Spielebeurteilung

Blur

16.07.2010
Mix aus realistischer Autorennsimulation und Action geladenem Spaßrennen à la Mario Kart. Zahlreiche Extras wie Turbo, Minen oder Schutzschild sorgen für Abwechslung und lang anhaltendes Spielvergnügen, vor allem im Mehrspielermodus.


Blur ist im Grunde ein klassischer Funracer nach dem Prinzip von Mario Kart und Co. Das bedeutet, dass sich das Spiel aus zwei Elementen zusammensetzt. Zum einen aus der Rennspielkomponente und zum anderen aus dem „Fun“-Aspekt. Im Grunde bedeutet es, dass man in einem gewöhnlichen Rennspiel zusätzlich die Möglichkeit hat, Power-Ups – Extras, die den Spielenden kurzzeitig besondere Fähigkeiten verleihen - aufzusammeln und diese gegen seine Kontrahenten einzusetzen, um sich einen Vorteil im Renngeschehen zu verschaffen. Klassische Elemente sind dabei unter anderem der Turboboost, der das Fahrzeug kurzzeitig deutlich beschleunigt und einem so waghalsige Überholmanöver oder Abkürzungen ermöglicht, oder auch das, für Spiele dieser Machart obligatorische, zielsuchende Geschoss, das den nächsten Konkurrenten anvisiert und ihn bei einem Treffer kurzzeitig lahm legt.

Blur hat alle diese klassischen Elemente eines Funracers, macht jedoch eine Sache vollkommen anders: Sind Funracer normalerweise in bunten und fantasievollen Welten angesiedelt, setzt Blur auf echte Fahrzeuge und realitätsnahe Strecken. Auch die Fahrphysik, die Blur anwendet, ist deutlich realistischer als es in Funracern üblich ist. Die Spielenden müssen sich deutlich intensiver mit den Fahreigenschaften ihres Wagens beschäftigen. Von einer realistischen Rennsimulation ist Blur jedoch, da der Spaß im Mittelpunkt stehen soll, weit entfernt.

Screenshots

Technisch ist Blur auf dem neuesten Stand. Die Rennen sind schnell und fordern den Spielenden einiges an Reaktionsvermögen ab. Musik und Darstellung bilden eine Einheit die man am ehesten mit der Need for Speed Serie vergleichen kann.

Das Spiel bietet einen umfangreichen Karrieremodus sowie einen 4-Spieler Split-Screen Offline und bis zu 20-Spieler Online Multiplayermodus, in dem je 3 grundlegende Spielarten zur Verfügung stehen: Das klassische Rennen mit Power-Ups, ein Rennmodus ohne Powerups sowie einen Battlemode in dem man versucht die Fahrzeuge des Mitspieler zu demolieren. Blur bietet den Spielenden dabei in allen Modi einen hohen Grad an Konfigurationsfreiheit.

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2 Kommentare

Valerij (13) und Elo (17), Infoc@fe Neu-Isenburg schreibt:

Was wir von blur erwartet hatten war ein Mario Kart mit echten Autos, und genau das haben wir bekommen. Die Grafik des Spieles ist top und modern wie wir es wollten. Was uns jedoch Anfangs etwas überraschte war die Steuerung der Fahrzeuge die etwas realistischer gehalten ist, man kann z.B. in einer Kurve unkontrolliert wegrutschen wenn man zu schnell fährt. Der Rest des Spiels ist aber sehr einfach zu verstehen, die verschiedenen PowerUps sind nahezu selbsterklärend und funktionieren wie man sie von Mario Kart kennt.

Wir finden es sehr einfach einen Einstieg in das Spiel zu finden, und man kann schnell Erfolge haben. Das Spiel aber zu beherrschen, also um wirklich gut zu sein, erfordert sehr viel Geschick und Taktik beim vorgehen und benutzen der PowerUps.

Die echten Autos zusammen mit dem großen Spaß den es macht seinem Mittspieler einen roten Panzer… ehm roten Schockstoß in seinen Wagen zu schießen, lässt uns sicherlich noch einige Zeit Spaß mit dem Spiel haben. Wir hoffen dass man noch einige Strecken und Fahrzeuge wie in Mario Kart freispielen kann. Darum war es das auch für jetzt… wir spielen einfach mal weiter!

16.07.2010 um 11:35
Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- schreibt:

"Blur" ist ein actiongeladenes und aufgrund seiner gelungenen Fahrphysik angenehm anspruchsvolles Fun-Rennspiel. Die Verbindung zweier Genres - Fun/Arcade-Racer und Rennsimulation - funktioniert reibungslos und gibt dem Spiel einen besonderen Reiz. Dabei steht das Geschwindigkeitsgefühl, die Effekte beim Einsetzten der PowerUps und die realen Fahrzeuge (mit Lizenzen) im Mittelpunkt. Konzentration ist die wichtigste Fähigkeit die die Spielenden mitbringen sollten. Die Kameraführung ist sehr gut gelöst und lässt auch bei Drifts genug Übersicht zu, um kontrolliert fahren zu können. Der Gewaltaspekt, der durch den Einsatz von PowerUps gegen andere Fahrzeuge - bis hin zur Zerstörung - zum Tragen kommt, ist der Altersgruppe problemlos zumutbar, zumal "zerstörte" Fahrzeuge nur kurz verschwinden und dann wieder im Rennen sind. Aufgrund der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade und der Mehrspielermodi hält der Spielspaß lange an und so ist das Spiel für Fans von Rennspielen auf jeden Fall eine Empfehlung ab 14 Jahren wert. (Getestet wurde die Umsetzung für die PS3. Das Spiel und Spielerlebnis kann sich auf anderen Plattformen unterscheiden!)

13.09.2010 um 11:44


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