Spielebeurteilung

Call of Champions

13.10.2015
MOBAs liegen im Trend. Doch mit einer Spielzeit zwischen 15 und 60 Minuten pro Runde sind sie nichts für zwischendurch. Call of Champions ist da anders. Die Runden dauern maximal fünf Minuten. Aufgrund des einfachen Spieleinstiegs auch optimal für Neulinge des Genres.

Unter dem Begriff MOBA (Abkürzung für Multiplayer Online Battle Area) sind in den vergangenen Jahren einige Spieletitel auf den Markt gekommen. Bekanntester Vertreter sind sicherlich Dota und League of Legends. Für mobile Geräte ist nun ein neues MOBA erschienen, das sich vor allem in einem Punkt unterscheidet: Die Spielrunden sind auf fünf Minuten begrenzt.

Derzeit gibt es insgesamt 17 Champions, drei davon sind zu Spielbeginn freigeschaltet. Weitere Charaktere können im Laufe des Spiels käuflich erworben oder freigeschaltet werden.
Doch zunächst zu den grundlegenden Informationen: Wie für MOBAs üblich treten auch in Call of the Champions in jeder Runde zwei Teams – hier Team Rot und Team Blau – mit je drei Champions gegeneinander an. Sie starten zu Rundenbeginn an entgegengesetzten Positionen der Arena in der jeweiligen Basis. Man selbst schlüpft in die Rolle einer dieser Champions. Die Wahl des Champions erfolgt individuell.
Es gibt zwei Bahnen am Rand des Spielfeldes, die von der eigenen zur gegnerischen Basis führen. Auf jeder Bahn sind pro Team zwei Geschütztürme platziert. Ziel ist es, die gegnerischen Geschütztürme zu zerstören, in die Basis einzudringen und anschließend die gegnerische Energiequelle zu zerstören. Das andere Team versucht selbiges.
Das Spiel ist beendet sobald eine Energiequelle zerstört ist, oder aber die fünf Minuten Spielzeit abgelaufen sind. Ist letzteres der Fall und keine Basis zerstört, gewinnt das Team mit den meisten zerstörten Türmen. Bei Gleichstand entscheiden die meisten „Kills“ gegnerischer Champions.

Team Rot und Team Blau starten rechts und links vom Rand der Arena. Um die gegnerische Basis zu zerstören, müssen sie zunächst die gegnerischen Geschütztürme ausschalten. Dazu bewegen sie einen "Orb of Death" auf einer von zwei Bahnen über das Spielfeld.
Der gespielte Champion gehört einer der Klassen Mage, Fighter, Tank, Assassin beziehungsweise Support an und verfügt über individuelle Eigenschaften. Mit jeder erfolgreich absolvierten Runde sammelt dieser Champion Erfahrungspunkte. So kann er im Level aufsteigen und weitere Talente freischalten. Derzeit gibt es insgesamt 17 Champions, drei davon sind zu Spielbeginn freigeschaltet. Weitere Charaktere können im Laufe des Spiels käuflich erworben oder freigeschaltet werden.

Im Gegensatz zu anderen MOBAs gibt es in Call of Champions keine Minions, die für einen Kämpfen sondern zwei „Orb of Death“, die man auf der Bahn über die Arena bewegt und damit andere Türme und Mauern zerstört. Darüber hinaus erscheinen auf dem Spielfeld Power-Ups, die eingesammelt werden können und kurzzeitig Angriffs- und Verteidigungswerte erhöhen.

Im oberen Bildschirmbereich sind die Champions der beiden Teams, die Anzahl der bereits zerstörten Türme sowie die verbleibende Spielzeit angezeigt. Im unteren Teil des Bildschirm sind die fünf Angriffe des jeweiligen Champions darstellt, die mit einer Berührung aktiviert werden.
Das Spiel wird online gespielt, wahlweise gegen computergesteuerte Bots oder andere Spielende. Mit Hilfe einer individuellen Champions ID kann man sich darüber hinaus mit Freunden verbinden und gemeinsam mit ihnen im Team spielen. Das Spiel ist kostenlos, allerdings derzeit nur für iOS-Geräte verfügbar.

Bildnachweis

[1]Spacetime Studios[2]Spacetime Studios[3]Screenshot aus Call of Champions

Pädagogische Beurteilung:

Call of Champions ist DAS Spiel für MOBA-Einsteiger. Ähnlich wie bei Vainglory ist die Steuerung einfacher als bei den großen MOBA-Brüdern Dota und League of Legends, aber mit der Besonderheit, dass die Runden mit fünf Minuten Begrenzung sehr viel kürzer sind. Das kommt vor allem denen entgegen, die einfach nur eine kurze Runde zwischendurch spielen möchten.

Der Einstieg erfolgt problemlos, die Steuerung des Champions über einfache Touch-Gesten auf dem iPad ist ebenso schnell gelernt wie die fünf pro Charakter individuellen Eigenschaften. Darüber hinaus ist die Arena von der Größe her überschaubar. Wer dennoch Hilfestellungen benötigt, wird im Tutorial Schritt für Schritt angeleitet. Der Trainingsmodus mit Computer gesteuerten Bots bietet weitere Übungsmöglichkeiten. Doch auch wer sich direkt in den Versus-Modus mit anderen stürzt kann innerhalb kürzester Zeit mit Erfolgserlebnissen rechnen. Das motiviert.
Aufgrund des nicht vorhandenen Chats entfallen Beleidigungen der Spieler untereinander, wie es bei League of Legends insbesondere Neulingen gegenüber häufig der Fall ist.

Als typisches Free2Play Spiel gibt es natürlich die Möglichkeit, innerhalb der Spiele-App Einkäufe zu tätigen. So kann man Münzen im Spiel zwar durch erfolgreiche Spielrunden erhalten aber auch gegen Echtgeld käuflich erwerben. Beginnend bei 4,99 Euro für 500 Münzen reicht die Kostenspanne bis hin zu 49,99 für 6.000 Platinum-Münzen. In-Game-Käufe sind nicht zwingend erforderlich, um erfolgreich im Spiel zu sein oder Spielinhalte freizuschalten, können jedoch den Spielfortschritt beschleunigen. Die Kaufoptionen sind stets präsent und so in das Spielmenü eingesetzt, dass sie nicht immer vom eigentlichen Spielinhalt zu unterscheiden. Da Transaktionen über den iTunes-Account laufen, ist eine Passwort-Sicherung empfehlenswert, um ungewollten Ausgaben vorbeugen.

Fazit:

Fünf Minuten braucht es, um Call of Champions zu erlernen. Und fünf Minuten dauern auch die einzelnen Spielrunden maximal. Das macht dieses MOBA zu einem einzigartigen Vertreter seines Genres und vor allem für Einsteiger sehr attraktiv. Was für Einsteiger ein Plus ist, mag für Hardcore-Fans des MOBA Genres dagegen weniger attraktiv sein. Die begrenzte Spielfläche in der Arena, die auf ein Minimum reduzierten Power-Ups und Fähigkeiten bieten nicht die Herausforderung, die sie von anderen Vertretern des Genres gewohnt sind.
Anne Sauer
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Siehe auch

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