Spielebeurteilung

Warcraft III - The Reign of Chaos (2002)

15.03.2011
Der dritte Teil der Warcraft-Reihe gehört zu den beliebtesten Echtzeit-Strategiespielen. Wahlweise mit einem von vier Völkern kämpfen die Spielenden um die Vorherrschaft in einer Fantasy-Welt. Als Kampagne oder im Duell mit Mitspielenden spielbar.


Spielbeschreibung erstellt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Vier Völker, ausgestattet mit Einheiten, magischen Fähigkeiten und Kriegswaffen, stürzen sich erneut in den Kampf um die Vorherrschaft. Die Menschen schätzen Tugend und Ehre und Streben danach, sich vor den Mächten der Dunkelheit zu schützen. Die grünhäutigen Orcs sind brutale Kreaturen, die gegen die Menschen kämpfen. Ein weiteres Volk, die Nachtelfen, wirken mysteriös und undurchschaubar und versuchen Unheil zu vermeiden und zu bekämpfen. Das Volk der Untoten ist eine Armee, die sich als Widersacher der Zivilisation heraus stellt.

Die Hauptfiguren sind in den Kampagnen des Spiels unterschiedlich, das heißt, je nach Volk, welches die Spielenden führen, unterscheidet sich das Aussehen und Verhalten. Generell sind alle Völker aggressiv und kämpferisch eingestellt. Die Helden verfügen über magische Kräfte, die im Laufe des Spiels verbessert werden.

Screenshots

Die Spielenden bekommen in chronologisch aufeinanderfolgenden Kampagnen diverse Aufgaben gestellt. Die Kampagnen sind in sich geschlossen und verfolgen unterschiedliche Ziele. Ziele sind unter anderem Erkundung der Umgebung, Geiselbefreiung, Eliminierung von gegnerischen Einheiten und neue magische Kräfte zu erhalten sowie der Auf- und Ausbau von Lagern. Das Spiel ist beendet bzw. gewonnen, wenn alle Kampagnen erfolgreich absolviert wurden. „Warcraft III - The Reign of Chaos" ist Nachfolger der Spiele „Warcraft - Orcs & Humans" und „Warcraft II - Tides of Darkness".

Anmerkung der Redaktion spielbar.de: Warcraft avancierte als Multiplayer -Spiel zu einem wichtigen Titel im Bereich des E-Sport .

Weiterführender Link

Warcraft III – ein Spielbericht der Jugendredaktion

4 Kommentare

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg schreibt:

Das Spiel gestaltet sich von Beginn an als recht strapaziös. Der Spieler muss gleichzeitig mehrere und u.a. sehr mannigfache und umfangreiche Aufgaben übernehmen. Während er dabei ist seinen Stützpunkt auszubauen und für die Verpflegung und den Abbau von Ressourcen (Gold und Holz) zu sorgen, beginnen Auseinandersetzungen mit gegnerischen Einheiten, die Erkundung der Umgebung und Ähnliches. Durch diese Komplexität artet das Spiel in Stress aus. Der Spieler kann sich durch diese vielen und mitunter schwierigen Aufgaben schnell überfordert fühlen.
Die Kombination von Maus und Tastatur stellt für ungeübte Spieler ebenfalls einen Stressfaktor dar.
Die grafische und musikalische Gestaltung des Spiels ist gut aufeinander abgestimmt und bildet ein gelungenes Arrangement. Dem Spieler wird durch dieses Zusammenspiel ein leichter Einstieg in die Spielatmosphäre ermöglicht.
Problematisch an Warcraft III ist, dass kämpferische Auseinandersetzungen im Mittelpunkt der Spielhandlung stehen. Eine Alternative zur Gewalthandlung wird nicht angeboten! Zweifelhaft ist des Weiteren die Möglichkeit, seine eigenen Einheiten im Spiel anzugreifen. Auch können wehrlose, Hilfe suchende und schutzbefohlene Personen, die sich als Freund erkennbar zeigen ("Guten Tag mein Freund!") angegriffen und getötet werden.

Das Spiel fordert organisatorische Kenntnisse in Bezug auf die unterschiedlichen Handlungsaufgaben und impliziert gleichzeitig den Wechsel zwischen diversen, von einander unabhängigen Gedankengängen. Dadurch werden die kognitiven Fähigkeiten der Spieler gefördert und ausgebaut.
Aufgrund dessen, dass kämpferische Auseinandersetzungen im Mittelpunkt des Spiels stehen und als alleiniges Problemlösungsmittel angeboten werden, sind die vorhandenen und übermittelten Einstellungen und Haltungen kritisch zu betrachten. Beim Einsatz des Spiels in einem pädagogischen Kontext, sollte der Focus dementsprechend auf die strategischen Handlungsstränge gerichtet sein. Diese sind förderlich in Bezug auf die Anregung von Lernprozessen, da in Zusammenhängen und systemorientiert anstatt linear gedacht werden muss.
Laut Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle kann Warcraft III bereits von 12jährigen erworben und gespielt werden. Es wäre jedoch sinnvoller von einer Altersfreigabe abzusehen, dafür den Entwicklungsstand des Spielers heranzuziehen und zu berücksichtigen. Wenn ein Spieler emotional gefestigt und sein Bewusstsein soweit ausgereift ist, dass er zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse unterscheiden kann, ist Warcraft III unbedenklich in Bezug auf die moralische Entwicklung im Kinder- und Jugendalter.

Das Wichtigste in Kürze:
• Spielpartner aufgrund des Spielstress wünschenswert
• Wehrlose können getötet werden
• fördert systemisches Denken

05.09.2003 um 17:11
Stephanie Ahaus und Heide Birth schreibt:

Warcraft 3 ist ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel, welches strategische und angriffsorientierte Elemente miteinander verbindet. Nach einer simplen Einführung (einer Art Tutorial) kristallisiert sich die Komplexität des Spiels heraus und wird mit der Zeit recht stressig, da man schnell den Überblick verliert. Die grafische Aufmachung ist ansprechend gestaltet und wird vom Sound unterstrichen. Der Spieler kann sich durch diese gelungene Kombination von Grafik und Sound sehr leicht in das Spiel hineinversetzen. Die "Sprüche" der Akteure werden jedoch mit der Zeit recht nervig.
Der Schwierigkeitsgrad steigert sich mit der Zeit und dem Vorankommen im Spielverlauf. Vor Beginn des Spiels besteht aber auch die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad individuell festzulegen (Normal / Schwer).
Durch die Kombination von Maus und Tastatur, lässt sich das Spiel eingangs nur sehr umständlich bedienen. Dies legt sich aber ebenfalls nach einiger Übung.
Interessant sind die häufigen Ortswechsel, wechselnde Gegner und diverse Landschaften, die es immer wieder neu zu entdecken gilt. Warcraft III ist ein gelungenes Strategiespiel mit kniffligen Situationen, vielen Herausforderungen und kämpferischen Einlagen.

05.09.2003 um 17:11
Nick schreibt:

Das Spiel Warcraft III ist einfach fantastisch, wenn man ein Strategiespielfan ist und z.B. Age of Empires 2 kennt und selber gerne spielt. Die Grafik ist gut. Man sollte es aber nicht spielen, wenn man eine CPU mit weniger als 400 Megahertz hat, sonst hackt es nur und man kann sich nicht aufs Spiel konzentrieren! Die Kampagne ist am Anfang einfach, man findet gut den Anschluss und wird mit der Zeit immer schwieriger, aber man kann die Kampagne gut durchspielen. Wenn man das Add-on "Frozen Throne" hat, dann wird das Spiel noch interessanter und es gibt dann eine neue Kampagne, neue Helden und Einheiten. Neue Gebäude gibt es auch.

14.10.2003 um 17:11
Aran schreibt:

Ich persönlich finde, dass Warcraft III unbedenklich ist. Natürlich ist die Menschenkampagne (Stichwort Mission 7, in der Arthas alle Menschen tötete, damit sie nicht zu Untoten wurden) schon blutig; allerdings würde ich es nicht mit z.B. Warhammer: Dawn of War gleichsetzen (zweifellos auch ein gutes Spiel, wenngleich ich es noch nie gespielt habe) .In Warhammer ist die Gewalt ein Spielelement, allerdings auch total überzogen (es ist ja auch ab 16)
In Warcraft steht in der Kampagne die großartige Geschichte im Vordergrund. Die Missionen sind abwechslungsreich und gut designt. Der Multiplayer ist ein Juwel und macht sehr viel Spaß. Nur weil sich wildfremde Spieler dort duellieren, heißt das nicht, dass sie auch in der realen Welt aggressiv sind. ich zumindest achte im Multiplayer und auch solo nicht darauf, wie viel Blut ich vergießen kann, sondern ob es mir Spaß macht, das Spiel zu spielen. Und bei Warcraft III ist das der Fall.
PS: Meine Mutter hat auch eine miese Meinung von dem Spiel, ich versuche schon die ganze Zeit es ihr auszureden. Zum Beispiel halte ich nichts von Counter Strike.
Es ist mir egal; ich mag nun einmal keine Ego-Shooter, die so auf Gewalt setzen (Stichwort Blutpatch). Danke für die Aufmerksamkeit

Aran

09.09.2006 um 17:11


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