Spielebeurteilung

Emergency 4

15.03.2011
In der Rolle eines Einsatzleiters erledigen die Spielenden diverse Rettungseinsätze im Kampagnenmodus oder Endlosspiel. Der vierte Teil der Reihe ist ein Mix aus Echtzeit-Strategiespiel und Simulation.


Helfen und retten ist das Leitmotiv dieser Simulation. Als Chef(in) von Feuerwehr, Polizei und Rettung, unterstützt durch technische Spezialfahrzeuge für die Bergung, reagieren die Spielenden auf Unfälle und Katastrophen. Verletzte bergen, Brände löschen und Unfallstellen sichern sind die Kernaufgaben, die sich mit der Größe des Unfalls erweitern. Damit später im Spiel auch ein Rettungshubschrauber oder ein Bergungskran eingesetzt werden können, muss erst durch erfolgreiche Einsätze das Geld verdient werden, das notwendig ist, um diese Fahrzeuge zu kaufen.

Im Kampagnenmodus wechseln sich kleinere Routineeinsätze und größere Aufgaben ab. Wenn eine Person ins Krankenhaus gebracht werden muss oder ein brennender Papierkorb gelöscht werden soll, bleibt die ganze Stadt als Aktionsfeld in Sicht und ein Krankenwagen und ein Feuerwehrmann sind gleichzeitig an verschiedenen Stellen zu steuern. Wenn größere Einsätze anstehen, konzentriert sich das Spielgeschehen auf den betreffenden Ort.

Die Aktionen der Spielfiguren werden per Maus gesteuert – sie erhalten Einsatzbefehle, die sie dann selbstständig ausführen. Am Schirm wird angezeigt, ob z.B. noch verletzte Personen zu retten oder andere Aufgaben zu erfüllen sind. Zum Abschluss zeigt der Computer den Erfolg der Mission: Sind alle verletzten Personen gerettet? Wurden alle Aufgaben erfüllt (z.B. Brände gelöscht)? Wurden die finanziellen Mittel sparsam eingesetzt? Mit dem Blick auf die verbrauchte Zeit für die Mission gibt es dann eine Gesamtbewertung.

Im freien Spiel ist man für die Sicherheit einer ganzen Stadt verantwortlich. Laufend passieren Unfälle, Brände oder größere Katastrophen, auf die man durch den koordinierten Einsatz der Hilfskräfte reagieren muss. So wird aus dem Spiel ein spannendes Training in effizientem Krisenmanagement. Ein Editor erlaubt es, eigene Szenarien zu gestalten oder aus dem Internet geholte neue Missionen ins Spiel zu integrieren.

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1 Kommentar

Arbeitsgemeinschaft Computer und Spiel (ACOS) Linz schreibt:

Der Wunsch zu helfen ist eine häufige und positive Motivation für Kinder. Er ist neben dem Erfolgserlebnis ("Aufgabe gelöst") auch der wesentliche Antrieb für die Beschäftigung mit „Emergency“. Im Unterschied zu vielen anderen Programmen sind aber hier die Spielfiguren einfache Befehlsempfänger. Der Spieler muss ihnen genau "sagen", was zu tun ist. Es reicht nicht, sie einfach zum Einsatzort zu bewegen. Der Feuerwehrmann steht tatenlos neben dem Feuer, wenn er keinen Befehl zum Löschen erhält und vorher ein passendes Löschgerät holen musste. So wird das Spiel zum Lernprogramm: Wie wirken die verschiedenen Rettungskräfte zusammen? Was muss jeder Einzelne tun? Wenn einer in der Kette nichts tut, weil er keinen entsprechenden Auftrag erhalten hat, war alles umsonst. Auch wenn die Feuerwehr eine verletzte Frau aus dem brennenden Haus gerettet hat und der Notarzt sie erfolgreich behandelt hat, war die Aktion insgesamt nicht erfolgreich, wenn sie nicht mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren wird.

Im Vergleich zur Version 3 hat das neue Programm im Hinblick auf Sound und Grafik wiederum einen deutlichen Qualitätssprung geschafft. Auch in der Bedienung wurden einige Details zum Besseren verändert, sodass insgesamt ein schöneres und besseres Spiel entstanden ist.

Das Wichtigste in Kürze:
• Lernprogramm zum Thema "Rettung"
• trifft auf Helfer-Wunsch bei Kindern
• ACOS-Altersempfehlung: ab 12 Jahren

24.05.2007 um 18:17


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