Spielebeurteilung

Spyro the Dragon

25.02.2011
Bösewicht Gnorc sperrte alle Drachen in Kristalle ein. Allein der kleine Spyro konnte der Attacke entgehen. Die Spielenden schlüpfen nun in die Rolle des kleinen Drachen. Das Ziel ist seiner Artgenossen zu befreien und Gnarc seiner gerechten Strafe zuzuführen.


Das „Jump 'n' Run "-Spiel zeigt, dass Sony Nintendo in Sachen 3D-Grafik in nichts nachsteht. Hier hilft allerdings nicht ein Klempner aus aller Not, sondern ein kleiner sympathischer Drache namens Spyro. Und Notsituationen gibt es viele, denn im Märchenland steht alles Kopf. Dunkle Gestalten tummeln sich in den einstmals friedlichen Ländern und Schlössern, während die dort ansässigen Drachensippen vom bösen Drachen Gnasty Gnorc in Kristallstatuen verwandelt wurden. Nur der jüngste Spross der Familie entgeht der Attacke und macht sich auf den Weg, seine Artgenossen zu befreien, Diamanten einzusammeln und Gnasty Gnorc zu verjagen.

Wie im Vorbild „Super Mario 64" springt der kleine Feuerspucker durch eine dreidimensionale Welt, insgesamt 36 Level , in denen er sich völlig frei bewegt. Eine imaginäre Kamera blickt ihm dabei meist über die Schulter oder positioniert sich in engen Räumen im bestmöglichen Winkel. Feindliche Monster erliegen seinem Feueratem, schlaue Unholde wappnen sich dagegen mit feuersicheren Rüstungen. Solche cleveren Feinde nimmt Spyro mit einem flotten Galopp und gesenktem Kopf auf die Hörner. Kleine Löcher überspringt Spyro locker, doch leider kann er noch nicht richtig fliegen. Seine Kraft reicht nur zu kurzen Gleitflügen, mit denen er über Abgründe schwebt. Der hilfreiche Libellenfreund Sparks bewahrt den Jungdrachen dreimal vor einem Treffer. Zum Dank jagt Spyro für ihn harmlose Tiere, die nach einem Feuerstoß Schmetterlinge hinterlassen. Sparks schnappt sich diese Falter als Futter. Allerhand merkwürdiges Volk treibt sich in Spyros Welt herum, von netten Feen bis zum listigen Dieb.

Grafisch gesehen ackert die Hardware mit Erfolg, denn der lustig animierte Drachen-Youngster rennt durch abwechslungs- und gagreiche Kulissen, die mit bislang ungekannter Fernsicht beeindrucken. Nicht von schlechten Eltern auch das spielerische Element: Nach dem leichten Einstieg warten knackige Aufgaben, bei denen der Schwerpunkt auf fordernden Geschicklichkeitstests liegt.

Ähnliches Spiel

Super Mario 64
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3 Kommentare

Jens Wiemken, 36 (päd. Urteil) schreibt:

Es erscheinen leider allzu selten solche kindgerechten Spiele wie SPYRO. Hier stimmt einfach alles. Von der Hauptfigur in Tiergestalt – ein kleiner, lila farbener Drache, mit dem sich Mädchen und Jungen identifizieren können – bis zum Thema des Spiels. Am Anfang begehen die erwachsenen Drachen den Fehler, den bösen Gnorc zu beleidigen und werden deshalb in Kristallstatuen verwandelt. Nun hängt alles vom kleinen Drachen ab. Ein Wunschtraum vieler Kinder, die Erwachsenen retten zu dürfen und zeigen zu können, wie mutig und tapfer sie schon sind. Die anderen Zutaten entsprechen einem bunten Märchensammelsurium, inklusive der auftauchenden Figuren, von denen keine so richtig böse oder fies ist. Das Spiel erklärt sich selbst: jeder erwachsene Drache, der von SPYRO befreit wird, gibt ihm einen Tipp für seinen weiteren Weg. Die Level bauen, wie bei den Mario-Spielen von Nintendo, aufeinander auf, so dass auch die jüngsten Spieler langsam in das Spiel hineingezogen werden. In den großen 3D-Leveln gilt es die Übersicht zu bewahren und eine innere Landkarte zu erstellen. Fazit: gelungenes und kindgerechtes 3D-Erlebnis.

Das Wichtigste in Kürze:
• kindgerechtes Spiel
• Identifikation mit der Spielfigur
• zahlreiche Märchenelemente
• das Spiel erklärt sich von selbst

27.03.1999 um 16:58
Michaela und Sarah, 13 schreibt:

Die Geschichte ist realitätsfern, die Hauptfiguren sind Drachen und Frösche in Rüstungen. Die Geschichte ist trotzdem gut: sie ist phantasievoll, süß und lustig. Die Atmosphäre ändert sich von Level zu Level: mal fröhlich, mal gemein, mal lustig. Mit unserem Alltag hat das Spiel nichts zu tun – es gibt keine Drachen und wir können auch nicht Feuer speien. Das Feuer ersetzen wir beim Streit mit unseren Freunden durch Worte. Wir spielen SPYRO gern, weil es ein buntes und lustiges Spiel ist.

23.05.1999 um 16:58
Michael N. und Jan M., 11 schreibt:

Der Spielablauf ist sehr gut und spannend, weil es eine sehr gute Grafik gibt. Wenn man nah genug an eine Wand geht, dreht sich die Sicht sofort, anstatt dass man durch eine Wand guckt. Das Spiel ist für alle Altersgruppen geeignet, weil es witzig ist und weil für alle etwas dabei ist. Zum Beispiel Feuer spucken und Rammen für die einen und Fliegen und Gleiten für die anderen. Das Spiel hat nichts mit unserer Welt zu tun, sieht aber total real aus. Die Figuren existieren zwar nicht in unserer Welt, die Landschaften gleichen aber unseren. Wir würden gerne SPYRO persönlich kennenlernen. Das Spiel hat auch was mit unserem Alter zu tun, weil es viel mit Phantasie zu tun hat. Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahren haben viel Phantasie, die man zum Begreifen des Spiels auch braucht.

27.05.1999 um 16:59


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