Tom Clancy’s Rainbow Six Siege

21.01.2016
In Tom Clancy’s Rainbow Six Siege stehen sich die Spezialeinheit Team Rainbow und eine unbekannte neue Terroreinheit gegenüber. Die Kämpfe sind spannend und fordernd, das Setting äußerst realitätsnah. Der Ego-Shooter eignet sich nur für Erwachsene, die mit dem Genre bereits vertraut sind.

Im Taktik-Shooter Tom Clancy’s Rainbow Six Siege wird die Welt von einer neuen, namenlosen Terroreinheit bedroht. Die amerikanische Präsidentin wendet sich daher an das Team Rainbow, einem Zusammenschluss der besten Kämpfer und Kämpferinnen verschiedener Spezialeinheiten, wie des FBI, der Spetsnaz oder der GSG9.

Das Hauptaugenmerk von Rainbow Six Siege liegt auf dem Online-Multiplayer -Modus. In jeder Runde muss ein Team von fünf Terroristen entweder eine Bombe, einen Giftgasbehälter oder eine Geisel bewachen, während es Aufgabe der fünf Anti-Terrorspezialisten ist, die Bombe zu entschärfen, die Geisel zu befreien oder den Behälter in Gewahrsam zu nehmen. Die Terroristen müssen sich also verteidigen, während die Spezialeinheit das jeweilige Gebäude stürmt und ihre Aufgabe zu erledigen versucht.

Die Kämpfe in Rainbow Six Siege finden meist auf engem Raum statt, wie hier in einem Flugzeug.
Dafür stehen neben den typischen Schusswaffen und Granaten auch andere Hilfsmittel zur Verfügung. Jedes Teammitglied wählt vor einer Partie, welche Rolle und damit verbundenen Spezialfähigkeiten es einnehmen will. Diese reichen von Spezialdrohnen, mit deren Hilfe man Fallen ausschalten kann, bis zu Heilfähigkeiten oder einem Scharfschützengewehr. Die Rollen mit ihren jeweiligen Fähigkeiten kann man erst nach und nach freischalten. Eine Multiplayer-Runde in Rainbow Six Siege besteht aus mehreren Partien. Beendet ist eine Partie, wenn entweder alle Mitglieder eines Teams besiegt wurden oder die Spezialeinheit ihre Mission erfolgreich abgeschlossen hat. Das Team, das zuerst drei Partien erfolgreich für sich entscheidet, gewinnt schließlich die Runde.

Vor dem Beginn einer Partie wählt man einen „Operator“-Typ, also eine Rolle innerhalb des Teams, aus. Zu Beginn ist nur der „Rekrut“ verfügbar.
Neben dem Multiplayer-Modus gibt es noch eine Einzelspielerkampagne, die in Rainbow Six Siege „Situationen“ genannt wird. Hier lernt man einzelne Spielelemente und Spezialfähigkeiten genauer kennen und bestreitet insgesamt elf Szenarien gegen KI -Gegner. Der Spielmodus „Terroristenjagd“ dient als Koop-Modus , in dem bis zu fünf Personen in einem zufällig ausgewählten Szenario gegen KI-Gegner antreten.

Die Spezialeinheit muss die Bombe entschärfen, während die Terroristen dies verhindern sollen. Dafür verbarrikadieren sich die Terroristen mit allen Mitteln.
Um Rainbow Six Siege zu installieren, benötigt man einen Account bei Uplay, der Ubisoft-eigenen Vertriebsplattform. Dies dient in erster Linie dem Kopierschutz, daneben erhält man durch verschiedene Aktionen innerhalb eines Spiels Uplay-Einheiten und kann damit Boni freischalten. Das Spiel basiert lose auf der Romanreihe Rainbow Six von Tom Clancy, die bereits seit 1998 als Vorlage mehrerer Actionspiele dient.

Weiterführender Link

spielbar-Jugendredaktion: Rainbow Six: Siege – Revolution oder Fehlschlag?

Bildnachweis

[1]Rainbow Six Siege[2]Rainbow Six Siege[3]Rainbow Six Siege

Pädagogische Beurteilung:

Tom Clancy’s Rainbow Six Siege legt seinen Fokus vor allem auf die taktische Komponente. Gerät man einmal ins Kreuzfeuer der Gegner, segnet man schnell das Zeitliche und scheidet aus der Partie aus. Daher muss jeder Schritt in der Spielwelt wohl überlegt sein, mit blinder Feuerkraft erreicht man nur wenig. Auch Teamplay ist für den Sieg entscheidend. Die Gruppen sind mit fünf Personen relativ übersichtlich, Absprachen und eine gemeinsame Taktik lassen sich daher per Voice Chat gut koordinieren. Die Partien in Rainbow Six Siege sind so sehr intensiv und sorgen für einen besonderen Nervenkitzel.

Dadurch steigt andererseits der Druck für Neulinge. Da man nicht respawnt, also innerhalb einer Partie nicht erneut wiederbelebt wird, gibt es keinen zweiten Versuch. Fehlt eine Person, hinterlässt sie eine Lücke. Wer sich zunächst unsicher fühlt, kann sich erst an der Einzelspielerkampagne versuchen. Diese dient als Training, um mit der Funktionsweise des Spiels vertraut zu werden, richtet sich dabei aber eher an Shooter-Erfahrende. Die Steuerung wird beispielsweise nicht erklärt, zudem heißen die Schwierigkeitsgrade nicht umsonst Normal, Hart und Realistisch. Zwar gibt es auch einen „Tutorial“-Bereich. Hier findet man allerdings nur kurze Erklärvideos zu bestimmten Details des Spiels, eine umfassende Einstiegshilfe wird nicht angeboten.

Rainbow Six Siege greift mit dem Kampf zwischen Terroristen und Spezialeinheit ein sehr aktuelles Thema auf, bricht dies aber auf eine simple Schwarzweißmalerei herunter. Eine komplexe Geschichte ist nicht gegeben – welcher Motivation die Terroristen beispielsweise folgen, bleibt unerwähnt. Das Spiel konzentriert sich ganz auf seine Multiplayer-Gefechte, in denen auch Blut zu sehen ist. Zudem kommen durch die Geiseln Zivilisten ins Spiel, die ebenfalls, ob aus Versehen oder mit Absicht, erschossen werden können. Rainbow Six Siege versucht sich möglichst realitätsnah zu präsentieren – und erfordert daher volljährige Spielende, die sich vom gezeigten Inhalt zu distanzieren wissen.

Fazit:

Tom Clancy’s Rainbow Six Siege bietet für Shooter-Erfahrende spannende Multiplayer-Partien, welche vor allem taktisch fordern. Der Einstieg für Neulinge fällt dagegen schwer. Aufgrund des realistischen Settings und der gezeigten Gewalt eignet sich das Spiel nur für Erwachsene.
Sarah Pützer
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