Spielebeurteilung

Fallout Shelter

26.10.2015
Fallout Shelter hat bis auf den Namen nichts mit dem so erfolgreichen Ego-Shooter -Bruder gemeinsam. Vielmehr handelt es sich um ein Simulationsspiel für unterwegs. Das Mobile Game ist Free2Play und sorgt auch ohne Inanspruchnahme der In-App-Käufe für langanhaltenden Spielspaß.

Ein bekanntes und oft verwendetes Szenario: Die Erde, so wie wir sie kennen, existiert nicht mehr und nun muss eine neue Gesellschaft aufgebaut werden. In "Fallout Shelter" soll ein Bunker mit modernster Technik, dazu gehören Wasseraufbereitung, Generatoren oder Labore, die allesheilende Medikamente herstellen, aufgebaut werden, um eine glückliche und vor allem arbeitende Bevölkerung „heranzuzüchten“.

Ziel in Fallout Shelter ist es, einen Bunker zu bauen, und dafür zu sorgen, dass es den Bewohnern darin gut geht…


Fallout Shelter Bevölkerung
… und so für Nachwuchs zu sorgen. (Bild: Bethesda Softworks)

Allerdings gibt es auch noch die Welt außerhalb des Bunkers – das sogenannte Ödland. Von dort kommen auch die ersten Bewohner in den Bunker. Diese können dann entsprechend ihrer S.P.E.C.I.A.L-Attribute (spezielle Fähigkeiten wie hohe Stärke, gute Ausdauer oder besonderes Charisma) den verschiedenen Räumen zugeordnet werden, um dort zu arbeiten. Um an weitere Bewohner zu kommen, können diese auch Babys zeugen, welche schnell zu arbeitsfähigen Erwachsenen heranwachsen.

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin verfügt über unterschiedliche S.P.E.C.I.A.L-Attribute und eignet sich daher für ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche.
Die überlebenswichtigen Dinge, wie Essen, Trinken oder Energie, werden in sogenannte „Ressourcen“ unterteilt, die man nach gewisser Zeit (1-4 Minuten) einsammeln kann. Haben die Bewohner nicht genug davon, sinkt die Zufriedenheit und sie können sterben. Durch Kronkorken, die Währung im Spiel, können die toten Bewohner jedoch wieder zurück ins Leben geholt werden. Wenn man Ressourcen einsammelt, Erfolge beendet oder Bewohner zur Erkundung ins Ödland schickt, erhält man neue Kronkorken.

Das Vault (der Bunker) kann auch durch sogenannte Raider oder verschiedene fiktive Fabelwesen angegriffen werden, die Verteidigung erfolgt hier durch Waffen, die man im Spiel erhält. "Fallout Shelter" selbst ist im 2D Comiclook gehalten und verzichtet auf Gewaltdarstellungen. Der Spieler selbst übernimmt die Rolle des sogenannten „Aufsehers“ und verwaltet den Vault. Die einzelnen Bewohner zu spielen oder in ihre Rolle zu schlüpfen ist nicht möglich.
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Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweis

[1]Screenshot Fallout Shelter[2]Screenshot Fallout Shelter

Pädagogische Beurteilung:

Diese Beurteilung wurde von einem jugendlichen Tester verfasst und durch die Redaktion ergänzt.

Eher süß und sympathisch
Im Spiel geht es vor allem um eine glückliche und zusammenhaltende Gesellschaft, weswegen auch keine Beleidigungen oder Streitereien zwischen den Bewohnern des Bunkers existieren. Auch auf sexuelle Darstellungen wird verzichtet - wenn 2 Charaktere ein Kind zeugen, verschwinden diese einfach in einen nicht einsehbaren Raum und für den Spieler sind nur grüne Smileys zu sehen. Sollte ein Bewohner sterben, liegt dieser einfach mit 2 Kreuzen über den Augen am Boden. Dies ist zwar kein schöner Anblick und die Bewohner verlieren auch Zufriedenheit und trauern, allerdings wird kein Blut oder ähnliches gezeigt.
Kommt es zu einem Angriff des Vault, sind die Bewohner mit Waffen ausgerüstet und schießen diese auf den jeweiligen Angreifer. Aber auch hier verzichtet das Spiel auf gewalthaltige Darstellungen, nur bei manchen Fabelwesen fließt eine grüne Flüssigkeit, die wohl Blut suggerieren soll. Die Angreifer sterben aber genauso unspektakulär und undetailliert wie die Bewohner des Vaults.
Die App hat, bis auf den Namen, nichts mit dem so erfolgreichen großen Ego-Shooter Bruder gemeinsam. "Fallout Shelter" wirkt viel mehr wie ein Animationsfilm, den man selber steuern darf.

Zusatzkäufe und Spielzeiten
Nun gibt es auch hier die bekannten In-App-Käufe, also die Möglichkeit, sich für echtes Geld einen Vorteil zu erkaufe. Diese wurden aber im Vergleich zu anderen Spielen dieser Art äußerst gering gehalten. Dafür wurde das Spiel auch von Seiten der Spieler gelobt, da es möglich ist, ohne Kaufinhalte voranzukommen. Dennoch sollte das Thema mit den Kindern abgesprochen werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Auch muss man in diesem Spiel nicht jede Stunde aktiv sein, wie es bei vielen Spielen dieser Art der Fall ist. Das Spielgeschehen läuft nach Schließen der App noch ca. 5 Minuten weiter, dann wird alles angehalten, zum Beispiel der Verlust der Ressourcen. Auch die Benachrichtigungen oder Push-Mitteilungen halten sich in Grenzen, wodurch der Titel zwar Lust bietet weiterzuspielen, den Spieler jedoch nicht negativ drängt.

Alltag eines Aufsehers
"Fallout Shelter" ist eine Simulation, in der logisches Denken gefordert wird. Beispielsweise macht ein Bewohner mit hoher Stärke bei der Stromproduktion mehr Sinn als bei der Wasseraufbereitung. Der Spieler muss also stets abwägen, welche Entscheidung besonders vorteilhaft ist. Auch Krisen (zum Beispiel eine Wasserknappheit) wollen gemanagt werden, was auch schon mal stressig werden kann. Gemeinsam mit dem apokalyptischen Setting kann die Spielmechanik daher für jüngere Spieler schnell überfordern sein.

Fazit:

Das Spiel erinnert vom Aussehen mehr an einen Animationsfilm. Wichtige Werte wie ein gutes Gemeinschaftsgefühl oder Arbeit als Erfolg und Selbstverwirklichung im Leben werden vermittelt. Waffengewalt tritt nur zur eigenen Verteidigung und auch sehr undetailliert sowie unbedeutend auf. Gewalt wird nicht als Mittel zum Zweck gesehen und auch nicht so dargestellt. Sexuelle Handlungen dienen dem Überlebenstrieb der Menschen und werden nicht dargestellt (ähnliche wie bei "Die Sims").
Trotz allem ist das Spiel eher etwas für ältere Spieler, da logisches Denken vermehrt gefordert wird und der Spieler viel organisieren muss. Manchmal müssen mehrere Aktionen gleichzeitig ausgeführt oder beendet werden, so kann es auch mal stressiger werden. Alles in allem ist "Fallout Shelter" eine gelungene Simulations-App aus dem Hause Bethesda, die langen und packenden Spielspaß auch ohne In-App-Käufe verspricht.
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