Spielebeurteilung

Two Worlds

17.03.2011
Wie für Fantasy-Rollenspiele geradezu typisch, dreht sich auch in „Two Worlds" alles um den Gegensatz zwischen Gut und Böse in einer Welt voller Kämpfer, Magier und Götter. Die Spielenden schlüpfen in die Rolle des Helden, dessen Fähigkeiten sie im Laufe des Spiels kontinuierlich weiterentwickeln.
Mit „Two Worlds" gelangt man in eine Zeit, die durch Rivalitäten und Verrat geprägt ist. Im Königreich Cathalon riecht es wieder nach Krieg. Bereits vor tausenden von Jahren führte der dunkle Gott Aziraal Krieg gegen alle anderen Götter und versuchte mit seinen Horden jegliche Zivilisation zu zerstören. In einer gemeinsamen Anstrengung aller freien Völker konnte Aziraal schließlich besiegt werden. Sein Leichnam wurde begraben, auf dass er nie wieder zurückkehren kann.
Die Spielenden begeben sich in das Königreich Cathalon.
Die Spielenden begeben sich in das Königreich Cathalon.

Diese Ereignisse gehören schon lange der Vergangenheit an, als sich der Held des Spiels, ein Kopfgeldjäger, auf die Suche nach seiner entführten Schwester begibt. Die anfänglich harmlose Entführung entpuppt sich urplötzlich aber als Teil eines größeren, perfideren Plans dunkler Kräfte und verwickelt den Helden in einen Machtkampf längst vergessener Götter. Auf die Spielenden warten fortan verschiedene Aufgaben (Quests), die es zu bewältigen gilt.
Eine Entführung ist wesentlicher Bestandteil des Spiels.
Eine Entführung ist wesentlicher Bestandteil des Spiels.

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Pädagogische Beurteilung:

Two Worlds, ein Rollenspiel mit zwei Seiten

Die Steuerung von „Two Worlds“ ist vollständig auf freie Bewegung und Kämpfe ausgelegt. Sie ist vergleichbar mit der Steuerung von „Oblivion“. Die Kämpfe per Maus sind solide umgesetzt, doch das Aufheben von Gegenständen ist manchmal etwas problematisch.

Optisch kann „Two Worlds“ zwar nicht mit „Gothic 3“ mithalten, aber die Umgebung ist sehr schön und abwechslungsreich. Die Gegner und NPCs sind nett anzuschauen. Der dynamische Tag-Nacht-Wechsel ist in den verschiedenen Vegetationen eine willkommene Abwechslung. Doch auch wenn die Gegner gut anzusehen sind, ist es doch etwas schade, dass es keinerlei Variationen innerhalb eines Gegnertyps gibt. Außerdem ist die Animation der NPC-Münder (non-player character) innerhalb eines Gesprächs nicht annähernd synchron.

Im Bereich Audio ist anzumerken, dass das ganze Spiel deutsch synchronisiert ist und die Umgebung lebendig und umfassend erscheint. Die Hintergrundmusik ist passend und stimmungsvoll, ein großer Pluspunkt.

Die Story von „Two Worlds“ beginnt man als Kopfgeldjäger auf der Suche nach seiner Schwester. Nach und nach wird man immer mehr in größere Ereignisse verwickelt. Doch die Story bleibt geradlinig, entzieht sich jeder Beeinflussung durch den Spieler. Die undurchsichtige Entführung und die mysteriösen Entführer machen die Story aber durchgängig gerade so spannend, dass man weiterhin motiviert weiterspielt. Nebenbei kann der Spieler in verschiedene Nebenstorys eintauchen bei denen man Rivalitäten der Fürsten klären oder die verbotenen Nekromanten näher kennen lernen kann. Leider bleiben hier zum Beispiel die Schicksale der Zwerge, Elfen und Serpents völlig im Dunkeln. Außerdem fehlt für akribische Rollenspieler viel Hintergrundwissen über politische und geographische Verhältnisse.

Die Quests beschränken sich auf einfache Aufgaben wie Monster töten, Gegenstände befördern und NPCs befragen. Die Ziele werden automatisch auf der Minimap angezeigt, so dass man nicht viel nachdenken muss. Die Quests wiesen jedoch häufiger Bugs auf, weswegen manche Nebenquests nicht zu lösen waren.

Das Skillsystem ist denkbar einfach. Man verteilt Punkte in vier Grundwerten wie Stärke oder Intelligenz. Weiterhin investiert man in bestimmte Fertigkeiten, um zum Beispiel mehr Schaden im Nahkampf anzurichten, Gegnern mit dem Fuß Sand in die Augen zu wirbeln oder höhere Magiekreise zu erreichen. So bildet man den anfänglich ausgeglichen Charakter zu einem Kämpfer, Bogenschützen oder Magier aus. Etwas Besonderes ist der Erwerb von Zaubersprüchen, die wie in einem Kartenspiel gesammelt und verbessert werden können.

Fazit:

„Two Worlds“ ist ein solides Rollenpiel, das gut aussieht aber auch nicht mehr. Wer eine tiefgründige Story oder große Vielfalt sucht, sollte besser bei „Oblivion“ zugreifen.
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Siehe auch

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1 Kommentar

total verpLANt e.V. schreibt:

Two Worlds, ein Rollenspiel mit zwei Seiten

Die Steuerung von „Two Worlds“ ist vollständig auf freie Bewegung und Kämpfe ausgelegt. Sie ist vergleichbar mit der Steuerung von „Oblivion“. Die Kämpfe per Maus sind solide umgesetzt, doch das Aufheben von Gegenständen ist manchmal etwas problematisch.

Optisch kann „Two Worlds“ zwar nicht mit „Gothic 3“ mithalten, aber die Umgebung ist sehr schön und abwechslungsreich. Die Gegner und NPCs sind nett anzuschauen. Der dynamische Tag-Nacht-Wechsel ist in den verschiedenen Vegetationen eine willkommene Abwechslung. Doch auch wenn die Gegner gut anzusehen sind, ist es doch etwas schade, dass es keinerlei Variationen innerhalb eines Gegnertyps gibt. Außerdem ist die Animation der NPC-Münder (non-player character) innerhalb eines Gesprächs nicht annähernd synchron.

Im Bereich Audio ist anzumerken, dass das ganze Spiel deutsch synchronisiert ist und die Umgebung lebendig und umfassend erscheint. Die Hintergrundmusik ist passend und stimmungsvoll, ein großer Pluspunkt.

Die Story von „Two Worlds“ beginnt man als Kopfgeldjäger auf der Suche nach seiner Schwester. Nach und nach wird man immer mehr in größere Ereignisse verwickelt. Doch die Story bleibt geradlinig, entzieht sich jeder Beeinflussung durch den Spieler. Die undurchsichtige Entführung und die mysteriösen Entführer machen die Story aber durchgängig gerade so spannend, dass man weiterhin motiviert weiterspielt. Nebenbei kann der Spieler in verschiedene Nebenstorys eintauchen bei denen man Rivalitäten der Fürsten klären oder die verbotenen Nekromanten näher kennen lernen kann. Leider bleiben hier zum Beispiel die Schicksale der Zwerge, Elfen und Serpents völlig im Dunkeln. Außerdem fehlt für akribische Rollenspieler viel Hintergrundwissen über politische und geographische Verhältnisse.

Die Quests beschränken sich auf einfache Aufgaben wie Monster töten, Gegenstände befördern und NPCs befragen. Die Ziele werden automatisch auf der Minimap angezeigt, so dass man nicht viel nachdenken muss. Die Quests wiesen jedoch häufiger Bugs auf, weswegen manche Nebenquests nicht zu lösen waren.

Das Skillsystem ist denkbar einfach. Man verteilt Punkte in vier Grundwerten wie Stärke oder Intelligenz. Weiterhin investiert man in bestimmte Fertigkeiten, um zum Beispiel mehr Schaden im Nahkampf anzurichten, Gegnern mit dem Fuß Sand in die Augen zu wirbeln oder höhere Magiekreise zu erreichen. So bildet man den anfänglich ausgeglichen Charakter zu einem Kämpfer, Bogenschützen oder Magier aus. Etwas Besonderes ist der Erwerb von Zaubersprüchen, die wie in einem Kartenspiel gesammelt und verbessert werden können.

Fazit: „Two Worlds“ ist ein solides Rollenpiel, das gut aussieht aber auch nicht mehr. Wer eine tiefgründige Story oder große Vielfalt sucht, sollte besser bei „Oblivion“ zugreifen.

25.02.2008 um 17:42


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