Auswahl der Spiele


Bereits vor dem Kauf eines Spielprogramms können Informationen über dessen Inhalte und Alterstauglichkeit eingeholt werden. Eine erste hilfreiche Orientierung ist das Kennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) auf der Verpackung, welches die gesetzliche Altersfreigabe eines Produkts angibt. Ist gar keine USK-Kennzeichnung vorhanden, darf das Spiel von Verkäufern grundsätzlich nur an Erwachsene ausgegeben werden.

Mit der pädagogischen Eignung von Spielen für bestimmte Alters- und Zielgruppen befassen sich darüber hinaus verschiedene Broschüren und Internetangebote, die sich speziell an Eltern richten. Sie informieren über die Inhalte von Spielen, veröffentlichen Positivlisten oder zeichnen pädagogisch empfehlenswerte Lern- und Spielprogramme aus.

Abgesehen von diesen Hilfestellungen sind es die Eltern selbst, die den Entwicklungsstand ihres Kindes in der Regel am besten einschätzen können. Sie kennen die typischen Reaktionen ihres Kindes und merken schnell, wenn ihr Kind mit einer Software überfordert ist.

Vorsicht geboten ist bei Downloads und so genannten Browserspielen. Erscheinen diese ausschließlich im Internet und auf keinem Trägermedium (wie einer CD-ROM oder DVD), so sind die Anbieter nicht gesetzlich zu einer Alterskennzeichnung verpflichtet. Browserspiele erfordern von den Erwachsenen besondere Aufmerksamkeit. Ebenso entziehen sich Raubkopien, die unter Heranwachsenden getauscht werden, den Instanzen des gesetzlichen Jugendmedienschutzes.

Problematisch wird es außerdem, wenn das Spielen mit Kosten verbunden ist. Insbesondere bei Onlinespielen gibt es verschiedene Bezahlmodelle, die für Nicht-Spielende nicht immer transparent sind. Neben klassischen Abonnements, die meist per Lastschriftverfahren abgebucht werden, gibt es auch die Möglichkeit Spielzeit oder Zusatzinhalte per SMS, Paypal, Kreditkarte oder in Form eines Guthabens (Prepaid-Prinzip) zu bezahlen. Auch das vor allem in Browserspielen und Free2Play -Titeln stark verbreitete Micropayment kann sich nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ aufsummieren. Ähnliches gilt auch für die stark zunehmenden Formen des mobilen Spielens von Handy-Games, Apps u.ä.

Ein probates Mittel bei der Spielauswahl ist außerdem, Kinder und Jugendliche nach ihren Lieblingsspielen zu fragen und sich diese Games von ihnen beschreiben oder zeigen zu lassen. Dadurch fühlen sich junge Menschen mit ihren Interessen und Vorlieben ernst genommen. Erwachsene bekommen gleichzeitig einen Einblick in eine ihnen fremde Medienwelt. Folglich wählen im Idealfall Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Medienangebote aus.

Siehe auch

SpieleratgeberNRW
Weitere Spielebeurteilungen

Suche beim SpieleratgeberNRW

Deutsches Jugendinstitut
Weitere Spielebeurteilungen

Suche in DJI-Datenbank "Apps für Kinder"

Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen im Bundesministerium für Familien und Jugend
Weitere Spielebeurteilungen

Suche beim BuPP

Internet-ABC
Spieletipps für Kinder und Jugendliche

Suche beim Internet-ABC