Spielebeurteilung

Bayonetta 2

15.01.2015
Im zweiten Teil der Actionspielreihe kämpft man sich erneut als Hexe Bayonetta durch Scharen von Engeln und Dämonen, diesmal um eine Freundin aus der Unterwelt zu retten. Die Kämpfe sind bunt und rasant, das Setting voller skurriler Ideen. Bayonetta 2 bietet pures Chaos, in dem aber auch Gewalt präsent ist.

Bayonetta 2 knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an und führt die Geschichte um die gleichnamige Hexe weiter. Im zweiten Teil muss Bayonetta binnen eines Tages die Seele ihrer Freundin Jeanne aus der Unterwelt befreien. Auf ihrer Reise trifft sie dabei auf verschiedene Wesen – von Engeln bis zu Dämonen und den sogenannten Lumen-Weisen, der verfeindete Clan der Hexen.. Als sie auf einen mysteriösen Jungen namens Loki trifft, beschließen beide die Reise erst einmal gemeinsam fortzusetzen.

Noch kämpfen Bayonetta und Jeanne Seite an Seite. Doch ein Höllenhund verschleppt Jeannes Seele bald darauf in die Unterwelt.
Bayonetta 2 ist in mehrere Kapitel unterteilt, in denen man, wie bereits im ersten Teil, hauptsächlich in rasanten Kämpfen möglichst schnell und effektiv eine Vielzahl an Gegnern besiegen muss. Dafür besitzt man verschiedene Nah- und Fernkampfattacken, die man zu komplexen Kombinationen verketten kann. Weicht man einer gegnerischen Attacke aus, wird die „Hexenzeit“ aktiviert. Für eine kurze Zeitspanne bewegen sich die Gegner in Zeitlupe, sodass man ihnen schneller Schaden zufügen kann. Ist die Energieleiste des Gegners genügend geschwächt, kann man per Quick-Time-Event spezielle Aktionen mit Bayonettas Haaren – ihrer Geheimwaffe – durchführen, um den Gegner endgültig zu besiegen. Am Ende eines Kapitels wartet meist ein größerer Gegner, den es zu besiegen gilt. Hat man auch diese Aufgabe gemeistert, erhält man eine finale Punktzahl für das gesamte Kapitel.

Neben kleineren Gegnern warten am Ende eines Kapitels auch größere Endgegner auf Bayonetta.
In den einzelnen Kapiteln findet man abseits des vorgeschriebenen Weges auch kleinere Herausforderungen. Zum Beispiel muss man in einer bestimmten Zeit verschiedene Gegner besiegen und kann so seine Endpunktzahl erhöhen. Mit jedem besiegten Gegner erhält man Heiligenscheine, mit denen man als spielinterne Währung verschiedene Techniken, Gegenstände und Waffen erwerben oder aufleveln kann.

Im Laufe des Spiels kann man zahlreiche bizarre Kostüme für Bayonetta freischalten. Dazu gehört auch das Kleid von Peach aus Super Mario oder die grüne Rüstung von Link aus Legend of Zelda.
In Bayonetta 2 gibt es insgesamt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade: den ersten, zweiten und dritten Klimax. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einen Auto-Modus einzuschalten, in dem Komboketten automatisch ausgeführt werden. Neben der Einzelspieler-Kampagne kann man sich in einem Mehrspielermodus namens „Hexen-Klimax“ auch mit anderen Spielenden messen.

Bildnachweis

[1]Nintendo[2]Nintendo[3]Nintendo

Pädagogische Beurteilung:

Eine verwirrende Geschichte, grelle Farben und ein surreales Fantasy-Setting – Bayonetta 2 ähnelt auf dem ersten Blick purem Chaos. Und auch auf dem zweiten Blick wirkt Bayonetta 2 nicht minder bizarr. Wer den ersten Teil bereits kennt, ist klar im Vorteil. Denn für Neueinsteiger wird die Welt, in der Bayonetta 2 spielt, nur spärlich beleuchtet. Auch der Einstieg in die Steuerung wird nicht einfach gestaltet. Zwar erfährt man in einem kurzen Tutorial, wie man das Touchpad der Wii U benutzen kann. Wer aber lieber klassisch mit dem Gamepad steuert, muss die Befehle nachschlagen oder durch Ausprobieren herausfinden.

Hat man sich jedoch in die Steuerung hineingefuchst und zumindest einen Eindruck von den wichtigsten Figuren erhalten, hat man schnell Spaß an den rasanten Kämpfen. Man beobachtet den Gegner, weicht in den richtigen Momenten aus und nutzt die Hexenzeit, um Schaden anzurichten. Dafür sind vor allem Konzentration und schnelles Handeln gefragt. Was zumindest die Kämpfe angeht, muss sich in Bayonetta 2 niemand überfordert fühlen – dank den verschiedenen Schwierigkeitsgraden und dem Auto-Modus findet jeder seinen richtigen Grad an Herausforderung.

Problematisch an Bayonetta 2 ist seine Heldin selbst. Bayonetta ist einerseits eine starke, selbstbewusste Frau, der niemand zur Hilfe kommen muss. Andererseits wird sie zum Sexobjekt stilisiert. Kamerafahrten zeigen sie in verführerischen Posen, die vor allem den Intimbereich hervorheben. Ihr aus eigenem Haar bestehender Anzug schmiegt sich eng an ihren Körper und verschwindet gänzlich, wenn sie Spezialattacken verwendet. Beispiele in dieser Art gibt es zahlreiche. Und auch in Punkto Gewalt ist Bayonetta 2 für kein jüngeres Publikum geeignet. Blut ist, wenn auch überspitzt dargestellt, an vielen Stellen zu sehen; Spezialattacken, wie die „Folterattacke“, sorgen für ein noch blutigeres Ableben der Gegner.

Fazit:

Bayonetta 2 verbindet zahlreiche skurrile Ideen und rasantes Gameplay mit einer für die Wii U beeindruckenden Grafik. Die sexualisierte Protagonistin und die dargestellte Gewalt sind für Kinder und Jugendliche dagegen problematisch. Bayonetta 2 eignet sich daher nur für Erwachsene.
Sarah Pützer
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