Spielebeurteilung

My Scene

15.03.2011
Einkaufen, stylen, feiern und den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen – kleinere und größere Fans von Barbie, Chelsea und Co können hier ihr Püppchenleben nachempfinden. Der Realität entsprechen die einseitig dargestellten Geschlechterbilder jedoch nicht.


Barbie mit ihren Freundinnen Westley und Chelsea sind die Hauptfiguren dieses Spiels. Alle drei Mädchen sehen Barbie-typisch aus: Schlank, lange Haare und Beine, modisch gestylt, geschminkt (typisches Schönheitsidol vieler Mädchen... und Männer). Dementsprechend verhalten sie sich auch: schön gerade sitzen, coole Bewegungen und unauffälliges Augenzwinkern beim Vorübergehen der Jungs.

Diese drei besten Freundinnen machen die Stadt unsicher, indem sie ständig einkaufen, sich auf eine Party vorzubereiten oder im Cafe sitzen und neuesten Tratsch und Klatsch bereden. Die entwerfen ihre eigenen Kleider, um sich Geld zu verdienen und dieses wieder für Schmuck, Stoff und Essen auszugeben. Barbie hat außerdem ein Handy, durch das sie immer Anleitungen bekommt, was sie als nächstes zu tun hat. Außerdem kann man für Barbie einen Freund aussuchen, indem man sie einen vorbeigehenden jungen Mann küssen lässt. Ist das nach Meinung der Spielprogrammierer ein passender Typ, so wird sich Barbie mit ihm verabreden. Ist er es nicht, bekommt Barbie eine Abfuhr.

Das ganze Spiel spielt sich in vier Stadtteilen einer an New York City angelehnten Großstadt ab (Upper East Side, Parkside, Downtown und das Village), in denen jeweils einige Geschäfte oder Cafés oder auch das Apartment der Mädchen liegen. Diese Stationen sind dann auch mit der typischen Musik hinterlegt und kennzeichnen auch das Bild einer Stadt mit ihren vielen Hochhäusern und ihren Passanten.

Dieses Spiel kann man nicht verlieren oder gewinnen, es ist ein reines Unterhaltungsspiel für Mädchen.

Weiterführender Link

Stereotypisierung von Frauen in Computerspielen
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Pädagogische Beurteilung:

Die Spielerinnen haben in diesem Spiel minimale Anforderungen und sind daher keinem Stress ausgesetzt. Sie haben kein Zeitlimit und bestimmen ihr Spieltempo selbst. Es ist sehr gut für Anfänger geeignet, um den Umgang mit der Maus langsam zu erlernen. Ansonsten würde ich das Spiel als langweilig beschreiben.

Am Anfang der Geschichte werden kurz die Hauptfiguren vorgestellt und die Aufgabe erläutert. Im späteren Spielverlauf bestimmt der Spieler selbst den Ablauf des Spiels. Allerdings wird die Entscheidung der Spieler beim Herstellen neuer Modestücke nicht akzeptiert, wenn diese nicht den Vorstellungen der Spieleentwickler entsprechen.

Sehr mangelhaft ist bei diesem Spiel die Tatsache, dass eine Kommunikation mit anderen Teilnehmern ausgeschlossen ist und dass das Spiel die Mädchen dazu provoziert, nur auf das Äußerliche zu achten. Die Mädchen könnten das Gefühl bekommen, dass das Leben nur von der Mode, dem Ausgehen und der Partnersuche bestimmt ist. Das Klischee der naiven Mädchen wird hier aufrechterhalten, da die Spielfiguren diese Tatsache im Spiel vertreten

Die inhaltlichen Bezüge des Spiels mit der Realität der Lebenswelt der Mädchen sind etwas verzerrt. Zwar achten die meisten Mädchen auf ihr Äußeres, doch in dem Spiel ist diese Tatsache alleiniger Inhalt des Spiels. Die virtuelle Welt grenzt die Vorlieben von Mädchen nur auf das Party- und Einkaufen gehen ein. Durch dieses Spiel werden die Kinder dazu animiert sich auf Markenklamotten, Handys und Musik zu beschränken und diese Aspekte fest in ihr Leben zu integrieren. Die typische Haltung einer Konsumgesellschaft wird dadurch aufrechterhalten, was angesichts unserer wirtschaftlichen Lage teilweise sehr schwierig ist. Das Spiel könnte zur sozialen Ausgrenzung von Kindern, die sich nicht so kleiden können, animieren, allerdings können gerade diese hier auch ihre Wünsche in der Phantasie ausleben.

Das Wichtigste in Kürze:
• minimale Anforderungen an die Spieler
• Mädchen sein wird auf Stereotyp reduziert
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Siehe auch

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Bildnachweise

[1]Spielbar.de[2]Emme[3]dtp

1 Kommentar

Inessa Koschlakow, 26 schreibt:

An diesem Spiel gefällt mir die Tatsache, dass das Spiel für kleinere Mädchen gemacht worden ist, so für das Alter 7-12. Außerdem ist die Kreativität der Mädchen gefragt, beim Erstellen von eigenen Designs. Die zu diesem Zeitpunkt typische Lebenswelt der Mädchen ist in das gesamte Spiel integriert: Frage des Outfits, erste Liebe, tolle Musik und Einkaufen.

Das Spiel ist vom Schwierigkeitsgrad nicht schwer, daher ist es sehr gut für die Kleineren geeignet oder für die Anfängermädchen. Die Spielfiguren sind sehr leicht zu bedienen, aber auch in ihren Handlungen sehr eingeschränkt. Man hat nicht viele Auswahlmöglichkeiten und muss daher immer nur der Spielanleitung zu folgen. Daher wird das Spiel, meiner Meinung nach, nach einigen Durchgängen langweilig.

Um das Spiel zu bedienen zu können, muss man mit der Maus umgehen können, allerdings auch nur im Anfängerniveau. Mich hat das Spiel schnell gelangweilt, weil es keine Spannung oder Unvorgesehenes beinhaltet. Man weiß schon von vorn herein, was zu tun ist oder was jetzt folgt. Man bestimmt selbst das Tempo, ist also an kein Zeitlimit gebunden.

Das Spiel hat mit meiner Lebenswelt nichts zu tun und gehört daher auch nicht zu meiner Interessenlage. Aus diesem Spiel konnte ich auch nichts lernen, außer einigen coolen Ausspracheformulierungen, die die Mädchen in diesem Alter gebrauchen.

Das Spiel würde ich nur junge Mädchen empfehlen, die Computerspielen lernen möchten und langsam das Interesse aufs Einkaufen, Partys und Jungs bekommen, dies aber in der Realität nicht ausleben können. So können diese es wenigstens in der Phantasie erproben.

17.08.2004 um 18:08


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