Spielebeurteilung

Super Mario Maker

29.10.2015
Als kreativer Baukasten für Tüftlerinnen und Tüftler bietet der Super Mario Maker das, was sich Mario-Fans schon lange gewünscht haben: Ein Spiel, in dem sie ihre eigenen Level entwickeln können. Dank Onlinemodus kann man diese auch mit Spielenden auf der ganzen Welt teilen. Mit beeindruckenden Ergebnissen.

Die Geschichte um den Klempner Mario, der auf der Suche nach Dauerfreundin Prinzessin Peach durch verschiedene Welten hüpft, ist mittlerweile stolze 30 Jahre alt. Grund zu feiern, dachte sich Nintendo, und veröffentlichte zum Jubiläum den Super Mario Maker. Mit diesem kann man nicht nur Level spielen, sondern auch selbst erstellen.

Im „Super Mario Maker“ kann man sein eigenes Mario-Level erstellen. Dafür ist Kreativität und logisches Denken gefragt. Der virtuelle Baukasten überzeugte in der Kategorie „Games für Jugendliche“.
In einem Level-Editor wählt man aus den typischen Mario-Elementen aus, wie quadratische Boxen, Fragezeichenwürfeln, Pilzen, Röhren und Gegnern, und bearbeitet so vom Spiel vorgegebene Level oder kreiert ein komplett eigenes. Man wählt dafür einfach mit dem Touchpen auf dem Bildschirm des Gamepads ein beliebiges Element aus und klickt auf die Stellen im Level, auf denen man das Bauelement platzieren möchte.

Nicht alle Elemente sind von Beginn an verfügbar, sie werden nach und nach freigeschaltet. Ist das Level fertig und hat man es einmal durchgespielt, kann man es anschließend für andere Nutzerinnen und Nutzer zum Download bereitstellen – oder selbst Level der anderen ausprobieren. Wie bei einer Online-Community können diese gegenseitig bewertet oder kommentiert werden.

Ob mit Kästchen lustige Bilder malen… (Bild Nintendo)


… oder eine knifflige Kanonenkugel-Treppe bauen – im Super Mario Maker sind keine Grenzen gesetzt.
Neben dem Level-Editor-Modus und dem Onlinemodus gibt es auch die „10 Mario Challenge“. Hier können von Nintendo angefertigte Beispiellevel gespielt werden. Analog dazu gibt es im Onlinemodus auch eine „100 Mario Challenge“. In dieser spielt man Level anderer Personen, die zufällig ausgewählt werden. Besitzt man eine amiibo-Figur, kann man diese in das Spiel integrieren und zum Beispiel einen Kirby- oder Yoshi-Pilz einbauen. Mit dessen Hilfe verwandelt man sich in die jeweilige Spielfigur.

Bildnachweis

[1]Nintendo[2]Nintendo

Pädagogische Beurteilung:

Mario hüpft über Blöcke, springt auf Gegner – und landet schließlich an einem Graben, der viel zu breit ist, um darüber zu springen. Ein Textfeld erscheint: „Ups! Dieses Level scheint noch nicht fertig zu sein… Vielleicht kannst du dem Baumeister bei der Vollendung helfen?“ – so startet der Super Mario Maker und nimmt direkt von Anfang an die Spielenden an die Hand. Zunächst baut man nach Anleitung besagtes Level zu Ende und lernt die grundlegende Steuerung. Bestens vorbereitet kann man dann der Kreativität freien Lauf lassen.

Zu Beginn sind nur wenige Elemente freigeschaltet, sodass man sich mit dem Prinzip hinter dem Super Mario Maker leicht vertraut machen kann. Bleiben doch noch Fragen offen, gibt es im Menü eine liebevoll gestaltete Anleitung zum Spiel, die nicht nur für Anfänger, sondern auch für Profis den einen oder anderen Tipp bereithält. Aber was kann man überhaupt alles bauen? Inspiration liefern zum einen die Nintendo-eigenen Level, die oft viele witzige Ideen bereitstellen – oder die vielen Community-Level.

Im Teilen der eigenen Kreationen mit Freunden oder der Community liegt auch der Reiz am Super Mario Maker – denn wer möchte schon seine tollen Level nur für sich behalten? Dabei ist es faszinierend, wie vielfältig, witzig und überaus kreativ diese sein können. Ob besonders knifflige Herausforderungen, „Troll“-Level, in denen viele Fallen eingebaut sind, oder solche Level, in denen man sich gar nicht bewegen muss und durch raffinierte Tricks automatisch zum Ziel geführt wird – beim Super Mario Maker scheint alles möglich.

Der Super Mario Maker zeigt sich so als Baukasten für kreative Tüftlerinnen und Tüftler. Aber auch, wer lieber die Level spielt, statt sie zu bauen, kommt dank der großen Auswahl auf seine Kosten. Mario-Fans sowie Neulinge können dank dem leichten Einstieg im Handumdrehen drauflos bauen. Viele von der Community erstellten Level erweisen sich als ganz schön kniffelig, sodass geübtere Spielende hier im Vorteil sind.

Das Spiel hat auch medienpädagogisches Potential. Mit dem Super Mario Maker lässt sich leicht hinter den Aufbau eines Jump’n’Run blicken – wie baut man ein Level, das Spaß macht, aber gleichzeitig auch fordert? Eine Aufgabe, für die logisches Denken und Kreativität gefragt ist.

Fazit:

Durch die Mischung aus Community-Level, eigene Level und Level von Nintendo bleibt der Super Mario Maker immer abwechslungsreich – ein „Durchspielen“ im eigentlichen Sinne ist nicht möglich. So büßt das Spiel nicht an Spielspaß ein und lässt als Kreativbaukasten Jump’n’Run-Herzen ab 6 Jahren höher schlagen.
Sarah Pützer
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