Spielebeurteilung

DragonBox 2 (auch: DragonBox Algebra 12+)

12.05.2015
In DragonBox2 merken Mathemuffel gar nicht, dass sie mathematische Formeln umstellen, Klammern auflösen oder Brüche verschwinden lassen. Getarnt als abwechslungsreiches Knobelspiel bietet DragonBox2 Unterhaltung über Stunden hinweg. Und selbst wer sich mit Mathe bereits auskennt hat Spaß an dem Spiel.

 

DragonBox2 (auch DragonBox Algebra 12+ genannt) ist ein Mobile Game, das grundlegendes mathematisches Verständnis lehrt, hier speziell das Umstellen von Formeln. Das Spielfeld besteht dazu aus zwei Flächen. Auf jeder dieser Flächen sind verschiedene Objekte platziert, darunter auch eine kleine Box. In dieser Box steckt ein schüchternes Fabelwesen, das erst zum Vorschein kommt, wenn es allein auf einer Seite des Spielfeldes ist.

In DragonBox gilt es stets, die kleine Box allein auf einer Seite des Spielfeldes stehen zu haben.
Anfangs müssen die Objekte um die Kiste herum lediglich angetippt werden, damit sie verschwinden. Später kommen neue Funktionen hinzu, in DragonBox2 „Fähigkeiten“ genannt. Dann können beispielsweise Objekte mit gleichem Symbol aber unterschiedlicher Hintergrundfarbe aufeinander geschoben werden und lösen sich gegenseitig auf. Aus Symbolen werden nach und nach Zahlen und Variablen, aus unterschiedlichen Färbungen werden positive und negative Beträge.
Jeweils drei Sterne kann man pro Level erspielen. Diese gibt es für das generelle Lösen des Levels (die Box stellt allein auf einer Seite), dann für die Umsetzung aller möglichen Spielzüge, und für das Erreichen der ersten zwei Sterne in einer vorgegebenen Anzahl von Spielzügen.

DragonBox2 beginnt mit den Grundrechenarten, Addition und Subtraktion, und stellt diese visuell in Form von Bildern dar.
In zehn Kapiteln mit je 36 bis 60 Leveln lehrt DragonBox2 auf visuelle Art und Weise Mathematik, von den Grundrechenarten bis hin zum Bruchrechnen. Je ein Fabelwesen steht exemplarisch für ein Kapitel. Mit jedem gelösten Level wächst dieses von einem Ei zu einem ausgewachsenen Drachen heran.

Nach und nach lösen die Spielenden auch komplexere Aufgaben mit Brüchen und Klammern.
Neben dem Spiel-Modus mit den Leveln, die nach und nach freigeschaltet werden, gibt es in DragonBox2 einen Übungs-Modus. In ihm gibt es keine Symbole mehr, sondern pure Rechenaufgaben bestehend aus Zahlen und Variablen. Hier kann das im Spielmodus Erlernte angewendet werden. DragonBox2 hat eine Sprachauswahl mit über 18 Sprachen, darunter auch Deutsch. Abgesehen davon wird vieles visuell dargestellt und nur wenig mit Text gearbeitet.

Anmerkung der spielbar-Redaktion: DragonBox gibt es in zwei Ausführungen, einmal als 5+ und einmal als 12+. Die Versionen unterscheiden sich in Art und Umfang der mathematischen Operationen sowie der Geschwindigkeit, in der diese erklärt werden.
Anne Sauer
Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweis

[1]DragonBox 2 / DragonBox Algebra 12+ (WeWantToKnow, 2014)[2]WeWantToKnow AS[3]WeWantToKnow AS[4]WeWantToKnow AS)

Pädagogische Beurteilung:

Auf den ersten Blick wirkt DragonBox2 eher wie ein typisches Knobelspiel à la Cut the Rope. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein Spiel, das mathematisches Grundverständnis lehrt. DragonBox2 besticht dabei mit niedlicher, farbenfroher Grafik und Inhalten, die keinesfalls die Anmutung eines Lernspiels haben.

Der Einstieg erfolgt problemlos. Informationen zur Spielaufgabe und wie diese zu lösen ist, werden stets visuell gegeben. Gleiches gilt für neue „Fähigkeiten“, die die Spielenden mit zunehmendem Spielverlauf erhalten.
Die einzelnen Level lassen sich innerhalb weniger Minuten lösen. Erfolgserlebnisse stellen sich entsprechend schnell ein. Visuelles Feedback über den eigenen Erfolg erhalten die Spielenden über den Drachen, der an den gelösten Aufgaben wächst (wie die Spielenden indirekt auch).

Der Schwierigkeitsgrad steigt mit jeder Aufgabe leicht ein. Er fordert, ohne dabei zu überfordern. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, alle drei Sterne eines Levels zu sammeln. Vor allem der letzte Stern hat es manchmal in sich. Schafft man es dann mal sogar unter der angegeben Zugzahl, macht das besonders stolz. Zeitdruck gibt es in DragonBox keinen. Man kann sich also die Zeit nehmen, die man benötigt. Logisches Denkvermögen wird aber vorausgesetzt, um in DragonBox2 erfolgreich zu sein.
Selbst wer sich bereits mit Mathematik auskennt, hat Spaß an den Rätseln. Es kann allerdings vorkommen, dass man an manchen Stellen im Spiel bereits bekanntes Wissen oder Vorgehen beim Umstellen von Formeln beispielsweise anwenden möchte, es aber noch nicht kann, weil entsprechende „Fähigkeit“ im Spiel noch nicht verfügbar ist.

Wie der Titel bereits vermuten lässt, richtet sich DragonBox2 an Schülerinnen und Schüler ab dem 12. Lebensjahr. Aufgrund der einfachen, bildhaften Erklärung können aber auch schon Kinder ab 8 Jahren unter elterlicher Anleitung Spaß an dem Knobelspiel mit Lerneffekt haben. Mit 8,99€ ist das Spiel für eine App ungewöhnlich teuer, der Inhalt macht das wieder wett. Dank großem Spielumfang von über 350 abwechslungsreichen Leveln und regelmäßigen, neuen Spielelementen, mit denen gleichzeitig schwerere Aufgaben einhergehen, kann DragonBox lange Zeit unterhalten.
Anne Sauer
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