Die Sims

06.09.2001 - eingestellt in Spielebeurteilungen

Die SimsDas Spiel „Die Sims“ gehört seit über 10 Jahren zu den bekanntesten und meist gespielten Lebenssimulationen mit zahlreichen Bezügen zur realen Lebenswelt der Spielenden. Nennenswerte Konkurrenz gibt es bislang nicht. Vor allem bei Mädchen sind „Die Sims“ sehr beliebt.

Genre: Simulation Hersteller: Electronic Arts
Plattform: PC, Xbox, GameCube, PlayStation 2
Erscheinungsdatum: Februar 2000
USK: ohne Altersbeschränkung
spielbar: ab 10 Jahren

 

Spielbeschreibung von FH Köln/JA Köln

Die Spielenden übernehmen die Aufgabe, das Leben von virtuellen Menschen, den Sims, zu gestalten und zu beeinflussen. Ein leicht verständliches Tutorial bietet auch unerfahrenen Spielenden einen relativ leichten Einstieg ins Spiel und die Möglichkeit, ein Probespiel mit vorgegebenen Personen durchzuführen. Wer das nicht will, kann seine „Familienkonstellationen” mit unterschiedlichen Charakteren selbst kreieren, vom Junggesellenhaushalt bis zur Großfamilie. Dann muss ein Haus gekauft oder gebaut werden, in das die Charaktere einziehen. Mit einem Startkapital von 20.000 SIM-Dollar gilt es nun, die Geschicke seiner virtuellen Personen in die Hand zu nehmen.

Dafür stehen vier Spielmodi zur Verfügung: Im Bau-Modus können die Spielenden das Haus neu gestalten, vom Abriss bis zum Neuaufbau. Im Kauf-Modus besteht die Möglichkeit sein Haus mit notwendigem Inventar oder mit Luxusgütern einzurichten. Um sein Haushaltssalär aufstocken zu können, müssen die Spielenden im Live-Modus dafür Sorge tragen, dass ihre Leute einen Beruf finden, denn wie im richtigen Leben gilt auch hier: „Ohne Moos nichts los.” Aber die Sims benötigen nicht nur einen Job, den sie durch intensive Anzeigenrecherche in der Zeitung finden, sondern auch soziale und hygienische Fürsorge zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse, wie z.B. Schlaf, Essen, Gesundheit, Hygiene, Toilette aufsuchen, Spaß haben, angenehm wohnen und sozial leben. Lassen die Spielenden hier nicht die notwendige Sorgfalt walten, treten die Bewohner in einen Streik oder halten sich in ihren Bedürfnissen nicht zurück; zum Beispiel wird die Arbeit verweigert, auf dem Boden geschlafen und die Hygiene vernachlässigt. Solche und auch freundlichere Verhaltensweisen der Sims können im vierten Modus, dem Kamera-Modus, festgehalten werden.

Mit Verlauf des Spiels ergeben sich für die Spielenden mehr und mehr Möglichkeiten, auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche ihrer virtuellen Personen einzuwirken. Um beispielsweise im Berufsleben voranzukommen, können die Sims sich weiterbilden. Viele Freunde zu haben kann ebenfalls die berufliche Position verbessern. Neben ganz alltäglichen Dingen, wie abwaschen, kochen, essen oder fernsehen, sind auch partnerschaftliche Kontakte wie der Austausch von Zärtlichkeit und Anerkennung möglich.

Andere Spiele der Reihe

Die Sims 3

Die Sims 2 – Haustiere

Weiterführender Link

10 Jahre Sims


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5 Kommentare zu “Die Sims”

  1. FH Köln/JA Köln (päd. Urteil) schreibt:

    Besonders Kinder und Jugendliche erleben zumeist eine Alltagswelt, die mit zahlreichen Verboten und Beschränkungen aufwartet. In der Regel sind es die Erwachsenen, die das Alltagsleben der jungen Menschen beeinflussen und deren Entscheidungen werden von den jungen Leuten als unsinnig und ungerecht erlebt. Im Spiel können die Kinder in die Rolle eines “Über-Erwachsenen” schlüpfen und entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung ihrer SIMS nehmen. Das Spiel erfüllt den Wunsch, Kontrolle und Macht über Menschen ausüben zu können.

    Die Thematik, die Art der Aufmachung sowie die Umsetzung des Spiels sprechen Mädchen und Jungen gleichermaßen an. Der mit Computerspielen erfahrene Spieler wird von dem Verlauf des Spiels enttäuscht sein, da die ihn motivierenden Herausforderungen fehlen. Dennoch bietet das Spiel auf Grund seiner Thematik zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Schemata im menschlichen Leben: Ihre Nützlichkeit und ihre Grenzen. Durch das Spiel kann der Spieler nachvollziehen, wie komplex und kompliziert sich zumeist das alltägliche Leben gestaltet und wie es durch ein System miteinander verschachtelter Schemata bewältigt werden kann. Im Gespräch mit Anderen kann u.a. diskutiert werden, welche Lebensform für wen warum erstrebenswert ist, ob berufliche Karrieren wirklich von Weiterqualifizierungen und vielen Freunden abhängig sind, ob zu einer Partnerschaft nicht noch mehr gehört als Lob und Zärtlichkeit. Aber auch: Welche Normen und Werte werden gewünscht?
    Im Politik- und Medienunterricht in der Schule kann das Spiel Aufhänger für eine intensive und kritische Erörterung zur Zukunft des “gläsernen Menschen” im Zeitalter der MultiMedia-Technik sein.

    Das Wichtigste in Kürze:
    • erfüllt den Wunsch, Kontrolle und Macht über Menschen ausüben zu können
    • bietet auf Grund seiner Thematik zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche

  2. Anneke Klock schreibt:

    Pädagogisches Urteil:

    “Die Sims” ermöglichen es dem Spieler, das wahre Leben am Computer zu erproben, er übernimmt Verantwortung für seine von ihm individuell erschaffenen Figuren. Von ihm hängt ein gelingendes Leben für den Sims ab. Gemeinsam mit den Sims kann der Spieler die Probleme des Alltags erfahren und durchstehen. So erfährt ein Jugendlicher beispielsweise, dass nur mit selbstverdientem Geld ein höherer Lebensstandard möglich ist und das vor der Arbeit die Jobsuche ansteht. Dafür werden dann wie im realen Leben die Stellenanzeigen in der Zeitung (das deutsche Boulevardblatt mit den vier Buchstaben) durchforstet. Dies sind Anforderungen, die wir auch im realen Leben zu bewältigen haben. Es lassen sich verschiedene Lebensentwürfe ausprobieren. Von der Normalfamilie bis zum Singledasein ist alles möglich. Der Spieler kann also ausprobieren, wie es sich mit den unterschiedlichen Lebensentwürfen lebt und damit können die Sims eine gewisse Orientierungsfunktion für das reale Leben haben. Die Wünsche des realen Lebens lassen sich auf das Spiel übertragen. Träume des realen Lebens können im Spiel verwirklicht werden, zum Beispiel das Einrichten eines persönlichen Traumhauses. Auch die Übertragung von Konflikten aus dem Alltag eines Jugendlichen lassen sich mit den Sims bewerkstelligen. Dadurch können Handlungsoptionen gefahrlos getestet und Lösungswege gefunden werden. Hier bietet sich sogar eine Integration des Spieles in den Unterricht der Allgemeinbildenden Schule an, im Rahmen eines Konfliktberatungsprojektes beispielsweise.
    Die Sims fördert die Phantasie und Kreativität des Spielers. Er betätigt sich zum Beispiel als Architekt und Gärtner. Über 150 Möbel und Gegenstände lassen sich dabei individuell einsetzen. Auch die Konzentrationsfähigkeit wird geschult, gilt es doch alle Bedürfnisse seiner Sims ständig im Auge zu behalten und auszubalancieren.
    Insgesamt würde ich “Die Sims” ab 12 Jahren empfehlen und als generationsübergreifend bezeichnen. Richtig interessant wird das Spiel meiner Meinung nach erst für Jugendliche, die anfangen, Beziehungen zum anderen Geschlecht einzugehen und die erste Jobsuche ansteht. All dies kann auch mit den Sims durchlebt beziehungsweise erprobt werden.

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Erleben und ausprobieren unterschiedlichen Lebensentwürfen
    • Handlungsoptionen können gefahrlos getestet und Lösungswege gefunden werden

    Persönlicher Kommentar:

    Der Spielverlauf klingt zunächst nicht besonders actiongeladen und spannend. Der Spaßfaktor des Spieles besteht für mich darin, die volle Kontrolle über das Geschehen zu haben, ja selber der Ersteller einer eigenen Welt zu sein. Das Leben eines Sims kann ich bestimmen, wie ich möchte und darin liegt der Reiz des Spieles. Vor allem das Stylen eines Sims macht Spaß. Ich kann dabei eine Figur nach eigenen Vorstellungen erschaffen. Richtig interessant wird das Spiel mit zunehmender Spieldauer. Man kann seine Sims mit immer mehr Eigenschaften und Fähigkeiten ausstatten und ich gehe regelrecht eine intime Beziehung zu ihnen ein.
    Langweilig wird es mir mit den Sims nicht, dafür sorgen auch die zahlreichen Extras, die sich im Internet herunterladen lassen. Hier finden sich Websites, auf denen zum Beispiel neue Einrichtungsgegenstände heruntergeladen werden können. Wichtig für mich ist es auch, dass sich das Spiel sehr einfach steuern lässt. Um einem Sims Instruktionen zu geben, klicke ich einfach einen Gegenstand an und wähle im Befehlsfeld zwischen verschiedenen Möglichkeiten.
    Als sehr nervig empfinde ich die Laute, die die Sims von sich geben und die sehr an Baby-Gebrabbel erinnern. Dies passt nicht zu der ansonsten sehr menschlichen Gestaltung der Figuren. Auch fühlte ich mich während des Spieles manchmal überfordert, ständig alle Bedürfnisse meiner Sims gleichzeitig im Blick zu behalten, anstatt sich mal auf eine einzelne Sache konzentrieren zu können. Dies beeinflusst aber nur geringfügig den insgesamt sehr hohen Spaßfaktor.

  3. Tobias Plaputta, 14 schreibt:

    Das Spiel hinterlässt einen guten Gesamteindruck. Es ist sehr gut verarbeitet, man hat viele Möglichkeiten und das Spiel ist sehr lebensnah. “Die SIMS” ist ein sehr einfaches und leicht zu verstehendes Spiel, auch wenn es beim Bau der Häuser mitunter zu Problemen kommt. Die Bedienung ist nicht schwer, man findet sich schnell und gut ein. Um das Spiel zu bedienen, muss man lediglich mit der Maus umgehen können. Es ist kein besonderes Vorwissen erforderlich. Ich finde an diesem Spiel sehr gut, dass auch Unfälle passieren, wie im richtigen Leben. Schade ist, dass man Nachbarn nicht besuchen kann. Das Verhalten der eigenen Spielfigur lässt sich steuern, außer wenn sie bestimmten Bedürfnissen nachkommen muss. Das Verhalten der Nachbarn ist gewöhnungsbedürftig, denn wann im richtigen Leben kommt ein Nachbar durch deine Tür und bereitet sich in deiner Küche etwas zu essen zu. Das Spiel hat nicht viel mit mir zu tun, da es die Jobs, die ich gerne machen würde, nicht gibt. Das Spiel würde ich allen empfehlen, die gerne Häuser bauen. Das macht bei den SIMS wirklich Spaß.

  4. Carolin, 7 schreibt:

    Man spielt wie Menschen und Familien leben. Man kann sich selbst ein Haus bauen und wenn man mal Mutter ist, weiß man, dass man mit einem Kind zur Toilette gehen, ihm Nahrung geben und es lange genug schlafen lassen muss, sonst fällt es um. So merkt man auch, was für Kinder wichtig ist, wie man sie erzieht und was sie alles zum Leben gebrauchen – Haus, Essen, Schlaf, Spaß und so weiter. Ich kann die Kleidung der Menschen auswählen.
    Ich kann Sachen anklicken, was die Leute in dem Spiel tun sollen. Wenn ich zum Beispiel Bett anklicke, kommt da ein Schild schlafen, dann kann ich eine Person schlafen schicken. Oder wenn jemand im Bett liegt und ich klicke den an, dann steht da aufwachen. Wenn ich das anklicke, steht der Mensch auf. So bestimme ich, was die Menschen tun sollen.

  5. Verena, 10 schreibt:

    In diesem Spiel wiederholt sich fast nichts, immer kann man etwas neues ausprobieren. Man muss gucken, dass die Menschen mit ihrem Geld auskommen. Man kann Häuser bauen, entweder eines abreißen oder ein Grundstück kaufen. Man muss die Wohnung selber einrichten. Man kann sich seine Familie selbst zusammenstellen oder eine Familie, die es schon gibt, spielen. Die Familie hört Musik, spielt, schwimmt, isst, trinkt, geht zur Toilette, die Leben da und ich bestimme, was sie tun sollen. Man lernt sparsam mit dem Geld umzugehen, sonst kann man sein Haus nicht zu Ende bauen. Aber ich kenne einen Trick, wie man schneller an Geld kommt, ohne arbeiten zu müssen. Und man merkt, wenn man sich nicht um seine Kinder kümmert, kommt das Jugendamt und nimmt einem die Kinder weg. Seinen Müll muss man auch selber wegräumen.

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