Spielebeurteilung

Tomb Raider (1996)

07.03.2011
Das Computerspiel Tomb Raider ist vor allem durch seine Protagonistin Lara Croft weltweit bekannt. Die akrobatisch veranlagte Archäologin durchstreift im Action-Adventure Höhlen, sucht nach Hinweisen und kämpft gegen Wölfe und Bären. Teil eins der Reihe.


Die Abenteurerin Lara Croft erhält den Auftrag, nach einem geheimnisvollen Artefakt zu suchen. Sie durchstreift Höhlenlevel auf der Suche nach Hinweisen und muss nicht nur gegen normales Getier wie Wölfe und Bären kämpfen, sondern auch schon mal mit einer Schrotflinte gegen einen ausgewachsenen T-Rex antreten. Neben der Gewaltkomponente und präzise berechneter 3D-Grafik überzeugt das Spiel vor allem durch Jump'n’Run-Sequenzen. Saltos zur Seite beherrscht die Spielfigur genauso wie etliche andere Sprünge, die sich aus 2000 verschiedenen Animationen zusammensetzen.

Um diese zu trainieren, steht den Spielenden eine Art Trainingsmodus zur Verfügung, in dem Lara Croft die Spielenden durch ihre Villa führt. In einem Raum kann man Sprünge üben, in einem anderen Saltos und im Swimming Pool das Schwimmen. Die Spielenden schauen während des eigentlichen Spiels von hinten auf die Heldin, in manchen Situationen findet jedoch ein Perspektivenwechsel statt, der an eine rasante Kamerafahrt erinnert. Die Grafik und der Spielaufbau von Tomb Raider wird derzeit von etlichen Herstellern kopiert. Besonders männliche Jugendliche zieht die Spielfigur an.

Neuauflage

Tomb Raider: Anniversary
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2 Kommentare

Jens Wiemken (päd. Urteil) schreibt:

Seit langem wurde keine Spielfigur mehr so zur Kultfigur gepusht wie Lara Croft. Comics in Magazinen und Videoclips auf Konzerten der Pop–Gruppe U2 weckten Interesse. Die weibliche Heldin mit Traummaßen, die für viele Männer dem sexistischem Traum von der perfekten Frau entspricht, motiviert vor allem männliche Jugendliche, sich auf die manchmal schon mühselige Suche zu begeben (Anekdote am Rande: Lange ging das Gerücht von einem speziellen Trick durch Internet und FIDO-Netz, der es ermöglichen sollte, die Spielfigur nach dem Schwimmen auszuziehen. Es geisterte sogar ein präparierter Screenshot durch die Netze).

Die Suche von Lara Croft nährt sich, wie auch der Film "Indiana Jones", aus verschiedenen typischen Initiationselementen. Bären und Dinosaurier dienen als zu besiegende Torwächter. Den Gang durch teilweise langweilige Höhlenlabyrinthe unterbricht plötzlich eine unerwartete Attacke aus einer Nische. Der Spieler wird so mit der Zeit immer erfahrener und vermutet hinter jeder Ecke eine Gefahr.

Das Wichtigste in Kürze:
• Kultfigur Lara Croft
• weibliche Heldin mit Traummaßen
• Initiationsgeschichte

02.09.1997 um 16:25
Lukas Hartmann, 13 schreibt:

Tomb Raider ist ein Action-Adventure mit genialer 3D-Grafik und gutem Sound. Das Intro und die Zwischensequenzen sind gut geraytraced. Neu ist, dass die Hauptdarstellerin eine Frau ist. Es ist zwar ein neues Feeling, aber meiner Meinung nach ist das Spiel dadurch nicht wesentlich anders, als wenn man z.B. Indiana Jones spielen würde. An die Steuerung muss man sich gewöhnen, aber dann kann man Lara sehr flexibel steuern. Ein Problem ist die hakelige Kamerasteuerung. Die Kamera hängt oft in der Wand fest. Manchmal sieht man gar nicht, worauf man überhaupt zielt. Die Atmosphäre ist trotzdem sehr tief. Ein weiteres Manko ist, dass man nur Tiere erschießt. Wenn man auf Menschen schießen müsste, wäre Tomb Raider mit Sicherheit indiziert worden. Alles in allem macht Tomb Raider aber durchaus Spaß, allein wegen den realistischen Umgebungen und den Rätseln.

23.09.1997 um 16:26


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