spielbar-Jugendredaktion

Edge of Eternity – Mysteriöse Kristalle, Mutanten und ein innovatives, rundenbasiertes Kampfsystem

22.08.2018
Mysteriöse Kristalle, die in sämtlichen Farben des Regenbogens leuchten, liegen überall auf der Welt verstreut. Die meisten kennen die Welt nicht anders, aber hin und wieder trifft man als Spieler*in auf Personen, die behaupten, dass die Steine nicht schon immer Teil der Umwelt des Planeten Heryon waren. Wie genau diese Steine wirken, das ist nicht bekannt, aber sicher ist, dass diese sich nicht rein positiv auf die Umwelt auswirken, zumal allerorts Personen zu willenlosen Dämonen mutieren – es wird gemunkelt über die Zusammenhänge. Als die Held*innen plötzlich, auf der Suche nach einem Heilmittel, ein junges Mädchen treffen, welches zwar Anzeichen eines Mutanten besitzt, aber bei vollem Bewusstsein ist, ist die Überraschung groß und die Pforte in ein riesiges Abenteuer auf dem frei erkundbaren Planeten öffnet sich. Als interessante Randnotiz: Die zu erkundende Spielewelt ist tatsächlich gigantisch und misst 256km^2, was etwa dem Vierfachen der Welt von ToZ: Breath of the Wild entspricht. [1].

Aber soweit die Prämisse.

Das Indiestudio Midgar Studio ist nun seit etwa zweieinhalb Jahren in der Entwicklungsphase, doch wie der CEO des mit knapp 10 Mitarbeitern ausgestatteten Studios, Jeremy Zeler-Maury, uns anvertraute, ist die Idee schon seit mehr als 10 Jahren in der Mache. Ein besonderes Anliegen, so betonte er, sei es ein JRPG für ihre Generation zu entwerfen. Ein JRPG, welches sich nicht scheut, auch ernstere Themen anzusprechen und generell eher eine dunkle Atmosphäre besitzt. Das klingt doch soweit spannend. Wie genau sich dieser „erwachsenere“ Ton allerdings äußert, das bleibt abzuwarten.

Edge of Eternity Kampf
Im Kampf können die Charaktere auf dem Spielfeld bewegt werden, um taktische Vorteile zu erzielen.


Um sich den Gefahren zu stellen, bestreiten die Spieler*innen besagte Mainquest, welche sich aber, in typischer Open-World-JRPG-Manier, durch zahlreiche Sidequests entsprechend verlängern lässt. Außerdem müssen natürlich auch weitere klassische Elemente, wie z.B. ein Schmiedesystem oder die Möglichkeit, Fähigkeiten in Form von Kristallen auszurüsten, nicht gemisst werden.

Soweit so normal.

Wirklich interessant wird es vor allem, wenn das Kampfsystem genauer unter die Lupe genommen wird. Hierbei handelt es sich um ein rundenbasiertes Kampfsystem à la klassischem Final Fantasy, mit interessanten Neuerungen. Nicht nur wählen die Spieler*innen zwischen altbekannten Kommandos, wie Standardangriffen oder entsprechender Magie aus, auch die Charaktere werden auf einem gitterähnlichen Kampfschauplatz hin- und herbewegt, um sich so Schadensvorteile zu erhaschen. Ein Gegner, aber auch die eigenen Partymitglieder, erhalten mehr Schaden, sobald der Angriff aus dem Hinterhalt geschieht. Als weiteres Gameplay-Element kommen die angepriesenen Kristalle – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Spiel. Diese haben je nach Farbe unterschiedliche Effekte auf die Mitstreiter*innen und helfen beispielsweise durch Angriffs- oder Verteidigungsverstärkungen eine Schlacht für sich zu entscheiden. So spielt es allem Anschein nach tatsächlich eine Rolle, WO der Kampf gestartet wird, gegen die frei auf der Worldmap herumlaufenden Monster, zumindest, wenn man sich des Segens der mysteriösen Kristalle sicher wissen will.

Neben dem Kampfsystem hören sich auch die „Dynamic Events“, von denen Herr Zeler-Maury erzählte, nach einer spannenden Ergänzung für die klassische JRPG-Formel an. Er sprach beispielsweise von Banditenüberfällen, die zu jeder Zeit geschehen können und das Team in Bedrängnis bringen. Das Ziel sei es eine Welt zu schaffen, welche sich lebendig anfühlt und die Spieler*innen so in seinen Bann zieht.

Im Menü von Edge of Eternity haben Spieler*innen Überblick über die Charaktere und deren Eigenschaften und Ausrüstung.
Im Menü von Edge of Eternity haben Spieler*innen Überblick über die Charaktere und deren Eigenschaften und Ausrüstung.


Derzeit befindet sich das Spiel in der Alpha und wird am 29. November auf Steam in den Early Access übergehen. Die derzeit knapp 20 Stunden Spielzeit des ersten Kapitels werden im Laufe des Jahres immer weiter ergänzt werden, bis die Anzahl von 12 Kapiteln erreicht ist. Lächelnd versicherte Herr Zeler-Maury uns, dass nicht alle Kapitel eine Länge von 20 Stunden umfassen werden und dass die Erzähldichte der Geschichte mit Fortschreiten durch die Kapitel zunehmen wird.

Für alle Kenner außerdem als Zusatz: Der Composer ist Yasunori Mitsuda, ein alter Hase im Geschäft, welcher unter anderem bei dem hochgelobten Klassiker Chrono Trigger und dem relativ neuen Xenoblade Chronicles 2 mitgewirkt hat. Das, der angekündigte Ton des Spiels untermalt von der Musik dieses Großkalibers und die innovativen Twists im Kampfsystem, haben mich für meinen Teil sehr erwartungsvoll gestimmt. Schade nur, dass ich während der Demo aufgrund des Lärmpegels wenig von diesen Klängen hören konnte.

[1] https://www.gamepro.de/artikel/zelda-breath-of-the-wild-vs-skyrim-co-map-groesse-im-vergleich,3313208.html, Zugriff 22.08.2018.
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Dieser Artikel wurde verfasst von:
David H. (21)

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