Spielebeurteilung

Black Mirror

15.03.2011
Eine Mischung aus Grusel- und Krimiabenteuer. In detektivischer Arbeit klären die Spielenden in dem Adventure einen mysteriösen Tod auf. Zahlreiche Rätsel sorgen für lang anhaltenden Spielspaß, bei dem auch die Gehirnzellen gefragt sind.


Black Mirror ist ein Adventure. Das Spiel dreht sich um das Schloss Black Mirror, das viele dunkle Geheimnisse birgt. Die Hauptfigur Samuel Gordon, die in diesem Gemäuer aufgewachsen ist, kehrt nach zwölf Jahren dorthin zurück, um am Begräbnis seines Großvaters William teilzunehmen. Bis dahin hatte er es auf Grund von Erinnerungen an ein schreckliches Ereignis in Black Mirror gemieden, sich diesem zu nähern. Die mysteriöse Todesursache des Großvaters, ein Sturz aus dem Turm des Schlosses, der als Selbstmord abgetan wurde. Das lässt Samuel keine Ruhe und er beginnt Nachforschungen anzustellen. Dadurch kommt er der Wahrheit mit ihren düsteren Geheimnissen immer näher.

Samuel Gordon möchte den vermeintlichen Selbstmord seines Großvaters aufdecken. Er verhält sich vielen Personen gegenüber misstrauisch, was er ihnen jedoch nicht offen zeigt. Aus diesem Grund können die Spielenden in solchen Situationen seine Gedanken hören. Er ist hartnäckig und betätigt sich hauptsächlich damit, Personen zu befragen, Nachforschungen anzustellen und Rätsel zu lösen, die ihn seinem Ziel näherbringen. Während der Gespräche ist er meistens höflich, kann aber auch unfreundlich werden, wenn er merkt, dass er belogen wird. Um das Spiel zu gewinnen, müssen Gegenstände eingesammelt und sinnvoll kombiniert, Rätsel (Puzzle, Schachproblem) gelöst, Personen befragt und daraus Schlüsse gezogen werden.

Die Handlung findet Anfang der 80er Jahre in Schottland statt. Die Landschaft wirkt sehr düster und unheimlich. Viele der Gebäude wirken verfallen und sehr alt. Wie für Schottland üblich, regnet es häufig. Die wichtigsten Spielorte sind das Schloss Black Mirror, der kleine Ort Willow Creek, die Kirche mit dem anliegenden Friedhof, das Haus eines Arztes, ein verfallener Leuchtturm, ein Sanatorium und ein Schloss der nahen Verwandtschaft in Wales.

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Dieses Spiel wurde getestet von:

Pädagogische Beurteilung:

Eine hohe Auffassungsgabe, Kombinationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, logisches Denken, Orientierungsvermögen und ein gutes Gedächtnis sind von Vorteil, wenn man dieses Spiel spielen möchte.

Im Allgemeinen ist das Spiel nicht sonderlich stressig, weil keine Zeitbegrenzungen bestehen. Nur in seltenen Situationen muss man schnell reagieren, da sonst das Ende des Spieles durch den Tod von Samuel eintritt. Hier muss dann beim letzten Speicherpunkt von neuem begonnen werden.

Allein dadurch, dass der Spieler sich viele Namen von Personen und deren Beziehungen zueinander merken und zahlreiche Rätsel lösen muss, hat das Spiel einen hohen Komplexitätsgrad. Hört man beispielsweise nicht aufmerksam zu, hat man Schwierigkeiten, dem weiteren Verlauf des Spieles zu folgen.

Die Landschaften des Spieles wirken sehr realistisch und sind sehr detailgetreu. Hier sind zum Beispiel der Schattenwurf der Personen und das wechselnde Wetter zu erwähnen. Musikalisch wird die allgemein düstere Stimmung des Spieles gut untermalt. In einigen Situationen trägt diese Untermalung zum Heben der Spannung bei. Die Stimmen der Personen sind passend gewählt, zumal sie sehr deutlich und nachvollziehbar sprechen.

Das Spiel ist sehr spannend, da man nur Bruchstücke der eigentlichen Lösung erfährt. Dadurch möchte man mehr herausfinden und im Spielverlauf vorankommen.
Spieler können gemeinsam über Lösungen diskutieren, sich gegenseitig helfen und Ideen austauschen. Die vorgelesenen Texte behindern jedoch die Kommunikation untereinander.

Problematisch wird es, wenn sich Kinder mit diesem Spiel beschäftigen, da viele Morde und Leichen zu sehen sind, Tiere werden erschossen und Köpfe durchbohrt.

Das Wichtigste in Kürze:
• nicht für Kinder geeignet
• hoher Komplexitätsgrad
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Dieses Spiel wurde beurteilt von:

4 Kommentare

Nils und Patrick, 12 & 14 schreibt:

Von dem Spiel "Black Mirror" halten wir nicht allzu viel, da es sehr zeitaufwendig ist. Bei dem Spiel macht man nur kleine Fortschritte zum Beispiel findet man nach fünf Minuten einen Kamerafilm für eine Kamera, die man aber auch erst einmal finden muss. Schade eigentlich, denn die Aufmachung verspricht unserer Meinung nach mehr, als das Spiel hergibt, die Grafik und Bewegungen sind nämlich sehr real dargestellt. Auch ist das Spiel relativ schwer, wenn man bedenkt, wie lange es dauert. Die Bedienbarkeit ist jedoch sehr gut gemacht, man braucht im Grunde genommen nur die Maus.
Voraussetzungen, die der Spieler mitbringen sollte, sind vor allem sehr viel Geduld, ein nicht leicht reizbares Gemüt sowie Energie das Spiel weiterzuspielen. Der extreme Zeitaufwand verringert unserer Meinung nach das Interesse des Spielers und es gibt im Spiel selber nicht viel Spannendes. Was man bei dem Spiel "Black Mirror" lernen kann, ist seine Geduld und Kombinationsgabe zu üben.
Empfehlen können wir es vor allen den Spielern, denen Baller- und Echtzeitstrategiespiele zu hektisch sind.

29.09.2004 um 19:00
Rina und Elke, 22 schreibt:

Einige Szenen sind sehr lang gehalten. So gibt es mehrere Bücher, aus denen vorgelesen wird, wobei dies sehr langsam vorangeht und man sich schnell langweilt. Außerdem ist es schwierig, sich sämtliche Namen und Informationen zu merken, die auf einen einprasseln. Ansonsten ist das Spiel spannend gestaltet und macht neugierig auf die weiteren Geschehnisse. Besonders viel Spaß bereiten die Rätsel, wobei einige sehr schwer sind.
Im Allgemeinen ist das Spiel gut lösbar. Teilweise steigt der Schwierigkeitsgrad bei einigen Rätseln und bestimmten Kombinationen, die das Spiel jedoch nur noch interessanter machen.
Das Spiel ist sehr gut bedienbar, da es nur mit der Maus zu steuern ist. Das Einprägen lästiger Tastenkombinationen und viel Geduld bei deren Einübung bleiben einem erspart. Weiterhin ist uns aufgefallen, dass man bei einem Raumwechsel den Cursor an den Rand des Bildes bewegen musste, was beim unteren Rand zur Folge hatte, dass die Leiste der gesammelten Gegenstände hinderlich war.
Eine hohe Auffassungsgabe, Kombinationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, logisches Denken und ein gutes Gedächtnis sind von Vorteil, wenn man dieses Spiel spielen möchte. Langweilig war besonders, dass häufig Texte vorgelesen wurden und man sinnlos umherirren musste, bis bestimmte Personen einem weiterhelfen konnten. Das Interessante besteht im Grundgedanken des Spieles, nämlich das Geheimnis um den Tod von William Gordon aufzuklären.
Bezogen auf das Spiel haben wir weder einen Großvater, der aus einem Turm gefallen ist, noch liegt ein Fluch auf unseren Familien. Wir wünschen auch nicht, dass dies je eintritt. Logisches Denken, Kombinieren, Aussagen von Personen richtig deuten und bewerten, Schlüsse ziehen und Orientierungsvermögen können bei diesem Spiel geschult werden.
Unserer Meinung nach ist das Spiel für Jugendliche ab circa 16 Jahren geeignet. Dies liegt vor allem daran, dass Morde geschehen, Tiere erschossen und Köpfe durchbohrt werden und viele Leichen zu sehen sind.

29.09.2004 um 19:02
Flo schreibt:

Mich hat Black Mirror vom Anfang bis zum Ende in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre, die in diesem Spiel aufgebaut, wird ist einfach fesselnd, die Rätsel spannend. Es hat zwar keine Action, dafür ist aber die Grafik sehr gut. Die Musik ist passend und untermalt die düstere Stimmung. Ich war bis zu letzt gespannt. Einziger kleiner Kritikpunkt: manche Rätsel sind zu schwer. Man verliert dann doch die Lust wenn man tagelang vor einem Rätsel steht und es sich einfach nicht lösen lässt. Ansonsten super Spiel!!

07.06.2005 um 19:03
Lucas from the second Floor schreibt:

Ich persönlich empfinde Black Mirror ebenfalls als sehr gelungenes Spiel, einmal weil die Atmosphäre relativ gelungen ist; zum anderen weil es im Vergleich zu anderen Adventures einigermaßen Knifflige Rätsel aufweist.

01.11.2011 um 21:54


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