Spielebeurteilung

The Secret of Monkey Island (1990)

07.03.2011
Die Geschichte um die sagenumwobene Insel ist der Adventure -Klassiker schlechthin. Das Spiel begeisterte mit seinem Humor eine ganze Generation von Spielerinnen und Spielern. In der Reihe der Spiele-Klassiker darf „Monkey Island“ daher keinesfalls fehlen.
Die Spiele der „Monkey Island“-Reihe sind fantastische Abenteuer aus der Welt der Piraterie. Zentrale Figur der Geschichten ist der tölperhafte „Guybrush“. Im ersten Teil - „The Secret of Monkey Island“ - machen sich die Spielenden in seiner Rolle auf die Suche nach der verschwundenen Gouverneurin „Elaine“. Diese wird, so erfährt man, auf „Monkey Island“ festgehalten. Um dorthin zu gelangen, sind Aufgaben wie Fechten, „Stehlen“ und Schatzsuchen zu bestehen. Nur wer sich gut schlägt, erweist sich der Piraterie als würdig und schafft es bis „Monkey Island“. Doch dort treibt der böse Geisterpirat „LeChuck“ sein Unwesen.

Die Spielhandlung kommt durch das Lösen kleiner Aufgaben und Rätsel sowie durch Dialoge, in denen man wertvolle Informationen erhält, voran. Markenzeichen von „Monkey Island“ sind die abgedrehte Story und die unzähligen Gags. Der Protagonist Guybrush ist ein Anti-Held, der von einem Fettnäpfchen ins andere tappt.

Die weiteren „Monkey Island“-Spiele bauen aufeinander auf und erzählen die humorvolle Geschichte der Hauptfiguren Guybrush, Elaine und LeChuck weiter. Im zweiten Teil geht es um einen geheimnisvollen Schatz. Die Teile der Schatzkarte sind über verschiedenen Inseln verstreut. In „Monkey Island 3“muss Guybrush einen bösen Fluch bekämpfen, der Elaine in eine Goldstatue verwandelt hat. In „Die Flucht von Monkey Island“ schließlich gilt es Elaines Posten als Gouverneurin zu retten. Doch Guybrush landet abermals auf der bekannten Insel.

Fortsetzungen

Monkey Island 2: LeChuck's Revenge (1991, USK: ab 12 Jahren)

Monkey Island 3: The Curse of Monkey Island (1997, USK: ab 12 Jahren)

Die Flucht von Monkey Island (2000, USK: ohne Altersbeschränkung)

Weiterführende Links

Edna bricht aus

Ankh – Kampf der Götter

8 Kommentare

FH / JA Köln schreibt:

Von seiner äußeren Form her ist „Monkey Island“ ein typisches Grafikadventure. Man findet sich in verschiedenen, hier schon animierten Bildern wieder, kann Kontakt zur Umgebung und zu zahlreichen Akteuren herstellen. Die Kontaktaufnahme setzt keine langwierig zu tippenden Texteingaben voraus. Mit Hilfe der Maus und des Mauszeigers kann man einen beliebigen Gegenstand anwählen und erhält sofort eine Auswahl an Handlungsmöglichkeiten, die man auf diesen Gegenstand anwenden könnte.

Das Spiel spiegelt die Lebenssituation von Jugendlichen wider, die die Welt der Erwachsenen betreten wollen und den Wunsch haben, diese Welt und ihre Gesetze zu verstehen, um sich in ihnen bewähren zu können. In der inhaltlichen Einkleidung als Piratengeschichte können Jugendliche ein Abenteuer nacherleben, das ihnen in dieser Form in unserer Gesellschaft nicht möglich ist. In „Monkey Island“ können sie sich bewähren, können vorankommen und Prüfungen bestehen, gefahrlos Kontakte zu gefährlich aussehenden Personen aufnehmen und mit einem guten Ausgang des Abenteuers rechnen.
Die grundsätzlich menschenfreundliche Orientierung von Lucasfilm wird auch in diesem Videospiel deutlich. Mit „Monkey Island“ ist es gelungen, ein Spiel zu entwickeln, das mit wenig Aggression auskommt und gleichwohl spannend und anregend ist und für viele Stunden Spielvergnügen bereiten kann.

Die Spielforderungen sind anregend, abwechslungsreich und vielfältig angelegt und können als Modell für die realen Lebenssituationen von Jugendlichen (und auch Erwachsenen) dienen. „Monkey Island“ drückt innere Gelassenheit und Humor in vielfältigen Gesprächssituationen und Prüfungen aus – Einstellungen, die durchaus hilfreich sein können im alltäglichen Handeln.

Jugendliche ab etwa 14 bis 15 Jahren sind von diesem Adventure begeistert und halten es für eines der besten Spiele dieses Genres. Kommentar eines 14-jährigen Jungen: "Dieses Spiel ist witzig, hat spritzige Dialoge, amüsante Sequenzen und lässt den Spielspaß nie absinken und verdient die Note 1! Manchmal, wenn die Aufgaben schwieriger werden, möchte man aufgeben, doch das Spiel lässt einen einfach nicht in Ruhe. Nach mehrmaligen Versuchen schafft man es dann doch."

01.10.1997 um 12:06
Ann Christine & Carina, 12 schreibt:

Das Spiel ist mittelmäßig, weil es mal lustig und mal langweilig ist. Es gibt lustige Texte, aber manchmal sagt Guybrush nur das Gleiche und das nervt. Leider ist das Spiel ziemlich alt, und deswegen ist die Grafik sehr eckig und kantig. Der Sound passt zu seinem Bestimmungsort und schockt, weil er immer zur Atmosphäre passt und nicht dudelig ist (z.B. auf dem Friedhof ist die Musik ziemlich gruselig).

Das Spiel ist ganz schön schwierig, z.B. dauerte es sehr lange, bis wir alle Sachen für die Voodoo-Puppe zusammen hatten. Es ist dann schnell langweilig geworden und wir sind teilweise auch richtig sauer gewesen, wenn wir nichts gefunden haben. Die Bedienung mit der Maus ist ziemlich einfach, aber hin und wieder haben wir die Hauptfigur nicht so ganz unter Kontrolle gehabt, weil sie sich schlecht zum Bestimmungsort lenken ließ. Wir mussten viel experimentieren und kombinieren, weil wir die unmöglichsten Dinge zusammen ausprobieren mussten, sonst wären wir nicht klargekommen. Wir versuchten, den Bösewicht zu verfluchen, um von der Insel zu kommen.

Das Thema ist ganz cool, weil es mal was anderes ist, denn sonst muss man oft einen Schatz finden und das wird irgendwann langweilig. Wir finden die Hauptperson, die man ja spielt, unsympathisch, weil die so redet, wie wir nie reden würden, z. B. ist sie sehr frech und vorlaut. Das Spiel hat nichts mit uns zu tun, denn auf der einen Seite sind wir keine Schiffskapitäne und die Hauptperson ist ein Mann. Wenn es eine Frau wäre, wäre es für uns leichter und vertrauter gewesen, weil wir dann ihren Gedankengängen hätten folgen können. Außerdem hätte die Frau andere Texte gesagt, die uns als Mädchen vertrauter gewesen wären.

Bei diesem Spiel konnten wir nichts Praktisches lernen. Aber wir lernten zu kombinieren und Sachen miteinander auszuprobieren, die wir sonst nicht probiert hätten. Wir empfehlen dieses Spiel Jugendlichen und Erwachsenen, die Lust auf Kombinieren und Ausprobieren haben.

01.10.1997 um 14:07
LSW Soest schreibt:

MONKEY ISLAND II ist ein sehr gutes Abenteuerspiel, bei dem sich der/die SpielerIn oft den Kopf über schwierige Aufgaben zerbrechen muss. Um die Probleme in diesem Spiel zu bewältigen, ist viel Geduld erforderlich.
Zu Beginn kann man sich den Schwierigkeitsgrad aussuchen (die schwierige Spielstufe ist auch für Erwachsene sehr unterhaltsam).

Obwohl sich der/die SpielerIn oft in Situationen befindet, in denen es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt, kann er/sie in diesem Spiel keinen Fehler machen, der ein vorzeitiges Ende des Spiels bewirken würde. Ein sehr unterhaltsames , aber langwieriges Spiel und in der leichten Spielstufe für Kinder ab ca. zehn Jahren geeignet.

01.10.1997 um 17:07
Cornelia Kirk, 14 schreibt:

MONKEY ISLAND 3 ist spitzenmäßig! Ich mag Piratengeschichten. Und die Grafik ist einfach toll!!!!
Es gibt zwei Schwierigkeitsgrade. Allerdings ist schon das leichtere Level ganz schön knifflig. Geduld und Ausdauer, Kombinationsgabe und logisches Denken sowie ein gutes Gedächtnis helfen, das Spiel erfolgreich zu beenden.
Es ist witzig, dass sich auch diesmal Guybrush wieder etwas lächerlich macht (wie immer).

21.10.1998 um 16:01
Rainer Siebers, 19 schreibt:

THE CURSE OF MONKEY ISLAND ist der lang erwartete Nachfolger von MONKEY ISLAND II. Mit von der Partie ist natürlich der bescheuertste Pirat westlich von Melee Island, "Guybrush Threepwood", in dessen Rolle man schlüpft. Erzfeind und Oberschurke Zombie–Pirat Le Chuck ist, wie immer, auch mit von der Partie. Sonst tauchen noch allerhand bekannte Figuren auf, wie die bildhübsche Gouverneurin Elaine Marley und der altbekannte Wally und viele, viele mehr...

Worum geht’s? Der abscheuliche Pirat Le Chuck hat es sich in seinen Zombieschädel gesetzt, die hübsche Elaine Marley zu kidnappen, um sie dann zu heiraten. Wie man sich vorstellen kann, ist diese davon nicht so begeistert. Guybrush platzt wie so oft, in den ungünstigsten Momenten dazwischen und rettet Elaine, um ihr dann einen verwunschenen Verlobungsring an den Finger zu stecken. Dieser Ring verwandelt Elaine in eine 20 Karat–Goldstatue, welche dann auch noch spurlos verschwindet. Wie man sich denken kann, hat sich Guybrush unter einer hochkarätigen Ehe was anderes vorgestellt und er versucht jetzt Elaine zu retten. Spielziel ist es Elaine wiederzufinden und den Fluch aufzuheben, und nebenbei muss man noch Le Chuck überzeugen, dass er Elaine doch nicht heiraten sollte.

Das Spiel hat einen geringen Frustfaktor, da die meisten Rätsel überschaubar sind und sich in einer beliebigen Reihenfolge lösen lassen. Die Gegenstände im Inventar bleiben auch meist überschaubar. Die Rätsel reichen von "ach wie einfach" bis "wie soll ich da darauf kommen, ohne alles auszuprobieren". Es gibt wie in MI2 zwei verschiedene Schwierigkeitsgrade, die sich aber nur durch die Rätseldichte bemerkbar machen. Die meisten Dialoge, die man mit den verschiedenen Charakteren hält, sind humorvoll gestaltet. Aber auch hier gibt es die eine oder andere nervende Ausnahme. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, da man sich spätestens beim Schwertduell, wie man es aus MI1 kennt, belohnt wird. Die Synchronisation ist gelungen und lässt keine Wünsche offen.

Vergleichbare Spiele sind natürlich MONKEY ISLAND 1+2 und BAPHOMETS FLUCH 2. Meine eigene Meinung ist, dass die Mischung aus Humor und Rätsel bei MI3 klasse gelungen ist und für viele lustige Stunden sorgen wird.

22.10.1998 um 11:08
Kreis Kleve/Wesel schreibt:

^MONKEY ISLAND 3 ist ein sehr gut gestaltetes Grafikadventure, das sich durch eine Vielzahl von skurrilen, aber nie unlogischen Rätseln empfiehlt. Das Spiel erzeugt einen hohen Motivationsgrad weiterzuspielen und den Ablauf bzw. Ausgang des Abenteuers zu erfahren.

Bei der im Zwischenteil zu bestehenden Seeschlacht muss man die Fechtduelle gegen die Piraten weniger mit Waffengewalt als mehr mit Wortwitz bestehen. Im gesamten Ablauf spielt Gewalt eine sehr geringe Rolle. Kreativität und abstraktes Denken sind gefordert. Spannung und Spielspaß sind garantiert.

MONKEY ISLAND 3 ist auf Grund der zwei Schwierigkeitsstufen, zwischen denen man sich zu Beginn des Spieles entscheiden kann, für jüngere Spieler/innen oder Adventure–Neulinge geeignet, aber auch Erwachsene können in der schwierigeren Version ihren Ideenreichtum bei den vielfältigen Rätseln erproben.
Der rote Faden, der sich durch das gesamte Spiel zieht, lautet: nur nichts zu ernst nehmen, Humor siegt. Nicht mit roher Gewalt sondern mit Köpfchen erreicht man sein Ziel.

MONKEY ISLAND 3 ist durchaus ein Spiel für die ganze Familie, vor allem auf Grund der Tatsache, dass es gemeinsam noch mehr Spaß macht, Rätsel zu lösen, die Piraten in die Flucht zu schlagen und Elaine von dem ihr auferlegten Fluch zu befreien. Ab 10 Jahren (Hilfestellung durch Ältere vorausgesetzt) zu empfehlen.

22.10.1998 um 16:07
Oliver Stüber, 17 schreibt:

Elaine, Geliebte von Guybrush, ist zu einer Goldstatue erstarrt – das Abenteuer beginnt! Die Jagd zur Rettung von Elaine führt von einer Insel zur anderen. Dabei findet Guybrush fast den Tod im Treibsand, er duelliert sich mit wortgewandten Piraten in Reimduellen, täuscht seinen eigenen Tod vor und hat viel Spaß auf dem Jahrmarkt der Verdammten. Animationen, Sprachausgabe, Effekte und Musik in Filmqualität warten auf sie. Spielspaß ohne Ende. Der dritte Teil ist eine würdige Fortsetzung der Adventure–Serie.

24.05.1999 um 16:08
Klasse 9 SL der Toulouse-Lautrec-Schule (Monkey Island 3) schreibt:

Oskar (16 Jahre) schreibt:
Ich finde die Grafik mangelhaft. Die Grafik ist nur in 2 D und 1 D, aber das Spiel ist schön bunt. Ein 17jähriger würde das Spiel nicht spielen. Er würde ein Spiel mit besserer Grafik und mehr Action spielen.

Jenni (17 Jahre)schreibt:
Ich finde das Spiel so weit ganz gut, außer dass die immer so viel reden, aber das muss wohl so sein. Die Grafik ist total gut, die Farben sind schön bunt. Derjenige, der das Spiel nicht kennt, für den ist das schwer, weil man da nachdenken muss und vielleicht die Spiellösung aus dem Internet lesen muss.

Schadia (16 Jahre) schreibt:
Das Spiel ist eigentlich leicht, aber man muss Piraten bekämpfen und man muss richtig kontern können.

Patrick (18 Jahre), Özlem (17 Jahre) und Sebastian (18 Jahre) schreiben:
Man muss sehr viel überlegen, man muss genau aufpassen, was man sagt und man darf nichts vergessen mitzunehmen.

28.06.2002 um 19:45


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