Spielebeurteilung

Red Dead Revolver

15.03.2011
Als einsamer Cowboy begeben sich die Spielenden auf die Suche nach den Mördern ihrer Eltern. Das einzige Ziel: Rache üben. Red Dead Revolver ist ein actionreiches und gewalthaltiges Westernabenteuer, das nicht in die Hände unter 16-Jähriger gehört.


High Noon! Die Turmuhr schlägt zwölf, die Stadt ist wie leergefegt, nur zwei Männer stehen sich auf der staubigen Straße gegenüber. Ein kurzes Zucken mit der Hand und der Gegenüber liegt wie vom Blitz getroffen am Boden. So oder so ähnlich kennt man es aus Westernfilmen. Und dieses Szenario gilt es jetzt nachzuspielen. Die Spielenden übernehmen die Rolle von Red Harlow, einem einsamen Kopfgeldjäger, der auf der Suche nach den Mördern seiner Eltern ist. Diese wurden bei einem Überfall auf ihrer Farm vor zwanzig Jahren vor den Augen des kleinen Red kaltblütig ermordet. Und damit befinden sich die Spielenden auch schon mitten im Spiel.

Die Spielenden gelangen in die kleine Stadt Brimstone. Dort erteilt der Sheriff immer wieder Aufträge, die es zu erfüllen gilt. In der Stadt selbst kann sich die Spielfigur frei bewegen und bestimmte Waren, Waffen oder sogar die Geschäfte selbst kaufen. Das nötige Geld hierfür beziehen die Spielenden aus den Aufträgen vom Sheriff. So gelingt es das eigene Waffenarsenal aufzubessern oder sich neu einzukleiden.

Die Aufträge im Spiel sind ganz unterschiedlich. Mal prügeln sich die Spielenden im Saloon, ein anderes Mal nehmen sie vom Sattel eines Pferdes aus einen fahrenden Zug auseinander oder schleichen sich heimlich durch Minen. Damit nicht genug, denn in manchen Leveln kann es passieren, dass sich die Charaktere ändern und die Spielenden dann Freunde von Red, wie beispielsweise Jack Swift, den Scharfschützen aus England, steuern.
Immer griffbereit: eine Waffe, mit der die Spielenden auf Gegner schießen können. Im schnellen Schusswechsel hilft ihnen der sogenannte Dead-Eye-Modus, mit dem sie ihre Gegner in Zeitlupe anvisieren können.

Der Multiplayer -Modus für bis zu vier Spielende bietet insgesamt drei verschiedene Herausforderungen. Angefangen beim einfachen Duell (High Noon), geht es beim Sundown darum seine Gegner in vorgegebener Zeit besonders oft tödlich zu treffen. Der Modus Kopfgeldjäger bedeutet, allein oder in Zweier-Teams möglichst viele Banditen auszuschalten.

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2 Kommentare

die pädagogen (päd. Urteil) schreibt:

In dem Wild West Spiel geht es vornehmlich um eines: Überleben! Und dazu bietet das Spiel dem Spieler nur eine Möglichkeit, nämlich das Erschießen des Gegners. Zwar kann man auch seine Fäuste einsetzen, allerdings führen diese nur zu einer kurzen Bewusstlosigkeit, um zu Gewinnen ist das Einsetzen von Waffengewalt notwendig. Auch die gesamte Spielgeschichte ist sehr gewalttätig und nicht gerade für Kinder geeignet. Der Verlust der Eltern führt bei diesem Spiel automatisch zu einer einsamen Spielfigur, die nur Rache im Sinn hat.

Die sehr realistische Darstellung der Kampfsequenzen ist vor allem mit viel Blutvergießen verbunden. So sieht man gerade bei dem Slow-Motion Modus, wie der Gegenüber vom Kugelhagel und Blutüberströmt zusammen bricht.
Das Spiel ist ganz klar von seiner Thematik für Jungen ausgelegt. Es geht um Männer, die alleine in einer rauen Welt überleben müssen. Die einzigen Frauen, die im Spiel auftauchen, sind eine schiesswütige Ex-Salonbesitzerin und die sehr freizügig gekleideten Frauen im Saloon.

Beim Mehrspielermodus gibt es die Möglichkeit sich zu Teams zusammen zu tun, was auf jeden Fall zu einer Kommunikation unter den Spielern führt, aber eigentlich ist das Spiel schon ganz klar auf den Einspielermodus ausgelegt.

Das Wichtigste in Kürze:
• Spielgeschichte ist sehr gewalttätig
• viel Blutvergießen
• Männerbild des einsamen Wolfs

15.09.2004 um 18:00
Christian Schmidt, 24 schreibt:

Wer wollte als Kind nicht schon immer mal seine Lieblingsabenteuer von Cowboy und Indianer nachspielen? Und jetzt bietet mir die PlayStation 2 also endlich einmal die Chance ein einsamer Cowboy zu sein, der durch die Prärie streift.

Besonders gut gefällt mir, dass sich der Tutorial-Modus mit ins Spielgeschehen/-geschichte einschaltet und es nicht wie bei anderen Spielen ein Trainingsgelände gibt, wo man sich mit der Steuerung vertraut machen kann. Und auch hier hat man natürlich die Möglichkeit alle Übungen beliebig zu wiederholen und immer wieder zu testen. Schon die ersten Level sind sehr anspruchsvoll. Denn gerade das Zielen auf gegnerische Personen beziehungsweise das Unterscheiden zwischen Gegnern und Sträuchern oder Häusern geht doch, trotz sehr guter Grafik, leicht im allgemeinen Schusswechsel unter. Jedes Level bietet neue Herausforderungen und Überraschungen.
Ebenfalls ist die gesamte Story sehr gut durchdacht, spannend und hält den Spielspaß bis zum ersten Durchspielen sehr hoch.
Was mich vor allem sehr überzeugt hat, ist die grafische und musikalische Umsetzung des Spiels. Man fühlt sich sofort an die alten Italo-Western erinnert. Auch die Soundeffekte beim Schusswechsel sind sehr gut umgesetzt.

Was mich am Meisten begeistert hat, ist die Innovation bei der Spielidee. Denn die Anzahl von spielbaren Western-Szenarios ist doch sehr begrenzt.
Vor allem die Slow-Motion Funktion bei den direkten Eins-zu-Eins Duellen oder aber das zielgenaue Schießen aus Deckungen machen einfach sehr viel Spaß. Und auch das freie Bewegen in der Westernstadt vermittelt den Spielern das Gefühl, wie es wohl damals im Wilden Westen war. Und dazu kommen noch die gut gemachte Story und der Mehrspielermodus.

Was meiner Meinung nach nicht so gut gestaltet ist, ist die Spielübersicht beim Schusswechsel (Wo ist mein Gegner? Auf wen muss ich jetzt schießen?), sowie der manchmal einfach zu hohe Schwierigkeitsgrad.

15.09.2004 um 18:01


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