Spielebeurteilung

Monster Hunter 4 Ultimate

24.03.2015
Nach Monster Hunter 3 erscheint nun ein weiterer Teil des beliebten Action-RPGs. In Monster Hunter 4 begeben sich die Spielenden als Jäger in eine bunte Fantasy-Welt, die von vielen beeindruckenden Kreaturen bevölkert wird. Das Spielprinzip ist komplex, wird aber Schritt für Schritt erläutert.

Zu Beginn von Monster Hunter 4 machen sich die Spielenden auf den Weg zur Wüstenstadt Val Habar, um sich dort als Jäger in die Dienste einer Gilde zu stellen. Da sie das Schiff eines Karawanenführers vor einem riesigen Monster gerettet haben, zeigt sich dieser von dem Neuling beeindruckt und lädt ihn in seine Karawane ein. Ziel der Karawane ist es nach Cathar zu fahren, um dort die Weisen über ein altes Artefakt zu befragen.

Der erste Kampf hat es gleich in sich. Gegen die kleine Spielfigur wirkt das riesige Monster noch gewaltiger.
Hauptaufgabe in Monster Hunter 4 ist es, verschiedene Aufträge, sogenannte Quests, zu erfüllen. Dadurch steigt das Ansehen innerhalb der Gilde und die Spielenden erhalten immer schwierigere Aufträge. Quests bestehen meist darin, bestimmte Gegenstände zu sammeln, eine Anzahl kleinerer Monster zu erlegen oder sich im Kampf großen Monster zu stellen, die dem Spiel seinen Namen geben.

Das Monster ist betäubt! Jetzt schnell zuschlagen.
Während einer Quest hat man jederzeit die Möglichkeit, zahlreiche Items zu sammeln. Bricht man eine Quest vorzeitig ab, kehrt man allerdings mit leeren Taschen zurück. Items können miteinander kombiniert werden und verbessern zum einen die Statuswerte wie Ausdauer oder Lebensenergie. Zum anderen kann man mit bestimmten Materialien die eigenen Waffen oder Rüstungen verbessern lassen. Auf den Quests erhalten die Spielenden Hilfe von katzenartigen Wesen namens Felyne. Sie helfen nicht nur beim Besiegen verschiedener Monster, sondern sammeln ebenfalls Items ein.

Hier erhält der Jäger Unterstützung von den beiden Felynen Francis und Stefano. Ihr katzenartiger Charakter zeigt sich auch in den Dialogen.
Neben den üblichen Quests kann man als Jäger auch auf Erkundungstouren gehen, um so neue Pflanzen-, Käfer- und Fischarten zu entdecken, genauso wie neue Monster. Begegnet man einer neuen Art, muss diese nicht unbedingt besiegt werden. Manchmal reicht es auch Anschauungsobjekte zu sammeln, wie zum Beispiel Krallen oder Federn. Im Mehrspielermodus kann man eine neue Auswahl von Quests mit Freunden online bestreiten.

Bildnachweis

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Pädagogische Beurteilung:

Monster Hunter 4 beginnt mit einem Tutorial, das beeindruckt – und Lust auf mehr macht. Trotz dieses gewaltigen Auftakts ist Monster Hunter 4 keinesfalls nur für Kenner der Serie geeignet. Dank vielen Erklärungen, verpackt in witzigen Dialogen, wird das Spielprinzip Schritt für Schritt erklärt. Auch Neulinge werden an das Spiel herangeführt, ohne sich direkt von den vielen Handlungsmöglichkeiten überfordert zu fühlen. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich nur schrittweise, sodass man anfangs genügend Zeit erhält, um mit der Steuerung zu Recht zu kommen. Denn diese muss für spätere Erfolge unbedingt sitzen.

Die Quest-Auswahl ist sehr ausgeglichen gestaltet: Es gibt kurze Quests für Zwischendurch, in denen man zum Beispiel nur Exemplare einer bestimmten Fischart angeln muss. Auf der anderen Seite bietet Monster Hunter 4 auch größere Herausforderungen, die einige Zeit in Anspruch nehmen können. Die heimlichen Stars von Monster Hunter 4 sind dabei ganz klar die beeindruckenden Kreaturen. Jede Art besitzt einen individuellen Charakter und eigene Verhaltensweisen, die man für die Jagd studieren muss. Nach welchen Bewegungen greift es an? Wann ist es verzweifelt und besonders gefährlich? Größere Monster fliehen auch aus einem Areal, sollten sie zu sehr geschwächt sein, sodass man die Verfolgung aufnehmen muss. Zusätzlich müssen Quests durch gutes Item-Management vorbereitet werden. Im Inventar ist nämlich nur begrenzt Platz zur Verfügung. Begibt man sich mit einer prall gefüllten Item-Tasche auf eine Sammelmission kann dies schnell problematisch werden. Öffnet man das Inventar, wird das Spiel nämlich nicht pausiert und Monster können einen weiterhin angreifen.

Schade, dass der kleine Bildschirm des Nintendo 3DS einem Spiel mit gewaltigen Kreaturen wie Monster Hunter 4 nicht richtig gerecht werden möchte. Auch die Handhabung der Kamera, während man läuft, fällt recht schwer, da sich Schiebepad und Steuerkreuz beide auf der linken Seite befinden. Abhilfe kann ein Aufsatz für den 3DS, das Schiebepad pro, bieten. Beim New Nintendo 3DS befindet sich bereits ein kleines Schiebepad auch auf der rechten Seite des Handhelds.

Wie bereits erwähnt ist das Jagen von tierähnlichen Wesen ein wesentlicher Bestandteil von Monster Hunter 4. Da es sich bei den Kreaturen eindeutig um Fantasiewesen handelt, bietet das Spiel genügend Distanzierungsmöglichkeiten. Blut ist dezent und nur stark verfremdet präsent und die Angriffe richten sich an keiner Stelle gegen menschliche Gegner.

Fazit:

Monster Hunter 4 bietet eine schön gestaltete Welt mit beeindruckenden Kreaturen und gut funktionierendem Gameplay. Das Spielprinzip ist zwar komplex, wird aber auf verständliche Weise Schritt für Schritt erläutert. Die Handhabung auf der alten Version des 3DS fällt dagegen schwer. Das Thema Jagd ist in ein buntes Fantasy-Setting verpackt und daher auch bereits für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet.
Sarah Pützer
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Siehe auch

Spielebeurteilung

Monster Hunter Tri

Mit Monster Hunter Tri kommt die bekannte Computerspielreihe aus Japan nach Europa. Erstmals können sich Spielende auf der Wii zum Monsterjäger wandeln. Der Mix aus Abenteuer, taktischem Überlegen und einer Simulation eines fiktiven Ökosystems bietet Langzeitunterhaltung.

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