spielbar-Jugendredaktion

Impulse und Neuheiten der kreativen Spielekultur

06.11.2018
Die Ausstellung der PLAY18 zeigt innovative Spiele, die sich mit der Gesellschaft und ihrem Wandel auseinandersetzen.
Rund um das Motto "Ready- Game- Change" baut sich das PLAY-Festival 2018 und die dazugehörige Ausstellung in der Barlach Halle K auf. In was für einer Gesellschaft wollen wir leben und wie können wir und auch Videospiele unser Zusammenleben vielleicht ein Stück verbessern? Diese und mehr Fragen wurden durch die diesjährige Ausstellung aufgegriffen.

Gesellschaftliche Probleme in Videospielen

In der Ausstellung soll es gemäß dem Motto um die Zukunft gehen, allerdings ohne futuristisches Design aufzugreifen, sondern um Themen anzusprechen, die die Zukunft betreffen und um die Möglichkeiten aufzuzeigen, das aktuelle Zusammenleben mit Videospielen zu verändern.

Dazu wurde die Ausstellung thematisch in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. Zu Anfang begegnen den Besuchern die Spiele, bei denen sie selbst das Spielen beeinflussen und verändern können. Bei Spielen wie der Microgame Factory von Papertronics geht es darum selbst aktiv zu werden und die Gestaltung im Spiel als Spielender zu übernehmen.

Segelbootepusten

Dann teilt sich die Ausstellung auch räumlich in zwei Abschnitte. In einer Hälfte werden Spiele ausgestellt, bei denen es darum geht etwas Neues zu erschaffen und Welten zu erstellen. Es werden Simulationen ausgestellt, die sich um die Gesellschaft drehen und dadurch Probleme des gemeinsamen Lebens thematisieren (Imagine Earth, Epistory).

Auf der anderen Seite der Ausstellung können Videospiele entdeckt werden, bei denen es darumgeht bereits bestehende Probleme zu thematisieren oder im Verlauf des Spiels Lösungen zu suchen. Hier sind uns Spiele begegnet, die sich mit Migration beschäftigen, mit Überbevölkerung, wie das Spiel Oddly Assorted oder mit dem Thema Brexit oder Rassismus (beispielsweise "My Child Lebensborn"). Auch der fehlende menschliche Kontakt im Alltag wurde thematisiert und mit der Installation"Symbio", die gleich zwei Awards verliehen bekam, in einem Spiel umgesetzt.

Fuir la guerra

Nachdem die Besucher dann die aktuellen Probleme und möglichen Lösungsansätze in Spielen betrachten und selbst erproben konnte, geht es weiter zum Ende der Ausstellung, wo beide Seiten wieder zusammenlaufen. Hier geht es um die Revolution als Gipfel der Veränderung und um Anarchie oder Revolution in Spielen.

Insgesamt hat die Ausstellung einen abwechslungsreichen Kern des Festivals gebildet, bei dem die Besucher selbst aktiv werden konnten und an den wiederum viele Angebote des Festivals angeschlossen wurden. Außerdem stellt dieser Programmpunkt eine spannende Form der Ausstellung dar, da interaktive Elemente mit künstlerischen verbunden werden, genauso wie digitale mit analogen Spielelementen einher gehen. Ein weiteres Argument des Festivals, dass dafür spricht, dass Videospiele Teil unserer Kultur geworden sind und mehr Funktionen erfüllen, als konsumiert zu werden.

The book ritual

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Dieser Artikel wurde verfasst von:
Josy Hohberg (22)

Bildnachweise

[1]Luis Fischer[2]Lukas Opheiden[3]Josy Hohberg[4]Josy Hohberg

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