Spielebeurteilung

Gangstar Rio: City of Saints

18.07.2013
In Gangstar Rio: City of Saints schlüpft man in der Rolle des Kleinkriminellen Raul. Als Mitglied einer Gang muss er verschiedene Aufträge erfüllen, um sich den Respekt der anderen zu erarbeiten. Die Verbrechergeschichte spart nicht an Gewalt und vulgärer Sprache und ist damit nur für Erwachsene geeignet.
Als Raul bei den „Assassinos“, einer der führenden Gangs Rio de Janeiros, aussteigen will, wird er Opfer eines Bombenanschlags aus den eigenen Reihen. Der muskulöse Südamerikaner überlebt, ist aber stark entstellt. Nach mehreren Operationen und mit darauf folgendem, neuen Erscheinungsbild tritt er den Assassinos wieder bei, um herauszufinden, wer ihn umbringen wollte. Sein Ziel: sich an der Person zu rächen.

Raul kann sich in der offenen Spielwelt von Rio de Janeiro frei bewegen


Ähnlich wie bei Grand Theft Auto bewegt man Raul in Gangstar Rio: City of Saints aus der Beobachterperspektive durch eine offene, dreidimensionale Spielwelt, in der es zahlreiche Aufträge für die Gang zu erfüllen gilt. Start- und Zwischenstationen der Missionen erkennt man deutlich anhand leuchtender Markierungen auf der Straße. Läuft Raul über diese Markierungen startet ein Dialog, der die Aufgabe erläutert.

So muss Raul beispielsweise zu Fuß einen Verräter in der Stadt aufspüren, ein Paket von A nach B bringen oder ein anderes Mal am Steuer eines Autos ein Straßenrennen gewinnen. Hat man einmal den Überblick verloren, kann man sich Missionsziele aber auch Läden und andere interessante Punkte in einem Stadtplan anzeigen lassen.

Hat man einen Sportwagen gekauft oder gestohlen, kann man sich seinen Parkplatz selbst aussuchen


Über die eingeblendeten Steuerelemente im unteren Bereich des berührungsempfindlichen Bildschirms des Smartphones oder Tablets bewegt man Raul durch die Straßen. Steuert man ein Fahrzeug (wie ein Auto, Motorrad, Boot oder auch Hubschrauber), muss zusätzlich das Spielgerät geneigt werden, um die Richtung zu bestimmen.

„Respekt ist alles in Rio.“ heißt das Motto in Gangstar Rio: City of Saints. Für jeden erfolgreichen Auftrag, jeden Fortschritt in der Geschichte aber auch für risikoreiche Aktionen und Kunststücke mit Fahrzeugen gibt es Respekt-Punkte. Mit wachsendem Respekt verbessern sich nicht nur Fähigkeiten und Eigenschaften, wie Treffsicherheit oder Lebenspunkte. Auch neue Waffen und Fahrzeuge, die man mit dem verdienten Geld kaufen kann, werden freigeschaltet. Wer möchte, kann sich Geld und Respekt auch kostenpflichtig als In-App-Kauf beschaffen.

Im Laufe des Spiels werden neue Kleidungsstücke und Waffen freigeschaltet

Bildnachweis

[1]Gangstar Rio: City of Saints[2]Gangstar Rio: City of Saints[3]Gangstar Rio: City of Saints

Pädagogische Beurteilung:

Gangstar Rio: City of Saints kann seine Nähe zur Grand Theft Auto-Reihe (GTA) nicht abstreiten. Verbrechen und Gewalt sind wichtige Bestandteile der Gangstergeschichte. Die Spieltiefe des großen Bruders erreicht es allerdings nicht.

Die Bedienung auf dem iPad ist für Neulinge anfangs sehr ungewohnt. Insbesondere die Steuerung von Fahrzeugen über die Neigung des Geräts und Berührungen des Bildschirms für Gas und Bremse benötigt einiges an Übung. Das Tutorial, das die ersten Missionen begleitet, sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden. In der offenen Spielwelt steht es einem frei, jeden Winkel zu Fuß oder im eigenen (beziehungsweise dem an der nächsten Ecke gestohlenen) Auto zu erkunden. Das Stadtgebiet Rio de Janeiros ist zwar räumlich begrenzt und wirkt teilweise etwas trist, bietet aber ausreichend Möglichkeiten zum eigenständigen Entdecken. Die in der Stadt verteilten Missionen sind abwechslungsreich und werden auch zunehmend schwerer, sind aber von der Anzahl her überschaubar. Sie wirken allerdings meist aufgesetzt und nur als Mittel zum Zweck, um die darauffolgende Action zu rechtfertigen.

Gangstar Rio: City of Saints ist an vielen Stellen klischeebeladen und spricht damit eher männliche Spielende an. Schnelle Autos, schlanke Frauen in kurzen Kleidern und muskulöse, bewaffnete Gangster können vorhandene Vorurteile und einseitige Geschlechterbilder verfestigen. Das dargestellte Männlichkeitsbild des harten Gangsters sollte hier auf jeden Fall kritisch hinterfragt werden. Rauls anfänglicher Versuch aus dem Ganggeschäft auszusteigen, hebt ihn zunächst zwar von den anderen Verbrechern ab, wiederspricht aber dem darauffolgenden Spielinhalt. Denn Rache ist sein Hauptmotiv und Rechtfertigung für die Gewalt in Gangstar Rio: City of Saints.

Vulgäre Sprache, Gewalt und Mord werden in Gangstar Rio nicht nur thematisiert, sondern zusätzlich mit „Respekt“ belohnt. Das gilt für die Hinrichtung eines (gefesselten) befeindeten Gangmitglieds ebenso wie für das fast schon beiläufige Überfahren von Passanten. Die Strafe für Vergehen ist eher schwach. Zwar wird nach mehreren schweren Verbrechen die Polizei auf Raul aufmerksam und nimmt mit Streifenwagen die Verfolgung auf. Versteckt man sich jedoch für einen Moment, ist die Gefahr schnell vorbei. Ein Gedächtnis haben die Gesetzeshüter nicht. Wird man doch erschossen, erscheint man einfach, mit ein paar Dollar weniger in der Tasche, am Krankenhaus.

Gangstar Rio: City of Saints bietet zwar kurzweilige Action, kann allerdings inhaltlich nicht überzeugen. Die Geschichte ist nur schmückendes Beiwerk und die Anzahl der Missionen überschaubar. Um lange Zeit zu unterhalten, fehlt es an Abwechslung. Gewalttaten sind notwendig, um im Spiel voran zu kommen. Zudem werden Vorbilder produziert, die für Kinder und Jugendliche nur schwer zu durchschauen sind. Die Geschichte um den Aussteiger Raul ist daher nur etwas für Erwachsene.
Christian Knop
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Siehe auch

Spielebeurteilung

Grand Theft Auto – San Andreas

In dem Genre-Mix aus Actionadventure-, Rollen- und Geschicklichkeitsspiel steuert der Spieler Carl Johnson - CJ genannt. Dieser wuchs im Ghetto von Los Santos auf und sah mit an, wie rivalisierende Gangmitglieder seinen Bruder ermordeten. Er floh nach Liberty City (bekannt aus GTA 3), kehrt jedoch in die alte Heimat zurück, als auch seine Mutter der Gang "Ballas" zum Opfer fällt. Er schwört Rache zu nehmen.

3 Kommentare

joshua schreibt:

das is voll geil

05.11.2013 um 14:53
GANGSTER RIO IS MEGAAA GEIL schreibt:

ich finde dieses spiel megaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa geil...,aber mein Dad sacht das ich dieses megaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa geile spiel nicht spielen darf...heul heul...an die die dieses Spiel auch haben,vieeeeeeeeeeeeeeel vieeeeeeeeeeeel Spaß bei diesem megaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa geilem Spiel. Vorallem ist es tolll...das man Leute töten darf und Auto Hubschrauber Limousinen und Helikopter fahren darf...Ich wünsche euch noch ganz vieeeeeeeeeeel SPPPPAAAAAßßßßßßßßßßßßßßßßßßßß und bis bald ma ihr süchtigen GAAAAAAAAAAAAAANNNNNNNNNNNNNNNNGGGGGGGGGGGGSSSSSSSSSSSSTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEERRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR--------SPIELER

05.11.2014 um 20:20
MACZ schreibt:

echt nice schon 4 mal gezockt

18.12.2015 um 14:05


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