spielbar-Jugendredaktion

Ist Virtual Reality das Gaming der Zukunft? – Eine Momentaufnahme

22.08.2018
Sich einen komischen Kasten aufsetzen und dann in eher schlechter als rechter Auflösung unbeweglich herumsitzen und virtuelle Welten begucken. So, oder so ähnlich wurden die Anfänge von Virtual Reality im Jahr 2012 bezeichnet, als das Startup Oculus VR seine neuartige Oculus Rift vorstellte und damit eine neue Ära der Virtual-Reality-Entwicklung, aber vielleicht auch eine neue Ära des Gamings einleitete. Seitdem hat sich viel getan und im Jahr 2018 scheint der Prozess der Entwicklung von Virtual Reality mit nie dagewesener Geschwindigkeit seinen Lauf zu nehmen. Immer mehr Publisher und Entwicklerstudios bieten Virtual Reality Kompatibilität in ihren Spielen an. So lassen sich bereits heute Klassiker wie Minecraft, aber auch Spiele wie War Thunder und sogar Flugsimulatoren wie X Plane mit verblüffend echter Grafik in einem noch realistischeren virtuellen Umfeld erleben. Auch Exklusiventwicklungen für VR Chat haben jetzt schon Kultstatus in der Gaming Community. Entwickler*innen der VR Brillen schließen sich dem Prozess an und arbeiten stetig an der Verbesserung ihrer Brillen für eine realistischere Erfahrung, indem zum Beispiel die Auflösung verbessert oder das sogenannte Field of View (FOV), also das Sichtfeld, das die Brille darstellen kann, vergrößert wird, um ein menschliches Maß zu erhalten.

Auch auf der gamescom hinterlässt diese Entwicklung Spuren. Alle, die sich minimal mit der Materie auseinandersetzen, kennen die ikonischen Bilder des Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf der gamescom 2017 bereits Virtual Reality ausprobiert haben. Im Jahr 2018, nur ein Jahr später, scheint Virtual Reality langsam eher Normalität als Ausnahme zu sein. So gibt es Stände, in denen bis zu acht Spieler*innen gleichzeitig kooperativ Aufgaben erledigen müssen oder sich aber auch bekämpfen können.

Überraschend ist ebenfalls die große Zahl der Indie-Entwickler*innen, die sich schnell in die Materie eingearbeitet haben und sechs Jahre nach der ersten Vorstellung der Oculus Rift teilweise alleine ganze Spiele mit Virtual Reality programmieren. So erzählt Wolfgang Tschauko, ein Indie-Entwickler des Spiels VR Giants, einem Jump And Run Spiel, bei dem ein Riese in Virtual Reality mit einem viel kleineren Spieler am PC kooperieren muss, um zum Ziel zu kommen, dass die „Arbeit mit Virtual Reality in den letzten Jahren immer einfacher und besser“ geworden sei. Er selbst beschäftige sich seit 4 Jahren mit Virtual Reality und der Entwicklung von Spielen mit Virtual Reality. Der Aussage, dass Virtual Reality den „normalen“ Gaming Markt in Zukunft vertreiben wird, erteilt Tschauko jedoch eine klare Absage: Er sehe Virtual Reality eher als „neue Branche, die in Zukunft erfolgreich sein wird“ und sich weniger als „Konkurrenz“ etablieren wird.
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Dieser Artikel wurde verfasst von:
Steven L. (17)

Bildnachweise

[1]Steven L.