spielbar-Jugendredaktion

Angespielt: Drone Swarm und im Gespräch mit dem Entwickler

22.08.2018
Im Rahmen der diesjährigen Gamescom hatte ich die Gelegenheit mit einem Entwickler des STILLALIVE Studios über ihr erstes eigenfinanziertes Videospiel, welches sie komplett eigens entwickeln, zu sprechen und es anzuspielen.

Was ist Drone Swarm?


Es handelt sich um das Spiel „Drone Swarm“, ein 2D Echtzeitstrategiespiel mit 3D Grafik, welches im Weltraum stattfindet. Das Besondere an diesem Titel sind die bis zu 32000 Drohnen, welche von dem Spieler gesteuert werden. Diese haben drei grundlegende Aktionsmöglichkeiten, welche über Schnelltasten anwählbar sind. Der erste Befehl ist eine Art Verteidigungsmauer, die aus den Drohnen selbst besteht. Sie hat den Zweck das Mutterschiff der Drohnen zu verteidigen. Falls es zerstört wird, ist das Spiel verloren. Eine Angriffsmöglichkeit bildet der 2. Befehl. Der Spieler zieht eine Line und die Drohnen attackieren das Ziel innerhalb des gekennzeichneten Bereichs. Die letzte Befehlsmöglichkeit veranlasst die Drohnen feindliche Raumschiffe aufeinander zu schleudern. Vielfalt wird dadurch geboten, indem die Befehlsaktionen, Drohnen oder das Mutterschiff im Forschungsbildschirm verbessert werden können. Das Spiel befindet sich aktuell noch in einem Alpha-Status, die Entwicklungszeit beträgt drei Jahre und es ist ein reines Singleplayer-Spiel.

Drohnen attackieren ein feindliches Schiff.


Im Gespräch mit dem Entwickler:


Interviewer: „Wird es einen Multiplayer geben?“
Entwickler: „Nein, es ist eine reine Singleplayer Kampagne.“
Bei dieser Aussage lässt sich jedoch anmerken, dass eine weitere Entwicklerin später hinzufügte, dass man einen Multiplayer prinzipiell machen möchte, allerdings sei in dieser Richtung noch nichts geplant.
Interviewer: „Wie lange arbeitet ihr bereits an dem Spiel und wie umfangreich ist ihr Studio?“
Entwickler: „Wir arbeiten ungefähr seit drei Jahren daran und sind 20 Mitarbeiter.“
Interviewer: „Wie lange wird die Spielerfahrung sein im Singleplayer?“
Entwickler: „Sie wird um die acht Stunden umfassen, allerdings ist das von der Spielweise abhängig.“
Interviewer: „Wann kann man mit der Veröffentlichung von Drone Swarm rechnen?“
Entwickler: „Das kann ich nicht genau sagen, aber wir hoffen, im nächsten Jahr fertig zu sein.“
Interviewer: „Auf welche Gefahren wird man in dem Spiel treffen?“
Entwickler: „Hauptsächlich sind drei verschiedene Rassen im Spiel integriert, welche ihre jeweils eigenen Technologien nutzen, um den Spieler anzugreifen, allerdings ist es ebenfalls möglich, friedlich mit einer Rasse umzugehen. Mit diesen kann man zum Beispiel handeln oder auch von ihnen eine Flotte zur Unterstützung in einem Kampf temporär erhalten. Durch das eingebaute Reputationssystem ist es nicht möglich sich mit allen Rassen zu verbünden.“
Interviewer: „Ist es möglich mit den sammelbaren Materialien aus Asteroiden und zerstörten Feinden seine Truppen zu verbessern?“
Entwickler: „Die Mineralien werden für den Handel und andere Ereignisse verwendet, aber seine primäre Funktion ist es, den Schaden des Mutterschiffes zu reparieren und neue Drohnen zu bauen. Die Systeme der Drohnen und die des Mutterschiffes lassen sich mit einer speziellen Ressource verbessern, es können dadurch zum Beispiel neue Manöver für die Drohnen freigeschaltet werden.“
Interviewer: „Ist es möglich die maximale Drohnenanzahl von 32000 zu erhöhen?“
Entwickler: „Nein, das ist die technische Limitierung, diese Anzahl ist bisher am verträglichsten für die Performance.“
Interviewer: „Was können sie mir noch über die implementierten Rassen sagen?“
Entwickler: „Es gibt verschiedene Fraktionen unter ihnen, welche auch untereinander Kriege führen. Man kann in diese auch eingreifen und für eine Seite Partei ergreifen, was einen großen Effekt auf die Beziehungen zu diesen Rassen hat.“

(Das Interview wurde verkürzt und aus dem Englischen übersetzt.)

Ein Raumschiff aus Drone Swarm.


Kurzreview


Als erfahrener Strategiespieler würde ich behaupten, dass „Drone Swarm“ im Vergleich zu den anderen Spielen aus diesem Genre vor allem eines bietet: eine innovative Abwechslung. Als Spieler wird man recht schnell herausgefordert, da das Taktieren der Drohnen in Echtzeit stattfindet und die KI-Gegner recht mobil sind. Zusätzlich besitzen die Drohnen ebenfalls eine extrem hohe Bewegungsgeschwindigkeit, wodurch eine hohe Spieldynamik gesichert ist und der Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht wird. Durch die grundlegenden Befehlsmöglichkeiten bieten sich genügend taktische Möglichkeiten, da die KI-Gegner verschiedene Schwachstellen aufweisen, wie Schilde, die nur eine Seite des Raumschiffes verteidigen. Diese Schiffe müssen dann umflogen werden, damit man wirksamen Schaden verursachen kann.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine neue Erfahrung war, welche viel Spaß machte und eine gute Atmosphäre bietet, die mit schönen und detaillierten Grafiken untermalt wird.
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Dieser Artikel wurde verfasst von:
Niclas R. (16)

Bildnachweise

[1]Public Domain, http://www.droneswarmgame.com/[2]Public Domain, http://www.droneswarmgame.com/[3]Public Domain, http://www.droneswarmgame.com/

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