Spielebeurteilung

Creatures

25.02.2011
In Creatures geht es um die Erschaffung und Simulation künstlichen Lebens. Die im Spiel vorhandenen Kreaturen lassen sich aber nicht direkt steuern, sondern nur deren Umgebung manipulieren. Damit grenzt sich Creatures von vergleichbaren Lebenssimulationen wie „Die SIMS“ ab.


In Creatures besteht die Aufgabe der Spielenden darin, kleine Plüschtiere mit den Namen „Norns“ erst auszubrüten und dann zu erziehen. Nachdem der erste „Norn“ erfolgreich geschlüpft ist, bleibt ihnen nichts mehr erspart. Sie müssen ihn ernähren, seine Exkremente beseitigen, ihn erziehen, ihm alles mögliche beibringen.

Der Spielablauf ist demnach vergleichbar mit den „piepsenden Plastikeiern“ (Tamagotchi). Virtuelle Lebewesen werden erschaffen und müssen von den Spielenden am Leben erhalten werden. Nur dass sich die „Norns“ nicht wie die Tamagotchi-Eier durch Piepsen melden, sondern sie schauen böse oder traurig. Wollen die Spielenden ihren tatsächlichen Gesundheitszustand überprüfen, so müssen sie im sogenannten Gesundheitsset nachsehen.

Die „Norns“ können durch fehlendes Futter, durch unbehandelte Krankheiten und an Altersschwäche sterben. Die Spielenden sind für ihr Wohlergehen verantwortlich. Aber auch bei liebevollster Umsorgung sterben diese virtuellen Lebewesen nach ca. 15 Spielstunden (Echtzeit).

Wenn die kleinen „Norns“ erwachsen sind, können sie sogar selber Eier legen, sie ausbrüten und die Jungen teilweise großziehen, dieses enthebt allerdings nicht der Verantwortung, sich um alle zu kümmern.

Ähnliches Spiel

Die Sims 3
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Dieses Spiel wurde getestet von:

2 Kommentare

Kreisjugendamt Kleve/Wesel schreibt:

CREATURES ist ein sehr komplexes Spiel, jedes Lebewesen in diesem Spiel – sie heißen 'Norns' – ist ein Unikat und ist separat zu betrachten und zu umsorgen. Aufgrund seiner Komplexität ist es erst ab 10 Jahren zu empfehlen.

Da die Figuren lustig und für Kinder ansprechend gestaltet sind, kann es zu einer Identifikation mit ihnen kommen. Dies kann im Einzelfall echte Trauer über den Tod eines geliebten 'Norns' (einer nicht real existierenden Kunstfigur) hervorrufen. Hier ist es zwar möglich, einzelne Figuren zu exportieren (auf Diskette abzuspeichern) und somit diese jederzeit neu zu beleben, allerdings ist zu hoffen, daß Kinder nicht glauben, dies sei auch im realen Leben möglich. Die hier neu geschaffene Spielidee wirft viele Fragen auf. Welche Wirkung hat das irreale Spielgeschehen auf den realen Tagesablauf von Kindern? Wie verarbeiten Kinder den Tod einer irrealen Kunstfigur? In wieweit bestimmt die Maschine (der Computer) beim Spiel CREATURES die Handlung von Kindern?
Sicherlich wird die Wirkung des Spieles bei jedem einzelnen Kind anders sein und zusätzlich abhängig sein von seinem Umfeld (Begleitung der Eltern/Erklärung des Spielgeschehens/Verarbeitungshilfen). Auch bei diesem scheinbar "ungefährlichen" Spiel mit putzigen Spielfiguren ist Erziehungsberechtigten die Empfehlung zu geben, dieses Spiel nicht unreflektiert und unbegleitet Kindern zur Verfügung zu stellen.

Das Wichtigste in Kürze:
• sehr komplex
• versteckte Gefahren
• putzige Spielfiguren
• kann zu junge Spieler überfordern und dadurch Frust erzeugen

26.08.1997 um 16:20
Marcel Pauls, 17 schreibt:

Eigentlich ist dem Hersteller hier ein gutes Spiel gelungen. Die Spielidee zu CREATURES ist vollkommen neu und kann mit keiner anderen direkt verglichen werden. Wenn man die gesamte Spielwelt mit seinen 'Norns" erst einmal erkundet hat, läßt der Spielspaß zwar etwas nach, da nur noch neue und verschiedenartige 'Norns' zu entwickeln und zu erforschen sind, aber trotzdem motivieren die lustigen Figuren zum Weiterspielen.

12.11.1997 um 16:22


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