Spielebeurteilung

SimCity (1989)

07.03.2011
Die komplexe Wirtschafts- und Aufbausimulation „SimCity“ zählt zu den bekanntesten Spielreihen überhaupt. Die erfolgreiche Spielidee ist, eine Stadt planerisch zu entwickeln und durch städtebauliche Maßnahmen zu verändern. Seit 1989 wurde das Spiel mehrfach weiterentwickelt.
In der Rolle eines Bürgermeisters ist es die Aufgabe der Spielenden, eine fiktive Stadt auf dem Reisbrett zu planen, aufzubauen und schließlich zu verwalten. Dazu werden zunächst Wohn–, Geschäfts– und Industriezonen ausgewiesen. Damit diese genutzt werden können, muss die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Dazu zählen etwa Verkehrsverbindungen oder die ausreichende Strom– und Wasserversorgung. Nur wenn die Rahmenbedingungen günstig sind, siedeln sich die „Sims“ in der Stadt an und errichten Gebäude.

Die große Herausforderung des Spiels besteht im sinnvollen Wirtschaften, da Kapital nur begrenzt zur Verfügung steht. Die steigenden Ausgaben, etwa für Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Sicherheit oder Stadtreinigung, müssen in erster Linie durch Steuereinnahmen gedeckt werden. Den Steuersatz gilt es dabei mit Augenmaß zu wählen, da sich Einwohner und Unternehmen schnell durch hohe Steuern vergraulen lassen. Gleichermaßen sollte für den langfristigen Spielerfolg von einer allzu gedankenlosen Ausbeutung der Ressourcen oder der Natur abgesehen werden. Große Investitionen, wie die Errichtung eines Stadions, eines Seehafens oder eines Flughafens, sollten erst getätigt werden, wenn die Stadt eine entsprechende Größe erreicht hat. Um bei aller Komplexität den Überblick zu behalten, stehen den Spielenden umfangreiche Rückkopplungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zeitungsmeldungen, Statistiken und Meinungsumfragen zeigen den Spielenden deutlich an, ob sie auf dem richtigen Weg sind oder in eine Sackgasse steuern.

Dieses Spielprinzip wurde bis „SimCity IV“ (2003) in seinen Grundzügen beibehalten. Die Fortsetzungen glänzten durch technische Verbesserungen und mehr Handlungsoptionen. Wurde in der Ursprungsversion von SimCity die Stadt noch in einer Draufsicht dargestellt, verfügte die Fortsetzung „SimCity 2000“ (1993) bereits über eine wesentlich bessere Grafik und mehr Handlungsmöglichkeiten. Die Spielfläche ist seitdem perspektivisch angelegt (Vogelperspektive), wodurch Höhenveränderungen wie Berge und Täler deutlich hervorgehoben werden. Diese grafischen Darstellungen erhöhen deutlich die Qualität der Handhabung.

Fortsetzungen

SimCity 2000 (1993, USK: ab 6 Jahre)

SimCity 3000 (1999, USK: ab 12 Jahre)

SimCity IV (2003, USK: ohne Altersbeschränkung)

SimCity DS (2007, USK: ohne Altersbeschränkung)

SimCity Societies (2007, USK: ohne Altersbeschränkung)

SimCIty Creator (2008, USK: ohne Altersbeschränkung)

Weiterführende Links

SimCity Societies

City Life – Edition 2008

5 Kommentare

FH / JA Köln schreibt:

SimCity fordert planerisches Denken, Verständnis für Wechselwirkungsprozesse und ökonomisches Kalkül (welche Mittel setze ich ein für welches Ziel). SimCity ist ein ökologisch orientiertes Simulationsspiel, das trotz seiner Komplexität ein handhabbares Modell für vernetzte Strukturen bietet. Die Beteiligung an dem Spiel schafft, trotz Betonung technisch–rationaler Zusammenhänge, Wissen durch Simulation am Modell und kann dazu führen, dass sich Jugendliche an der Stadtpolitik beteiligen. Trotz seiner Komplexität kann das Spiel wegen seiner hohen Bedienungsfreundlichkeit von Kindern ab 12 Jahren gespielt werden.

Das Wichtigste in Kürze:

- verdeutlicht Stadtentwicklung

- Modell für vernetzte Strukturen

- Zusammenhänge teilweise zu einfach (Politik, Soziales)

06.08.1998 um 16:24
FH / JA Köln schreibt:

zu SimCity 2000:
Wie schon „SimCity", so animiert auch „SimCity 2000“ dazu, das eigene Geschick bei der Gestaltung einer Stadt zu erproben. Dazu sind Kreativität und planerisches Denken gleichermaßen gefragt. Die in der Simulation angelegten Zusammenhänge zwischen den einzelnen Spielelementen müssen erkannt und berücksichtigt werden. Fehler sind nicht zu vermeiden, die Konsequenzen müssen gezogen und in das weitere Vorgehen miteinbezogen werden. Kompromisse sind oft die bessere Lösung als fundamentalistisches Durchsetzen von Ideologien.

Die Grundmuster der spielerischen Handlung ist "Prüfung und Bewährung". Die Aufgabe der Stadtentwicklung kommt immer wieder auf den Prüfstand. Im Prinzip gilt es, eine funktionierende ökologische Einheit so zu organisieren, dass sie langfristig lebensfähig ist.
Unter bildungspolitischen Gesichtspunkten sollte SimCity 2000 in den Lehrplan von Schulen aufgenommen werden. Wo sonst kann man so anschaulich die Auswirkungen von städteplanerischen Entscheidungen nachvollziehen wie in diesem Spiel und versuchen, eine ideale Stadt zu konstruieren. Die spielerische Auseinandersetzung mit derart komplexen Zusammenhängen stößt aber nicht nur bei älteren Jugendlichen auf große Begeisterung. Bereits 12 – 14jährige übten sich, angesichts der Trostlosigkeit des eigenen Stadtteils, im Test mit großer Ausdauer in der Entwicklung einer funktionierenden, florierenden und trotzdem lebenswerten und jugendgerechten Stadt.

07.08.1998 um 16:24
Christian, 11 Jahre schreibt:

SIM CITY 2000 finde ich gut, weil man mit einer bestimmten Summe an Geld eine eigene Stadt aufbauen, beschützen und ausbauen muss. Straßen bauen und gleichzeitig die Umwelt schonen ist zwar schwer, aber nicht unmöglich. Am besten finde ich die Geschenke, die ich bekomme, wenn meine Stadt wieder einmal um einiges gewachsen ist. Dumm finde ich eigentlich nur, dass die lästigen Katastrophen immer so gehäuft auftreten und meine Stadt ruinieren. Das ist aber auch das einzige, was mir nicht gefällt.

07.08.1998 um 16:25
Gerrit, 14 schreibt:

Die Grafik und die Ausstattung ist bei SIM CITY 2000 viel besser als beim alten "Sim City". Natürlich ist das Spiel schwerer geworden, es gibt in der deutschen Version keine Cheats für Geld. Man hat zwar 20 000 DM am Anfang, um eine Stadt zu erbauen, aber man muss schon ein paar Mal gespielt haben, um mit dem Geld zurechtzukommen. Trotzdem macht das Spiel irrsinnig viel Spaß. Bloß eine Sache nervt: die Musik. Sie ist ohne Soundkarte echt nervtötend, da hilft nur eins: Abschalten!

07.08.1998 um 16:25
Teamworks zu Sim City 4 schreibt:

In Sim City 4 baut man Städte und Dörfer in unterschiedlichsten Landschaften, die man selbst gestalten kann. Das Ziel ist es, eine Stadt bzw. Region zu schaffen, die eine funktionierendes Wirtschafts- und Verkehrssystem besitzt.
Als Bürgermeister muss man sich um alle Belange der Stadt wie Bildung und Sicherheit der Bürger kümmern.

Das Spiel ist zeitlich in der Gegenwart angesiedelt, und besitzt einen hohen Realismusgrad, der das Spiel zu einer großen Herausforderung macht. Von kleinen Dörfern mit wenigen hundert Einwohnern bis zu gigantischen Millionenstädten ist es ein weiter Weg mit vielen Rückschlägen, aber gerade das macht den Reiz des Spiels aus.

Es handelt sich um den besten teil der SimCity Serie, da es im Internet unendlich viele zusätzliche Gebäude etc. gibt. Zudem ist es am realistischsten von der Simulation der Städte.

Obwohl das Spiel von 2003 ist, ist es auch für moderne Computer eine große Belastung, da es nicht Multicore fähig ist.

16.09.2010 um 13:04


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