Spielebeurteilung

Plants vs. Zombies Garden Warfare

02.09.2014
BRAAAAINsssSSss!!! Nach den Erfolgen der Strategiespielreihe Pflanzen gegen Zombies folgt mit Garden Warfare nun das passende Actionspiel im Vorgartensetting. Mit Ego-Perspektive und deutlich präsenterer Gewaltdarstellung spricht dieses Spiel eine andere Zielgruppe als die Vorgängertitel an.

Gehirn fressende Zombies, die auf der Suche nach Nahrung über Vorgärten in Wohnhäuser eindringen und niedliche kleine Pflanzen, die zur Verteidigung mit Erbsen und Butter schießen. Der ewige währende Kampf zwischen Pflanze und Zombie geht in die nächste Runde. Plants vs. Zombies: Garden Warfare ist das neue Multiplayer -Actionspiel in 3D zur bekannten Strategiespielreihe.

Sonnenblume, Erbenkanone und Co erwachen in Garden Warfare zum dreidimensionalen Leben.
Wahlweise allein oder im kooperativ mit bis zu vier Spielenden stellt man sich in Garden Warfare den Herausforderungen im „Gartenkommando“, einer Art Storymodus, entgegen. Hier gilt es, ähnlich dem ursprünglichen Titel, über mehrere Runden hinweg Gärten zu verteidigen.
Im Multiplayer-Modus dagegen tritt man mit bis zu 24 Spielenden in Teams gegeneinander an: Team Pflanzen gegen Team Zombies. Die Spielmodi variieren. Mal müssen beispielsweise als erstes 50 Gegner besiegt werden. Ein anderes Mal müssen Zielpositionen eingenommen und in Gärten (Team Pflanze) oder Friedhöfe (Team Zombie) umgewandelt werden.

Team Pflanze gegen Team Zombie. Pro Team stehen vier unterschiedliche Charaktere zur Auswahl.(Bild: Electronic Arts)
Im Spiel trifft man auf bekannte „Gesichter“ wie die Sonnenblume oder Erbsenkanone, aber auch neue Charaktere wie der „Baron von Fleder“. Wer möchte, kann seine Charaktere individuell mit Accessoires ausstatten. Vorausgesetzt diese Gegenstände befinden sich bereits im eignen Besitz. Man erhält sie aus sogenannten „Packs“, die man im Stickerladen mit „PvZ-Münzen“ kaufen kann. Münzen wiederum gibt es im Spiel für Siege und Erfolge. Sie können aber auch käuflich gegen Echtgeld erworben werden.

Cowboyhut, Gürtel und Gold-Blüten. Mit Accessoires lassen sich die Charaktere individuell gestalten.
Zum Spielen wird eine dauerhafte Internetverbindung benötigt.

Bildnachweis

[1]Electronic Arts[2]Electronic Arts

Pädagogische Beurteilung:

Pflanzen gegen Zombies startete als Strategiespielreihe im niedlichen 2D Comicstil. Das einfache und abwechslungsreiche Spielprinzip zog vor allem Casual Gamer in den Bann, die kurzen Spielspaß zwischendurch bevorzugen. Die Charaktere – Pflanzen wie Zombies – haben mittlerweile Kultstatus bei Jung und Alt. Mit Garden Warfare wird nun auch verstärkt die Zielgruppe der erfahrenen Vielspieler angesprochen, mit neuer 3D Optik und dominierender Shooter-Action.

Für Ungeübte ist der Einstieg im Gegensatz zu den früheren Spielen alles andere als einfach. Nicht alle Fähigkeiten sind von Beginn an verfügbar. Zudem hat jeder Charakter Besonderheiten, die den Spielstil entscheiden. Hier muss man sich erst ausprobieren, und den für sich passenden Charakter finden. Gespielt wird in zufällig zusammengestellten Teams. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass sehr viel erfahrenere Spielende mit Frischlingen zusammenspielen. Niederlagen sind dadurch – vor allem zu Beginn des Spiels – vorprogrammiert. Das frustriert.
Die integrierte Sprechfunktion ermöglicht Spielenden eines Teams untereinander zu kommunizieren und sich abzusprechen. Es bietet sich an, gerade bei jüngeren Spielenden die integrierte Sprechfunktion zu deaktivieren, um anstößige oder aggressive Kommentare anderer Mitspielenden zu vermeiden.

Dem Witz und Charme der einzelnen Charaktere ist man im Plants vs. Zombies: Garden Warfare treu geblieben. Zwischensequenzen bei Einführung neuer Charaktere sind unterhaltend. Und wenn nach dem Gefecht der glubschäugige Zombie, der einen gerade besiegt hat, leicht verzerrt ins Bild schaut, kann man sich, trotz Niederlage, ein Lächeln nur selten verkneifen. Doch Humor hin oder her, Gewalt ist in Garden Warfare präsent und wirkt durch die 3D Grafik und die Third Person Perspektive, wenn auch comichaft dargestellt, sehr viel realer als es noch bei dem ursprünglichen Strategiespiels der Fall war. Hier und da spritzt auch schon einmal grüne Flüssigkeit aus soeben besiegten Charakteren.

Fazit:

Garden Warfare spricht nicht die typische Zielgruppe von Pflanzen gegen Zombies an. Mit dem ursprünglichen Strategiespiel hat es, abgesehen von den Figuren, kaum noch etwas gemeinsam. Spielende ab 14 Jahren, die Actionspiele mögen und eine gewisse Einarbeitungsphase nicht scheuen, können mit Garden Warfare eine Menge Spaß haben.
Anne Sauer
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Siehe auch

Spielebeurteilung

Pflanzen gegen Zombies

Das Strategiespiel startete als Browsergame und Spiel für mobile Plattformen. Innerhalb kürzester Zeit stieg der Bekanntheitsgrad enorm an. Das einfache Spielprinzip ist spannend und abwechslungsreich umgesetzt. Unterhaltung für alle Altersklassen.

Spielebeurteilung

Plants vs. Zombies 2 (Pflanzen gegen Zombies 2)

Das erfolgreiche Strategiespiel geht in die zweite Runde - mit neuen Leveln, neuen Gegnern und neuen Pflanzen. Am Spielprinzip selbst hat sich wenig geändert, im Gegensatz zum Vorgänger ist Pflanzen gegen Zombies 2 allerdings Free2Play. Und das wird leider in vielerlei Hinsicht deutlich.

1 Kommentar

Moritz (13), Spieletester Greifswald schreibt:

Plants vs Zombies Garden Warfare ist ein Spiel mit relativ hohen Ansprüchen. Es ist leicht zu bedienen, auch wenn ich Schwierigkeiten mit der Playstation-Version hatte. Wie bereits erwähnt, ist es ziemlich schwer, weil man oft mit vielen und vor allem schweren Gegnern zu tun hat. Das trifft um-so mehr zu, da es außer Tipps beim Ladebildschirm, Mitspielenden und Verbündeten keine Hilfestellungen gibt. Die Benutzeroberfläche ist ziemlich übersichtlich. Leider ist die Third-Person-Perspektive unveränderbar.
Das Spiel ist mitunter auch sehr abwechslungsreich. Viele Standorte und eine zufallsgenerierte Gegnerauswahl machen das Spiel richtig interessant. Man kann außerdem Pflanzen oder Zombies spielen, ganz frei nach Schnauze. Die Musik und der Sound sind situationsabhängig, ruhig oder aufgepeitscht. In diesem Spiel gibt es keine Dialoge. Es wird nur eine gesprochene Anweisung erteilt. Die Grafik ist ein wenig comichaft, aber das passt gut zu dem Spiel.

20.01.2015 um 14:44


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