Spielebeurteilung

Landwirtschafts-Simulator 17

09.12.2016
Felder bestellen, Tiere züchten und die Ernte verkaufen. Der Landwirtschafts-Simulator 17 geht in die nächste Runde. Viele ungewohnte Herausforderungen warten auf Spielende. Obwohl auf Action und Gewalt verzichtet wird, entsteht eine Anziehungskraft. Aber welche Spielerpersönlichkeit spricht das Spiel an?
„Um Kartoffeln zu ernten musst du erst das Kraut schlegeln und danach die Kartoffeln im Kartoffelernter ausgraben.“ So lautet einer der vielen Spieltipps während des Ladebildschirms. Als Bauer oder Bäuerin im Landwirtschafts-Simulator 17 müssen Spielende mit den richtigen Geräten und Methoden die verschiedenen Felder auf der Spielkarte beackern. Denn das Ziel ist es, einen Bauernhof erfolgreich zu bewirtschaften und damit Geld zu verdienen. Dafür gibt es über 200 Fahrzeuge samt Zubehör von echten Marken. Diese wurden für das Spiel extra nachgebildet.
Im Handel können immer wieder neue Geräte erworben werden. Manchmal gibt es Spezialangebote.
Spielende können sich im zeitlich unbegrenzten Karrieremodus vielen Herausforderungen stellen, die auf einem erfolgreichen Bauernhof gemeistert werden müssen. Fahrzeuge müssen getankt werden, Felder gilt es zu düngen und Tiere benötigen Nahrung. Finanziert werden diese durch den Verkauf der landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Neben dem Verkauf der geernteten Güter kann auch Tierhaltung und Forstwirtschaft zu Profit führen.
Hier findet gerade die Getreideernte statt.

Zusätzlich zum Karrieremodus, der offline gespielt wird, gibt es auch einen Onlinemodus mit bis zu 16 Teilnehmenden. Hier kann man zusammen auf der Spielkarte Landwirtschaft betreiben. Im Tutorial sind zuvor wichtige Grundlagen erlernbar. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Mods von der Community , die das Spiel um weitere Gegenstände erweitern.

Die Steuerung funktioniert auf dem PC wahlweise mit Maus und Tastatur, als auch mit Xbox One- Controllern. Hauptsächlich werden Fahrzeuge und Geräte gesteuert, um Felder zu bearbeiten, Tierfutter zu mischen und zwischen verschiedenen Orten hin und her zu fahren.
Spielende können mit dem Zug durch die Gegend fahren und Güter transportieren.
Gegenüber dem Vorgänger gibt es keine großen Änderungen im Spielprinzip, aber dafür neue Fahrzeuge, Pflanzen und Funktionen. Die Grafik versucht eine ländliche Spielwelt detailliert darzustellen. Das Spiel ist in der deutschen Sprache erhältlich.
David Koch
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Bildnachweis

[1]Screenshot, Astragon Software[2]Screenshot, Astragon Software[3]Screenshot, Astragon Software[4]Screenshot, Astragon Software

Pädagogische Beurteilung:

Wer denkt, dass so ein Simulationsspiel auf dem PC neben Erfolgsschlagern wie Battlefield 1 oder Die Sims 4 ein Schattendasein fristet, der wird eines Besseren belehrt. Denn der Landwirtschafts-Simulator 17 ist in den aktuellen Verkaufscharts weit oben, wie auch die Vorgänger. Dabei wird auf Action und Gewalt im Spiel verzichtet. Es ist nicht einmal möglich, Menschen mit Traktoren zu verletzen. Dagegen kann das Führen des Bauernhofes an sich reizvoll sein.

Es gibt immer etwas zu tun, aber nicht jeder Spielerpersönlichkeit sagen die Tätigkeiten zu. Der Landwirtschats-Simulator 17 ist eher interessant für Spielende, die sich für Technik interessieren und gerne Autos und Traktoren steuern. Auch die vielen Freiheiten und die Natur im Spiel können anziehend wirken. Wann welches Feld bewirtschaftet wird und ob beispielsweise Tiere gehalten werden sollen oder nicht, schreibt niemand vor. Damit kann der ruhig gelegene, virtuelle Bauernhof ein Kontrastprogramm zu einem stressigen, realen Alltag sein.

Der Landwirtschafts-Simulator 17 vermittelt zudem Wissen über die Arbeit auf dem Land. Mit Fachwörtern und unbekannten Geräten wie dem Schwader oder dem Striegel werden Spielende nicht verschont. Durch alle diese Details taucht man schnell in die Spielwelt ein und für eine kurze Zeit wird man tatsächlich fast zum Landwirt beziehungsweise zur Landwirtin.

Besonders für Kinder ab 10 Jahren können die landwirtschaftlichen Herausforderungen neu und interessant sein. Das Steuern der Fahrzeuge ist auch nicht kompliziert. Jedoch dauert es lange, bis das Spielprinzip vollständig beherrscht wird. Diese Zeit muss man bereit sein aufzuwenden. Anderenfalls wird man wenig Spaß an dem Spiel haben.

Der Landwirtschafts-Simulator 2017 erscheint nämlich zuerst durchaus komplex und undurchsichtig. Im Karrieremodus müssen Spielende genau wissen, wie sie sich richtig um ihre Felder, Tiere und Fahrzeuge kümmern. Womit lässt sich Geld verdienen? Wo kommt der Dünger her? Welche Geräte sind gerade im Angebot und günstig zu erwerben? Da den Überblick zu behalten, erfordert Zeit und Ausdauer. Grundlagen können allerdings zuvor im Tutorial erlernt werden. Nach einer Unterweisung im Schlegeln, Grubben und Pflügen wird es mit der Zeit einfacher, den Bauernhof richtig zu bewirtschaften. Auch die Navigation auf der großen Karte fällt immer leichter. Im Onlinemodus kommt die Herausforderung hinzu, mit den anderen Spielenden zu kooperieren.

Fazit:

Der Landwirtschafts-Simulator 17 ist eine einzigartige Spielerfahrung, in der Freiheit, Naturnähe und Traktoren aller Art eine anziehende Wirkung entfalten können – vorausgesetzt man mag diese Art der Entschleunigung. Trotzdem ist auch Geduld gefragt. Aufgrund dessen und der Komplexität des Spiels eignet sich der Landwirtschafts-Simulator erst ab 10 Jahren.
David Koch
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1 Kommentar

Leon, 12 Jahre, Spieletester Greifswald schreibt:

Das Spiel gefällt mir persönlich sehr gut, weil es sehr gut läuft gut und es hat keine Macken. Was mir nicht gefällt ist, dass man mit der Hauptfigur nicht reden kann. Man darf wenn man Weizen anpflanzt diesen nicht sterben lassen. Was ich blöd finde ist halt wenn man gegen ein Auto fährt, dass der Traktor zurückprallt und nicht das Auto. Man muss halt wenn man Bäume absägt diese wieder neu anpflanzen damit sie wieder neu wachsen können. Ich würde es Kindern und Jugendlichen weiterempfehlen, weil es echt Spaß macht und ein guter Zeitvertreib ist.

23.02.2017 um 15:47


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