Spielebeurteilung

PowerUp – Computerspiel mit Ökobotschaft

14.03.2008
Der Planet Helios bittet um Hilfe. Die ehemals klimafreundliche Energieversorgung des Planeten ist außer Funktion. Da zu viele fossile Brennstoffe verbrannt wurden, heizen Treibhausgase die Atmosphäre auf. „PowerUp" ist ein „Serious Game " rund um nachhaltige Energieversorgung.
Ziel des Spiels ist es, den Planeten „Helios" (der griechische Sonnengott) vor der ökologischen Verwüstung zu bewahren. Zunächst landen die Spielenden in der Rollen von Ingenieuren im „Orientation Center", einem futuristischen Gebäude, in dem sie Wissenschaftler/innen kennen lernen und über Hintergründe aufgeklärt werden. Das Gute an Helios: der Planet versorgte sich in der Vergangenheit schon einmal ausschließlich mit regenerativen Energien. Alte Technologien müssen lediglich reaktiviert werden, um den Planeten zu retten.

Vom „Orientation Center" aus starten die Missionen, die dann doch einige Gefahren bergen. Beispielsweise finden sich an vielen Stellen fast lebendig wirkende, giftige Karbonwolken, deren Ursprung niemand so genau kennt und die neutralisiert werden müssen. Letztendlich geht es bei den drei Aufträgen aber darum, die Versorgung mit Sonnen- und Windenergie wieder herzustellen.

Die Software zum 3-D-Online-Spiel „PowerUp" kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.

Weiterführende Links

Spielinfo und Download

Themenschwerpunkt Serious Games

2 Kommentare

Tobias Miller (Redaktion spielbar.de) schreibt:

Die Analogie zwischen dem fiktiven Planeten Helios und der Erde hinsichtlich der Klimaproblematik ist offensichtlich. Das Spiel ruft indirekt zum Sparen von Energie und zur Nutzung klimafreundlicher Technologien auf. Der spezielle Mehrwert des Spiels liegt dabei in der Aufklärung über konkrete Beiträge zum Klimaschutz, die jeder und jede Einzelne leisten kann (z.B. die Nutzung von Energiesparlampen). Dies geschieht im Spiel ganz nebenbei. Im Vordergrund stehen natürlich die ebenfalls ökologischen Missionsziele, die auch einige Action-Elemente beinhalten, was die Attraktivität des Spiels deutlich steigert. Beispielsweise müssen die Karbonwolken im Stil eines „First-Person-Shooter“ mit speziellen Geschossen neutralisiert werden.

Die graphische Umsetzung der 3-D-Welt ist ansprechend. Die Spielenden können sich ähnlich wie in der Onlinewelt „Second Life“ frei bewegen. Missionen können auch gemeinsam im Team gelöst werden. Allerdings ist nicht Umsetzung noch nicht ganz ausgereift. Eine Chat-Funktion mit vorgegeben Textbausteinen ermöglicht zwar die Kommunikation mit anderen Spielenden, funktioniert aber noch nicht fehlerfrei. Auf den Missionen können außerdem keine Spielstände zwischengespeichert werden, weshalb man häufiger ganz von vorne beginnen muss, was durchaus frustrierend wirken kann.

Hervorzuheben ist, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben, das Spiel für den Unterricht nutzbar zu machen. Inhaltlich eignet sich „PowerUp“ allemal. Zur konkreten Anleitung steht der „Teacher Guide“ zur Verfügung. Er bietet eine Einführung für Lehrkräfte ins Spiel und macht konkrete Vorschläge zur Einbindung in den Unterricht. Auch für Eltern gibt es ein Informationsangebot auf der Internetseite des Spiels. Bisher sind das Spiel und die Begleitmaterialien allerdings nur in englischer Sprache verfügbar.

Da das Spiel nur über das Internet erhältlich ist, wurde es nicht von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hinsichtlich seiner Alterseignung geprüft. Problematische Inhalte finden sich im Spiel aber nicht, so dass es zumindest für ältere Kinder unbedenklich ist. Bei der Entwicklung des Spiels waren Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren beteiligt. Dieser Alterszielgruppe dürfte das Spiel auch am ehesten entsprechen.

Fazit: eine gute Spielidee, an deren technischer Umsetzung sich noch arbeiten lässt.

14.03.2008 um 19:36
Pia Piaggio in der Simulation | Second Life Talk schreibt:

[...] im Angebot sind Serious Games unter anderem zu den Themen Umwelt, Armut und Hunger, Gesundheit oder Politik. Zum Beispiel kann man zum virtuellen Politiker [...]

30.05.2009 um 12:50


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