square Enix / store.steampowered.com[3]Lara Croft and the Guardian of Light / Square Enix / store.steampowered.com

Pädagogische Beurteilung:

Statt der Protagonistin wie in den vorangegangenen Titeln über die Schulter zu schauen, blicken die Spielenden in „Lara Croft and the Guardian of Light“ von schräg oben auf das Geschehen. Ein ungewohnter Blickwinkel für Kenner der Lara Croft-Reihe. Den Blickwinkel wechseln oder zoomen ist nicht möglich. Diese starre Kameraposition macht es hier und da schwer den Überblick zu behalten. Zum Beispiel wenn eine antike Säule den Gegner verdeckt und ihn somit aus dem Sichtfeld der Spielenden verschwinden lässt.

Diese kleine Schwäche mag man „Lara Croft and the Guardian of Light“ aber gern verzeihen. Das Spiel überzeugt durch spannende Kämpfe gegen unzählige Gegner, fordernde Jump ‚n Run-Einlagen sowie abwechslungsreiche wie kniffelige Rätsel. Es gilt Schwächen der Gegner oder die Logik hinter Mechanismen zu erkennen und mit den zur Verfügung stehenden Gegenständen und Fähigkeiten eine Lösung zu finden. Hier ist vor allem logischen Denkvermögen gefragt. Langeweile kommt keine Sekunde auf. Den Spielenden wird durchgängig genügend Herausforderung geboten, ohne sie je zu überfordern. Das motiviert. Zusätzlich lässt sich der Schwierigkeitsgrad in drei Stufen regulieren. Auch sorgen clever gesetzte, automatische Speicherpunkte dafür, dass keine Frustration aufkommt, sollte man einmal an den Rätseln, Fallen oder Gegnern scheitern.
Einen hohen Wiederspielwert erhält das Spiel durch den Sammeltrieb, der bei den Spielenden geweckt wird. Wer alle Artefakte finden und in der Highscoreliste weit vorne stehen möchte nutzt die Möglichkeit, bewältigte Level jederzeit zu wiederholen, um seinen Punktestand zu verbessern.
Vor allem der neue Kooperationsmodus bringt frischen Wind in die Lara Croft-Reihe. Die Rätsel sind hier so aufgebaut, dass sie nur durch Teamarbeit der beiden Mitspielenden gelöst werden können. Die Spielenden sind aufeinander angewiesen, müssen sich absprechen und gemeinsam Lösungen finden. Das sorgt für lang anhaltenden Spielspaß.

Fazit:

Kampfhandlungen machen einen großen Teil des Spiels aus. Deren Darstellung bietet den Spielenden aber genügend Distanzierungsmöglichkeiten. Die Gegner sind allesamt Fantasiegestalten und auch auf Blut oder brutale Darstellungen wird verzichtet. Aufgrund der enthaltenen Kämpfe und Auseinandersetzungen im Spiel sowie der bereits genannten Anforderungen im logischen Denkvermögen eignet sich „Lara Croft and the Guardian of Light“ für Spielende ab 12 Jahren.
Anne Sauer
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2 Kommentare

Anne Sauer (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Statt der Protagonistin wie in den vorangegangenen Titeln über die Schulter zu schauen, blicken die Spielenden in „Lara Croft and the Guardian of Light“ von schräg oben auf das Geschehen. Ein ungewohnter Blickwinkel für Kenner der Lara Croft-Reihe. Den Blickwinkel wechseln oder zoomen ist nicht möglich. Diese starre Kameraposition macht es hier und da schwer den Überblick zu behalten. Zum Beispiel wenn eine antike Säule den Gegner verdeckt und ihn somit aus dem Sichtfeld der Spielenden verschwinden lässt.

Diese kleine Schwäche mag man „Lara Croft and the Guardian of Light“ aber gern verzeihen. Das Spiel überzeugt durch spannende Kämpfe gegen unzählige Gegner, fordernde Jump ‚n Run-Einlagen sowie abwechslungsreiche wie kniffelige Rätsel. Es gilt Schwächen der Gegner oder die Logik hinter Mechanismen zu erkennen und mit den zur Verfügung stehenden Gegenständen und Fähigkeiten eine Lösung zu finden. Hier ist vor allem logischen Denkvermögen gefragt. Langeweile kommt keine Sekunde auf. Den Spielenden wird durchgängig genügend Herausforderung geboten, ohne sie je zu überfordern. Das motiviert. Zusätzlich lässt sich der Schwierigkeitsgrad in drei Stufen regulieren. Auch sorgen clever gesetzte, automatische Speicherpunkte dafür, dass keine Frustration aufkommt, sollte man einmal an den Rätseln, Fallen oder Gegnern scheitern.
Einen hohen Wiederspielwert erhält das Spiel durch den Sammeltrieb, der bei den Spielenden geweckt wird. Wer alle Artefakte finden und in der Highscoreliste weit vorne stehen möchte nutzt die Möglichkeit, bewältigte Level jederzeit zu wiederholen, um seinen Punktestand zu verbessern.
Vor allem der neue Kooperationsmodus bringt frischen Wind in die Lara Croft-Reihe. Die Rätsel sind hier so aufgebaut, dass sie nur durch Teamarbeit der beiden Mitspielenden gelöst werden können. Die Spielenden sind aufeinander angewiesen, müssen sich absprechen und gemeinsam Lösungen finden. Das sorgt für lang anhaltenden Spielspaß.

Kampfhandlungen machen einen großen Teil des Spiels aus. Deren Darstellung bietet den Spielenden aber genügend Distanzierungsmöglichkeiten. Die Gegner sind allesamt Fantasiegestalten und auch auf Blut oder brutale Darstellungen wird verzichtet. Aufgrund der enthaltenen Kämpfe und Auseinandersetzungen im Spiel sowie der bereits genannten Anforderungen im logischen Denkvermögen eignet sich „Lara Croft and the Guardian of Light“ für Spielende ab 12 Jahren.

22.10.2010 um 14:12
Stephan Schölzel, Infoc@fé Neu-Isenburg schreibt:

Ich war nie ein Freund der Tomb Raider Spiele. Ich konnte Lara Croft nie wirklich etwas Spielerisches abgewinnen. Das änderte sich mit Lara Croft and the Guardian of Light schlagartig.

Das Spiel ist weder Grafisch umwerfend, hat keine epische Story und hat sicherlich eine kleine Sammlung kleiner Macken. Aber all das ist völlig Nebensächlich da diesen Spiel unglaublich viel Spaß macht, vor allem im Coop, also Kooperationsmodus. Rätsel die im Singleplayer vom Spieler „nur“ verlangen das er seine Aufgabe versteht, einen Lösungsweg findet und diesen dann umsetzt werden im Coop deutlich anspruchsvoller als sie, vor allem im späteren Spielverlauf, ohnehin schon sind. Um im Verlauf des Spiels auch nur den Hauch einer Chance haben zu können muss man sich mit seinem Mitspieler absprechen und gut abstimmen.

Die Herausforderungen der Einzelnen Levels sind durchaus als Herausforderungen anzusehen, und das Spiel wirft einem seine Erfolgserlebnisse nicht unbedingt nach- eher im Gegenteil, in den letzen Stufen des Spiel muss man sich wirklich Mühe geben um zu schaffen was das Spiel von einem Verlangt. Ein Level in z.B. 10 Minuten zu schaffen ist mehr als nur „schnell“ sein – es bedeutet das man sehr gut planen muss was man wann wie macht.

Neben den reinen Rätseln, akrobatischen Herausforderungen mit Schild, Speer und Enterhacken gibt es dann noch den Kampf der anfangs Simple ist, später vom Spiel gemeinerweise eingesetzt wird um ohnehin schon schwere Passagen noch schwerer zu machen. Auch Erwähnenswert sind die div. Gegner die einen erst mal vor ein Rätsel stellen wie man den bitte an ihnen vorbeikommen soll.

Zwar macht das Spiel auch Solo eine Menge Spaß, seine Stärken vollkommen ausspielen kann es nur im kooperativen Spielmodus;
Wenn man sein virtuelles Leben in die Hand eines Freundes legt – oder einfach mal den Schalter aktiviert und seinen Freund in den kurzzeitigen virtuellen Tod stürzen lässt.
Ein Gamepad, wie das der xBox360, ist dabei sehr zu empfehlen.

01.04.2011 um 15:06


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