Spielebeurteilung

Total War: Shogun 2

04.08.2011
In Total War: Shogun 2 kämpfen die Spielenden um die Vorherrschaft Japans im 16. Jahrhundert. Unsere Spieletester haben sich intensiv mit dem Strategiespiel beschäftigt. Ihr Fazit: für Neueinsteiger der Reihe sehr komplex. Anfangs bedarf es viel Geduld, um Spielmechaniken zu verstehen. Aber es lohnt sich!

Japan, 16tes Jahrhundert. Ein neuer Shogun muss her, was so viel wie der Kaiser von Japan ist. Jeder der neun Clans mit ihren Warlords will natürlich genau das werden. Dazu muss der Sitz des Shoguns, die Provinz Kyoto eingenommen werden. Die Spielenden übernehmen die Rolle eines der Clananführer und werfen sich somit ins Getümmel aus diplomatischen Beziehungen, Eroberungen, Handelsabkommen … eine Art Risiko²! Willkommen bei Shogun 2: Total War.

Die Spiele um Total War sind eine Mischung aus rundenbasierendem Brett- und Echtzeitstrategiespiel. Es gibt eine Kampagnenkarte und einen Kampfmodus. Auf der Kampagnenkarte werden Armeen ausgebildet und Staaten verwaltet. Die Spielenden und der Computergegner haben pro Runde einen definierten Handlungsspielraum. Im Kampfmodus treten die auf der Kampagnenkarte positionierten Armeen in Echtzeit gegeneinander an, bis einer gewonnen hat.

Screenshots

Die Kampagnenkarte stellt die japanischen Inseln dar und ist aufgeteilt in Provinzen, die eine Hauptstadt (Schlossstadt) und kleine Städte beinhalten. In der Schlossstadt ist der Bau von Gebäuden aus den Bereichen Handel, Religion, Infrastruktur, Militär, etc. möglich. Jeder Ausbau des Hauptgebäudes schaltet einen weiteren Bauplatz innerhalb der Stadt frei. Bauerhöfe, Minen, Pferdezuchten oder auch Handelshäfen außerhalb der Schlossstadt sichern den Provinzwohlstand und tragen zum Einkommen jeder Runde bei. Befinden sich Armeen in Städten oder in ihrer Nähe, so erholen sie sich automatisch von vorangegangenen Auseinandersetzungen.
Jede Armee wird in Form einer Figur auf dem Spielfeld angezeigt und kann pro Runde um eine bestimmte Strecke bewegt werden. Nachschub wird in Städten mit entsprechenden Ausbildungslagern ausgebildet. Armeen können beliebig zusammengelegt und geteilt werden, je nach strategischer Situation. Klickt man mit ausgewählter Armee mit der rechten Maustaste auf eine feindliche Streitmacht, kommt es zum Duell.

Im Kampfmodus stehen sich dann zwei Armeen gegenüber um sich in Echtzeit zu bekämpfen. Bevor es losgeht, haben beide Seiten die Möglichkeit, ihre Truppen auf der Karte zu positionieren. Die Armee mit der größeren Erfahrung stellt ihre Truppen als Zweites auf und hat somit die Chance die Positionierung des Gegners zu sehen. Nach dem Klick auf Gefecht beginnen, nehmen die Truppen nun Befehle entgegen und es kann losgehen. Befinden sich auf der Kampagnenkarte befreundete Armeen in der Nähe, so können diese im Kampfmodus als Verstärkung eingesetzt werden.
Die Kampagnenkarte beschränkt sich nicht nur auf Land, sondern beinhaltet auch die Gewässer um die japanischen Inseln. Dies erlaubt das Erschließen von Seehandelsrouten und das Ausfechten von Schlachten auf dem Wasser.

Ähnliches Spiel

Napoleon: Total War
Platzhalter
Dieses Spiel wurde getestet von:

1 Kommentar

total verpLANt e.V. Brake schreibt:

Genug beschrieben! Nun möchten wir urteilen und orientieren uns dabei an einen typischen Spielablauf, von dem Kampagnen- in den Battlemodus zu Land.
So, wir haben mittlerweile den westlichen Teil des japanischen Reiches eingenommen, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Denn die Größe der Kampagnenkarte ist vergleichbar mit der Europakampagne von Napoleon: Total War. Das gefällt uns, denn das bedeutet viele Stunden abwechslungsreicher Unterhaltung. Wir möchten als nächstes die Provinz Bitchu erobern, die momentan dem feindlichen Clan der Hattori gehört, welcher auch gleich eine große Streitmacht dort positioniert hat. Die Hattori sind mittlerweile einer der größten Konkurrenten um das Shogunat geworden. Wir haben unsere Armee in der Nachbarprovinz Aki positioniert, die bereits uns gehört, und drehen die frei bewegliche Kamera auf der Kampagnenkarte und versichern uns, dass wir auch nicht an anderer Stelle angreifbar sind und mit der Einnahme der Provinz Bitchu beginnen können!

Bevor wir das allerdings tun, müssen wir einen Mönch nach Aki, unserer Ausgangsprovinz schicken. Denn in Shogun 2 heisst es: Nehmt Euch in Acht vor unterschiedlichen religiösen Ansichten! Sie können mehr als alles andere für Unzufriedenheiten in der Bevölkerung sorgen. Die Provinz Aki ist nämlich fest vom Christentum überzeugt und wir sind Buddhisten. Wenn ein buddhistischer Clananführer eine christliche Seefahrerprovinz einnimmt, wird er lange damit zu tun haben, sie von seinem Glauben zu überzeugen. Verlassen wir diese Provinz mit unserer Armee, werden Rebellen die Chance nutzen wollen und einen Aufstand anzetteln. Hier können die neue Form von Agenten, die Mönche nützlich sein. Denn sie überzeugen die skeptische Bevölkerung von unserem „wahren“ Glauben. Warten wir ab, ob sie Erfolg haben!

» Die ganze Beurteilung bei total verpLANt lesen

Unser Fazit: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Shogun 2: Total war ein komplexer Einstieg für Neulinge des Total War Universums ist. Erschwert wird dies durch die vielen japanische Namen für Einheiten, Clans usw. Für diesen Fall gibt es allerdings diverse Tutorials mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Durch die Komplexität des Spiels kann eine Session durchaus mehrere Stunden dauern, wenn man seinen Clan effektiv voranbringen möchte. In dieser Zeit werden dem Spielenden langfristiges Planen, strategisches Denken und Management – Fertigkeiten abverlangt. Der Spielende hat aber dadurch schier endlos viele Freiheiten, sein Kampagnenziel zu erreichen.
Kenner der Total War Reihe fühlen sich schnell wohl. Wir finden die Neuerungen in Shogun 2: Total War im Vergleich zu den Vorgängern größtenteils gelungen und können den Titel Fans empfehlen. Für Neueinsteiger gilt: man muss PC – Spiele, in denen man viel Nachdenken muss, mögen, um sich in Shogun 2 wohl zu fühlen. Zudem braucht man schon ein wenig Anfangsgeduld, um die Spielmechaniken voll zu verstehen. Aber es lohnt sich!

04.08.2011 um 17:13


Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben