Spielebeurteilung

Darkstar One – Broken Alliance

17.10.2011
Broken Alliance ist die Neuauflage des PC-Spiels Darkstar One. Unsere Spieletester von total verpLANt haben sich den Weltraumshooter genauer angeschaut. Ihr Fazit: Inhaltlich hat sich kaum etwas geändert. Aufgrund häufiger Wiederholungen im Gameplay unterhält das Spiel nur kurzzeitig.


Darkstar One ist 2006 für den PC erschienen und wurde nun 2010 für die Xbox veröffentlicht. Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus Weltraumshooter und Weltraumsimulation, bei der die Spielenden ein Raumschiff durch das All steuern und neue Sternensysteme erkunden, Missionen erfüllen und die Entwicklung des Charakters und des Raumschiffes vorantreiben. Währenddessen erleben sie eine Science-Fiction Geschichte.

Kayron Jarvis, Hauptcharakter in Darkstar One, erbt von seinem kürzlich verstorbenen Vater das namensgebende Schiff Darkstar One und begibt sich damit direkt auf die Suche nach den Mördern. Währenddessen trifft Kayron auf Verschwörungen und immer neue Gegner. Dies ist auch schon alles, was wir an dieser Stelle zur Story sagen möchten, denn diese ist in Darkstar One eher nebensächlich.

Darkstar One besteht aus zwei Spielebenen. Zum einen gibt es den Hangarmodus, in dem die Spielenden Missionen annehmen, ihr Schiff verbessern, Handel betreiben, oder das Logbuch lesen können. Im Flugmodus steuern sie ihr Raumschiff durch das All und erfüllen die zuvor angenommenen Missionen.

Screenshots

In Darkstar One gibt es ausschließlich einen Singleplayer. Dieser wird durch eine Handvoll Tutorial -Missionen eröffnet, in der die Spielenden das grundlegende Gameplay des Spiels kennenlernen. Danach geht es direkt mit der Story los. Jedoch wird schnell klar, dass die Hauptgeschichte eher nebensächlich ist, vielmehr steht das Entdecken der insgesamt 300 Sternensysteme und das Annehmen und Ausführen verschiedener Nebenaufträge im Vordergrund, mit dessen Belohnungen dann das Schiff verbessert werden kann. Hierfür werden rund 25 Stunden Spielzeit benötigt, wobei eine Spielsession nicht besonders lange dauern muss. Viele Aufträge sind bereits nach wenigen Minuten abgeschlossen.

Der Schwierigkeitsgrad in Darkstar One ist außerordentlich leicht. Die einzigen großen Hindernisse zeigen sich bereits zu Beginn des Spiels, denn es benötigt ein wenig Zeit, alle Funktionen des Schiffes während des Flugmodus zu verstehen. Danach steht dem eigentlichen Spielerfolg aber nichts mehr im Weg.

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1 Kommentar

total verpLANt e.V. Brake schreibt:

Weltraumshooter sollten rein theoretisch schon großen Spaß machen, da der Spielende ja die grenzenlose Freiheit hat, ein Raumschiff durch den offenen Weltraum zu lenken. Nur wird dieses Gefühl auch erfolgreich vom Spiel übermittelt? In Darkstar One gibt es 300 Sternensysteme, in denen der Spielende eine Fülle an Aufträgen abschließen kann. So eine Vielzahl kann aber nur durch wiederkehrende Missionen, Umgebungen und Charaktere erzeugt werden. Tatsächlich wiederholen sich Schiffsdesign, Charakterportraits und Synchronstimmen etwas zu häufig.

Dennoch bietet Darkstar One eine gewisse Vielfalt und Freiheit für den Spieler. Durch die Auswahl der Aufträge entscheidet sich, ob der Spielende aus Kayron Jarvis einen Schmuggler, Pirat, Söldner o.ä. macht. Zudem kann sich der Spielende mit dem Erfüllen von Missionen im einen Sternensystem den Zugang zu einem Anderen verbauen, wenn diese untereinander verfeindet sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verbesserung des Schiffes. Schiffsupgrades können durch das Sammeln von Artefakten vorgenommen werden, oder mit Hilfe von Credits, die der Spielende durch das Erfüllen von Aufträgen verdient. Es gibt viele Möglichkeiten sein Schiff aufzurüsten, sei es die Verbesserung der Waffen, das Verstärken des Schiffrumpfes oder sogar ein Upgrade von Schilden und Landecomputern. Hier deutet sich ein Schwerpunkt des Spiels an – die Individualisierung der eigenen Darkstar One. Damit ist der Spielende dann auch die meiste Zeit beschäftigt.

» Die ganze Beurteilung bei total verpLANt lesen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in Darkstar One weniger um die Story oder die Freude am Entdecken neuer Welten à la Freelancer geht, sondern um die Individualisierung sowohl des Hauptcharakters als auch des eigenen Schiffes. Dies eröffnet dem Spielenden natürlich viel Freiheiten, jedoch finden wir Spieletester von total-verpLANt e.V. es schade, wenn ein Spiel sein Potenzial nicht ausnutzt. Die Story muss nicht unbedingt ein Science-Fiction geladenes Abenteuer sein, etwas Bodenständiges mit ein wenig mehr Tiefgang als die vorliegende Geschichte hätte völlig ausgereicht.

Darkstar One hat die Plakette Weltraumshooter verdient, es geht hauptsächlich um Luftkämpfe. Der Titel könnte es schaffen, nicht nur Anhänger des Genres zu überzeugen. Was er allerdings nicht schafft ist, eben dieses Genre neu zu erfinden oder den allgemeinen Fokus wieder auf Weltraumshooter zu lenken. Das Spiel ist durch seine immer wieder kehrenden Elemente eher für die Kurzzeitunterhaltung gedacht, bietet insgesamt aber ca. 25 Stunden Spielzeit.

22.08.2011 um 15:56


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