Spielebeurteilung

Invisible, Inc.

14.08.2015
Das Indie-Spiel Invisible, Inc. gibt dem Agentengenre einen neuen Anstrich. Statt einem actionlastigen Shooter, wartet hier auf die Spielenden ein forderndes Strategiespiel , in dem sie zwei Agenten unerkannt durch ein Gebäude führen müssen. Der hohe Schwierigkeitsgrad kann aber auch frustrieren.

Dass Geheimagenten oft eine gute Videospielvorlage hergeben, haben andere Titel, vorwiegend Shooter, bereits bewiesen. "Invisible, Inc." gibt dem Ganzen einen taktischen, neuen Anstrich. Hier gilt es mehrere Agenten aus der Vogelperspektive durch einen schwer bewachten Häuserkomplex zu steuern. Dabei besitzt jede Figur nur eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten, so dass jeder Schritt sorgfältig geplant werden muss.

Zu Beginn startet man mit zwei Agenten, die in einem Raum abgesetzt werden. Sie müssen das Gebäude erkunden, Ziele erfüllen und dem Sicherheitspersonal ausweichen.  
So weit, so typisch für das Genre . Das Besondere an "Invisible, Inc." ist das hochkomplexe Spielsystem, dass besonders auf hohen Schwierigkeitsgraden keinen Fehler verzeiht und den Spieler für jeden unüberlegten Zug hart bestraft. Hier werden also vor allem fortgeschrittene Spieler gefordert.

Jede Figur besitzt nur eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten pro Runde.


Jeder Zug muss daher gut geplant sein. Fehler werden sofort bestraft.

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Bildnachweis

[1]Klei Entertainment[2]Klei Entertainment[3]Klei Entertainment

Pädagogische Beurteilung:

Leichter Einstieg…

Zu Beginn gilt es, eine Geheimorganisation zum früheren Erfolg zu führen. Dazu steht ein Tutorial zu Verfügung, das die Grundlagen des Spiels kurz erklärt. Daraufhin werden die Spieler direkt von einer schön anzusehenden Zwischensequenz in Zeichentrickoptik begrüßt, die in die Geschichte rund um die namensgebende "Invisible, Inc." einführt. Die Level sind zufallsgeneriert, bieten also immer neue Herausforderungen.

…hartes Spiel

Man startet mit zwei Agenten, die in einem Raum abgesetzt werden. Diese müssen daraufhin nach und nach das gesamte Gebäude erkunden, verschiedene Ziele erfüllen und sich an Überwachungskameras und Sicherheitspersonal vorbeischleichen. Dabei sind vor allem die Wachen eine richtige Gefahr. Erspähen sie die Agenten zuerst, sind diese oft bereits nach einem Schlag tot. Und das für den gesamten Spielverlauf. Auf niedrigen Schwierigkeitsgraden ist es zwar möglich, zurückzuspulen und damit den letzten Zug erneut zu planen, je härter man allerdings das Spiel einstellt, desto weniger Fehler werden vergeben. So fällt die „Rewind“-Funktion weg und die Agenten werden schneller entdeckt. Das kann besonders bei jüngeren Spielern zu Frustmomenten führen. Allerdings ist das Spiel auf seine Weise auch relativ fair. Verhalten sich die Spieler geschickt, überdenken jede Aktion der Agenten genau und wägen Gefahrenpotentiale gut ab, so stellt der Titel für erfahrene Spieler keine große Herausforderung mehr dar.

Audiovisuelle Darstellung

Die Grafik ist in charmanter Comic-2D-Optik gehalten und kann mit schön gezeichneten Charakteren und Gegenständen sofort überzeugen. Dafür gibt es weder deutsche Texte, noch eine deutsche Sprachausgabe. Spieler, die dem Englischen mächtig sind, werden dafür mit einer hervorragenden Synchronisation belohnt.

» Die ganze pädagogische Beurteilung beim Spieleratgeber NRW lesen

Fazit:

Insgesamt handelt es sich bei dem Titel um ein sehr forderndes Strategie-Spiel, das aber für Freunde des Genres einiges an Spaß und Spannung bietet. Jüngere Spieler sollten jedoch vom Kauf absehen. Zum einen sind erweiterte Englischkenntnisse nicht nur von Vorteil, sondern gehören zu den Voraussetzungen, um das Spiel zu begreifen. Dazu kommt das immens fordernde Gameplay mit hohem Frustrationspotenzial. Geeignet ist Invisible, Inc. daher für Spieler ab etwa 14 Jahren.
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Siehe auch

Independent Games

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