Spielebeurteilung

Lost Planet 3

05.02.2014
Die Geschichte um den Eisplaneten geht in die dritte Runde. Dieses Mal gilt es sich in der Rolle des Familienvaters Jim Peyton den Weg gegen Alien-Käfer frei zu schießen. Lost Planet 3 ist ein düsterer Shooter mit interessanter Story für Erwachsene, der in erster Linie sein Fanpublikum anspricht.
Alien-Käfer sind dem Helden Jim Peyton auf den Fersen
Lost Planet 3 erzählt die Geschichte des Familienvaters Jim Peyton, der auf dem Eisplaneten E.D.N.3 anheuert, um dort einen fremdartigen Energieträger einzusammeln. Der namengebende „verlorene Planet" ist jedoch nicht unbewohnt und so muss der Spieler in klassischer Ego-Shooter -Manier jede Menge schleimige Käfer (Akriden) aus dem Weg räumen.

Im Shooter Lost Planet 3 sieht das Geschehen aus Sicht einer dritten Person
Was Lost Planet 3 von vergleichbaren Spielen unterscheidet, ist die Möglichkeit, Teile des Spiels in einem riesigen Kampfroboter (Mech) zurückzulegen. Es gibt zudem einen Multiplayer -Modus, in dem man mit Spielern aus der ganzen Welt wilde Online-Schlachten austragen kann.

Im Innern des Kampfroboters

Bildnachweis

[1]Eigener Screenshot/Capcom[2]Eigener Screenshot/Capcom[3]Eigener Screenshot/Capcom

Pädagogische Beurteilung:

Eine spannende Geschichte

Wie schon die beiden Vorgänger bietet Lost Planet 3 eine interessante Geschichte rund um Jim Peyton, der auf E.D.N.3 anheuert, um für sich und seine Familie sorgen zu können. Diese Hintergrundgeschichte wird im Gegensatz zu vielen anderen Shootern so glaubwürdig erzählt, das sie zum Hauptantrieb des Spielers wird, das nächste Level bestehen zu wollen.

Wenn Jim sich die Videobotschaften seiner Frau anschaut, ist das keine lästige Unterbrechung des Spielflusses, sondern eine wirkliche Bereicherung. Im Laufe des Spiels erfährt man so immer mehr Details aus dem Leben der Hauptfigur, die so gar nichts mit den stumpfen Heldenklischees aus Spielen wie „God of War" oder „Call of Duty" zu tun hat.

Passable Präsentation...

Dass einem die Hauptfigur im Laufe des Spiels ans Herz wächst, ist auch der Grafik zu verdanken, denn Lost Planet 3 bietet grandiose Gesichtsanimationen, die zusammen mit der gelungen deutschen Synchronisation dafür sorgen, dass man Interesse an der Story entwickelt und die Spielwelt trotz aller Sci-Fi-Elemente glaubwürdig bleibt. Der orchestrale Soundtrack sorgt zudem für das passende Kino-Feeling.

... aber wenig Innovation

Insgesamt betrachtet bietet das Spielprinzip von Lost Planet 3 jedoch wenig Neues. In den meisten Missionen geht es darum, einen vorgezeichneten Weg abzulaufen und Horden von schleimigen Käfern ins Jenseits zu befördern. Abwechslung bieten die riesigen Endgegner, die jedoch meist mit der immer gleichen Taktik überwältigt werden können.

Schicke Details, z.B. dass die Anzeige der Lebensenergie durch dumpfer werdende Sounds und Spielpassagen, die man im Inneren eines riesigen Kampfroboters erlebt, haben unseren Testen gefallen, sie äußerten jedoch auch viele Kritikpunkte, etwa die Linearität des Gameplays, die einfallslosen Gegner und langen Ladezeiten. Die Grafik ist stimmig, aber auf die Dauer auch recht eintönig.

Sicherlich kein Kinderspiel

Lost Planet 3 bedient trotz der spannenden Geschichte im Wesentlichen das Klischee vom stumpfsinnigen Ballerspiel: Wenn sich etwas auf dem Bildschirm bewegt, muss es möglichst schnell abgeschossen werden. Die fremdartigen Kreaturen erinnern zwar in keinerlei Weise an Menschen, aber das Spiel ist aufgrund der düsteren Atmosphäre und der komplexen Geschichte dennoch nichts für Kinder.

Fazit:

Lost Planet 3 ist in erster Linie etwas für Fans der ersten beiden Teile, da die komplexe Geschichte rund um den Eisplaneten im dritten Teil der Serie weiter ausgebaut wird. Das Spiel bietet viel Action und einige innovative Spielmechaniken (etwa die Möglichkeit, in einen waffenbepackten Mech steigen zu können), aber verglichen mit Konkurrenztiteln für die Zielgruppe 18+, etwa Bioshock Infinite oder GTA V fällt Lost Planet 3 weit zurück.

Fazit der Spieletester:
Der Mech ist eine interessante Idee der aber zu wenig in Kämpfe mit einbezogen wird. Die Ladezeiten sind sehr lang für die relativ kleinen Instanzen. Wir hätten gerne ein wenig mehr von der Story erfahren, anstatt Monster für irgendwelche Kolonie-Leiter zu töten, gerade in den ersten Stunden. Die Grafik ist befriedigend. Insgesamt betrachtet ist das Spiel zu eintönig.
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