Spielebeurteilung

Wii Music

02.04.2009
Nintendo reiht sich mit Wii Music in die Gruppe der Musikspiele ein. Nicht nur die Steuerung verleiht dem Spiel dabei einen eigenen Charakter, auch auf Notenvorgaben und einen Highscore wird verzichtet. Das klingt vielversprechend. Gänzlich überzeugt sind unsere Tester aber nicht.

Beschreibung der Spieletester vom Infoc@fe Neu-Isenburg

Bei Wii Music spielt man verschiedene Musikinstrumente. Es gibt Orchesterinstrumente wie Violine oder Trompete, es gibt Bandinstrumente wie Schlagzeug und E-Gitarre oder auch exotische Instrumente wie karibische Steeldrums oder indische Sitar.

Wenn man das Spiel zum ersten Mal einlegt, erscheint ein Lehrer, der eine Einführung in die verschiedenen Instrumente gibt sowie die Spieltechnik mit dem Nunchuk Controller erklärt. Es gibt keine eigenen Spielfiguren, gespielt wird mit den Miis. Die ganze Aufmachung, Lehrer, Spieler und Umgebung sehen comicmäßig aus.

Es gibt vier Bereiche: Der Modus „Spiele“ bietet drei Spiele, die einem Rhythmus und Tonhöhen beibringen. Im „Jamsession“ Modus spielt man ein Instrument in einer Band. Im Modus „Instrumentalunterricht“ kann man die Controller Technik lernen, um weitere Instrumente spielen zu können. Im Modus „Clips“ kann man sich die gespielten Level alle noch einmal ansehen und -hören. Um die Level zu lösen spielt man meist irgendein Instrument, wobei es eigentlich immer nur darauf ankommt, mit dem Controller halbwegs im Takt zu bleiben.

Screenshots


Aus allen Spielen kann man danach eine CD und ein Cover gestalten und sich ein Video mit Zoomeffekten erstellen. Selber eigene Musik zu komponieren ist nicht möglich – man kann nur die vorgegebenen Lieder spielen oder begleiten. Diese sind Kinderlieder, Klassik oder 80er Jahre Popmusik. Das Spiel folgt damit einem ähnlichen Prinzip wie Guitar Hero oder Rock Band für die Playstation.

Weiterführende Links

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2 Kommentare

Alpay und Burak schreibt:

Der Musiklehrer nervt ziemlich schnell mit seinem Geplapper, da man jeden Satz einzeln weiter drücken muß und die Einführung nicht wegdrücken oder beschleunigen kann. Das gute am Spiel: man muß keine Noten können und die Bedienung ist einfach - das schlechte daran: es wird schnell langweilig, da auch die Spiele und Levels ziemlich leicht sind.

Außerdem ist das gesamte Spiel von den Möglichkeiten her sehr eingeschränkt. Die eingebauten Melodien sind sehr bekannt, die Auswahl an Liedern ist aber nicht unser Geschmack. Man fängt mit Weihnachtsliedern wie „Oh Tannenbaum“ an und kann dann nach und nach neue Lieder freischalten, die aber auch nicht spannender sind.

Was richtig blöd ist, ist das die Instrumente billig klingen – nicht gut für den Spielspaß. Was man bei dem Spiel lernen kann ist, im Rhythmus zu bleiben oder, wie bei dem Stimmgabel Spiel, Tonhöhen einschätzen zu lernen. Wir würden es uns nicht kaufen, da es nach 15 Minuten schon langweilig wird.

02.04.2009 um 17:08
Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- schreibt:

Bei „Wii Music“ steht der Spaß im Vordergrund! Musikerfahrene Spielende werden kaum eine Herausforderung finden, für alle anderen - und vor allem für Jüngere - bietet es einen unterhaltsamen Einstieg in die Welt der Musik. Die intuitive „Bedienung“ der Instrumente kann zwar nicht vermitteln, wie schwierig das Erlernen in Wirklichkeit ist, sehr wohl aber einen Eindruck der Spielweise sowie des Einsatzes, von Rhythmus und Zusammenspiel. Schade ist, dass der Klang vieler Instrumente eher künstlich realisiert ist. Sehr positiv ist die Möglichkeit, sowohl alleine wie auch gemeinsam mit Freund/innen (und nicht gegeneinander) zu spielen. Die verschiedenen Mini-Spiele und Übungen runden den Eindruck ab, dass „Wii Music“ auf unterhaltsame Art und Weise durchaus auch Wissen und Können vermitteln will und kann. Mit Unterstützung von Erwachsenen können so bereits Vorschulkinder in die Welt der Musik schnuppern.

10.06.2009 um 09:51


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