Spielebeurteilung

Dragon Age: Origins

10.02.2010
Ein erwachsenes Publikum mit viel Ausdauer. Daran richtet sich das gewaltvolle Rollenspiel , das stundenlang von einer komplexen Fantasiewelt erzählt. Und diese sieht je nach Spielcharakter völlig anders aus. Ein Spiel für Genrefans, das ganz unterschiedlich erlebt werden kann.


Dieses Rollenspiel ist der inoffizielle Nachfolger der bei Genrefans sehr beliebten "Baldurs Gate"-Reihe. Handlungsort des Abenteuers ist diesmal das mittelalterlich anmutende, zerrüttete Fantasiereich Ferelden, das von der „Dunklen Brut“ – einer Schar aus der Erde kommender, gefährlicher Monster, die frappierend an Orks erinnern – heimgesucht wird. Angeführt von einem mächtigen Erzdämon in Drachenform planen sie, sämtliche Lebewesen von der Oberfläche zu tilgen und die Herrschaft des Bösen einzuleiten.

Dieser Bedrohung stellt sich ein fragiles Bündnis aus Kirchen-Anhängern, Magiern sowie den „Grauen Wächtern“ entgegen. Bei Letzteren handelt es sich um eine Eliteeinheit von legendären Kriegern, denen die Spielfigur zu Spielbeginn als Rekrut beitritt. Vor langer Zeit konnten diese schon einmal die Dunkle Brut in ihre Schranken weisen, daher ruht auf ihren Fertigkeiten die Hoffnung des gesamten Reiches. Aufgrund eines Verrats durch einen wankelmütigen Fürsten geht die entscheidende Schlacht verloren, der König wird getötet und Ferelden blickt fortan dem nahenden Untergang entgegen.

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Um dieser gefährlichen Bedrohung Herr werden zu können, ist es Aufgabe des Spielers, folgenschwere Entscheidungen zu treffen, mit einer Gruppe von Abenteurern verschiedene Orte zu bereisen, dort Herausforderungen zu bestehen, um schließlich eine mächtige Allianz aus Zwergen, Elfen und Menschen zu schmieden.

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1 Kommentar

Daniel Heinz schreibt:

Mit der Erstellung einer eigenen Spielfigur beginnt die Qual der Wahl. Neben dem Aussehen muss sich der Spieler zwischen den Völkern der Menschen, Elfen und Zwerge sowie den Klassen "Krieger", "Magier" und "Schurke" entscheiden. Je nach Wahl beginnt eine von sechs verschiedenen, dramatisch inszenierten, mehrstündigen Einleitungsgeschichten, die gleichzeitig als Tutorial dienen. Hier werden dem Spieler gleichsam grundlegende Steuerungsbefehle wie Handlungsoptionen verständlich erläutert.

Diese Einleitungsgeschichten gewähren Einblicke auf die politischen, religiösen und sozialen Konflikte des Fantasiereiches aus gänzlich unterschiedlichen Perspektiven. Während man als Adelssohn einen Überfall auf die Burg seiner Familie miterleben muss, ist es Aufgabe des Magier-Anwärters, eine gefährliche Eignungsprüfung in einer anderen Dimension zu bestehen. Durch die anfänglich unbekannte Fantasiewelt ist der Spieler besonders auf Informationen angewiesen, die er primär durch Zwischensequenzen und zahlreiche Gespräche mit anderen Figuren erhält. Außerdem finden sich im Spielverlauf vielerorts Bücher, Schriftrollen und Objekte, die der Spieler betrachten kann, woraufhin interessante Fakten über Spielwelt, zu vergangenen und aktuellen Ereignissen, wichtigen Charakteren oder Kreaturen, in der spielinternen Bibliothek erscheinen. Da die hier gesammelten Informationen sehr umfangreich sind, bei der Lösung vieler Aufgaben helfen und eine Menge zu der stimmungsvollen und glaubwürdigen Atmosphäre beitragen, wird vom Spieler eine gewisse Lesebereitschaft gefordert.

Im Spiel ist es möglich, in einer Gruppe mit maximal drei weiteren Gefährten durch die Lande zu ziehen. Insgesamt trifft man im Spielverlauf bis zu 9 vollkommen unterschiedliche Mitstreiter mit einer jeweils unverwechselbaren Persönlichkeit, die sich aus gänzlich verschiedenen Motiven für das eigene Vorhaben begeistern lassen. Als sozialer Interaktionspunkt dient vor allem das Camp, wo die einzelnen Begleiter aufeinandertreffen und die Konstellation der Heldengruppe festgelegt werden kann. Die tiefgründigen, vielschichtigen, teils boshaft, teils witzig inszenierten Interaktionen innerhalb einer solchen Heldengruppe tragen maßgeblich zu der gelungenen Spielatmosphäre bei. Der dem Alkohol zugewandte Zwerg Orkhan macht z. B. der weisen Heilerin Wynne mehr als eindeutige, oftmals sogar obszöne Avancen, die Bardin Leliana gibt ihren Mitstreitern zwischen Gefechten absurde Kleidungstipps – Ihr Lieblingsthema ist schicke Schuhe. Auch ein unangenehm riechender Kampfhund kann sich zu den Abenteurern gesellen und findet großen Gefallen daran, sich im Camp auf die sauberen Kleidungsstücke einer ordnungsliebenden Zauberin zu betten – sehr zu ihrem Leidwesen (und zur Belustigung des Spielers).

» Die ganze pädagogische Beurteilung beim Spieleratgeber NRW lesen

Fazit:
Ein entscheidungskritisches, emotionales, erwachsen erzähltes, episches Erlebnis – dies ist "Dragon Age: Origins" für erwachsene Genrefans, die Geduld und Ausdauer mitbringen und vor allem bereit sind, viel Zeit zu investieren. Die hier präsentierte düstere Fantasywelt mit den zahlreichen gewaltvollen und brutal inszenierten Konflikten gehört nicht in die Hände Minderjähriger – dies sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich erwähnt.

10.02.2010 um 13:41


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