Spielebeurteilung

Star Fox Zero

29.04.2016
Im Wii -U-Spiel Star Fox Zero gilt es als Kampfpilot Fox McCloud das Sonnensystem Lylat vor Bösewicht Andross zu retten. Dafür muss man gegnerische Raumschiffe abschießen, Asteroiden ausweichen, Endbosse besiegen – und zunächst einmal die ungewöhnliche Steuerung meistern.

Star Fox Zero folgt der Geschichte des Kampfpiloten Fox McCloud, der zusammen mit seinen Teamkameraden Peppy Hare, Falco Lombardi und Slippy Toad das Star-Fox-Geschwader bildet. Als der verrückte Professor Andross das Sonnensystem Lylat angreift, liegt es an Fox McCloud und seinen Freunden die übermächtigen Truppen aufhalten. Star Fox Zero folgt damit der Geschichte seines Vorgängers Star Fox: Lylat Wars von 1997 und versteht sich als Neuauflage des Nintendo-64-Spiels.

In Star Fox Zero kämpft man nicht allein, an Fox McCoulds Seite stehen seine Teamkameraden, die per Funk in Kontakt bleiben – und manchmal Hilfe benötigen.
Aufgabe ist es, Fox McCloud in seinem Raumschiff durch verschiedene Missionen zu steuern und gegnerische Einheiten zu zerstören. In manchen Sequenzen bewegt sich dabei das Raumschiff automatisch und die Spielenden konzentrieren sich vor allem auf das Schießen. In anderen Gebieten kann man sich wiederum frei bewegen. Jede Mission führt auf einen anderen Planeten des Sonnensystems Lylat, als Kulisse dienen Schneelandschaften, Wüstenplaneten, futuristische Städte und natürlich das Weltall.

Während man auf dem Hauptbildschirm das Raumschiff aus der Third-Person-Perspektive sieht und lenkt…
Gesteuert wird Star Fox Zero mit dem Gamepad der Wii U. Während der Hauptbildschirm das Raumschiff aus einer Third-Person-Perspektive zeigt, erhält man auf dem Bildschirm des Pads die Innenansicht des Cockpits. Mittels Bewegungssteuerung kann man sich in diesem umschauen und zielen. Der linke Stick des Gamepads dient zum Lenken des Raumschiffs, mit dem rechten beschleunigt oder bremst man. Um Star Fox Zero zu spielen, müssen also beide Bildschirme im Blick behalten werden. In manchen Passagen kann man außerdem das Raumschiff in einen laufenden Roboter oder in ein Flugzeug umwandeln. Die Steuerung funktioniert hier auf ähnliche Weise.

…zeigt der Bildschirm des Gamepads die Cockpitansicht und dient so dem Zielen.
In Star Fox Zero gibt es einen lokalen Koop-Modus , in dem eine Person die Lenkung des Raumschiffs, die andere das Zielen und Schießen übernimmt. Dafür benötigt die zweite Person einen sogenannten Classic-Controller oder schließt einen Nunchuk-Controller an die Wii-Fernbedienung an. Einen Online-Multiplayer -Modus gibt es dagegen nicht. Scannt man mit dem Gamepad die amiibo-Figuren von Fox McCloud oder Falco Lombardi ein, schaltet man zusätzliche Raumschiffe frei. Die Texte sind alle auf Deutsch übersetzt und vertont.

Bildnachweis

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Pädagogische Beurteilung:

Was an Star Fox Zero besonders auffällt, ist die ungewöhnliche Steuerung. Da diese auch den Bildschirm des Gamepads einbezieht, wandert der Blick ständig zwischen dem Haupt- und dem Gamepad-Bildschirm hin und her. Dies fällt trotz Tutorials zu Beginn Neulingen genauso wie erfahrenden Spielenden schwer und erfordert eine lange Eingewöhnungszeit. Abhilfe schafft hier der Koop-Modus, in dem sich jeweils eine Person auf nur einen Bildschirm konzentrieren muss. Um in die Steuerung hineinzufinden, bietet es sich daher an, Star Fox Zero erst einmal zu zweit auszuprobieren.

Star Fox Zero erfordert Geduld, sich in ein ungewöhnliches Spielprinzip einzuarbeiten – sonst kann schnell Frust aufkommen. Die ersten Missionen sind zwar noch vergleichsweise einfach, dennoch verlangt der abwechselnde Blick zwischen beiden Bildschirmen viel Konzentration. Auch Motorik und Geschick sind gefragt, um das Raumschiff durch die gegnerischen Truppen und andere Hindernisse zu manövrieren.

Sind die ersten Stolpersteine überwunden, sorgen die abwechslungsreichen, spannenden Kämpfe für viel Spielspaß. Star Fox Zero gelingt es auch ohne Multiplayer-Funktion das Gefühl zu erzeugen, mit Peppy, Falco und Co. ein lebhaftes Team zu bilden. Die computergesteuerten Figuren stehen mit den Spielenden über Funk stets in Kontakt, um Warnungen und Tipps zu geben, zum Beispiel wenn sich ein Gegner von hinten anschleicht, aber auch um nach Unterstützung zu bitten. Die Teamkameraden besitzen nämlich eine eigene Energieleiste. Geht diese auf null, scheidet die jeweilige Figur aus der Mission aus.

Kämpfen steht bei Star Fox Zero im Vordergrund. Eine friedliche Lösung, die Missionen zu beenden, wird nicht angeboten. Das Kampfgeschehen erfolgt allerdings sehr abstrakt – man schießt nie direkt auf Figuren, sondern auf Raumschiffe oder mechanische Roboter, die sich in Qualm auflösen, wenn sie besiegt sind. Personen kommen in der Regel nicht zu Schaden.

Fazit:

Hat man in die ungewöhnliche Steuerung von Star Fox Zero hineingefunden, bietet das Spiel spannende Weltraumschießereien, die dank des bunten, von sprechenden Tieren bewohnten Settings, auch für jüngere Spielende ab 12 Jahren geeignet sind.
Sarah Pützer
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