Spielebeurteilung

Power of Politics

20.01.2010
Power of Politics ist eine kostenlose (!) Multiplayer -Online-Politiksimulation, in welcher die/der Spieler/in selbst die Rolle einer/s Politiker/in/s übernimmt, eine eigene Partei gründet oder einer beitritt.
Beschreibung von der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) Wien

Kandidieren kann man innerhalb Österreichs, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz, unabhängig vom eigenen Wohnort. Es gibt die Bezirks-, die Landes- und die Bundesebene auf denen man abhängig von der eigenen Stärke kandidieren kann. Kommunikation ist im Spiel zwar nicht erforderlich, hebt die Motivation und den Weiterspielwert aber enorm.

Abseits des Spiels selbst wird bei so gut wie allen "Parteien" viel Kommunikation in den diversen Foren betrieben.Die Größe der Parteien beträgt zwischen 1 Person und über 600 Spieler/innen. Politisch gesehen sind alle Richtungen vertreten. Das Spiel ist jedoch insofern "entpolitisiert", als dass die Spieler/innen nicht selbst wählen, sondern nur durch Algorithmen des Spiels gewählt werden - sofern sie strategisch klug ihre Fähigkeiten und Aktivitäten planen und einsetzen.

Zu den Aufgaben der/s Spieler/in/s zählen die tägliche Befüllung des eigenen Terminkalenders, die Organisation des Wechselwählerkampfes (wenn man ihn betreibt) und das Ausmachen von "Polit-Diskussionen", bei welchen ähnlich einem TradingCard-Spiel vorab zu treffende taktische Entscheidungen über Sieg und Niederlage entscheiden, tatsächlich diskutiert wird nicht.

Die tägliche Mindestspielzeit beträgt etwa 5 Minuten, man kann aber sehr viel Zeit damit verbringen, vor allem durch Mitarbeit in den Foren. Neben der kostenlosen Spielform, gibt es die Möglichkeit, für rund € 2,50 pro Monat ein paar zusätzlich Features zu erhalten, die jedoch nicht gewinnentscheidend sind.

Weiterführender Link:

Startseite von Power of Politics

3 Kommentare

Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- schreibt:

Das Spiel ist sehr innovativ und findet seit dem Start 2005 bereits großen Anklang (derzeit etwa 40.000 aktive Spieler/innen), wobei zu beachten ist, dass der Einstieg in das Spiel sehr schwierig ist. Es ermöglicht einen Einblick in die Welt der Politik und macht sowohl realpolitisch Aktiven wie politisch Desinteressierten Spaß. Der soziale Faktor wird durch die Kommunikation innerhalb des Spiels stark betont und gefördert.

Spieler/innentreffen außerhalb des Spiels sind bei vielen Parteien die Regel. Das Spiel enthält keine Gewaltaspekte und keine geschlechtsspezifischen Einschränkungen. Das reale bzw. erwählte Geschlecht hat keinerlei Einfluss auf das Spielgeschehen. "Ideologien" und Themen spielen im Grunde keine Rolle, alle Wahlen, Abstimmungen, etc. werden nur auf Grundlage von Algorithmen berechnet und reagieren einzig auf strategische Entscheidungen der SpielerInnen.

"Engagement" und Begeisterung für bestimme inhaltliche Anliegen werden durch das Spiel nicht gefördert. Alles in allem ist die Spielidee gut umgesetzt und wird ständig weiter bearbeitet und verfeinert. Außerdem haben die Spieler/innen immer die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge und Bugs zu melden und so ins Geschehen einzugreifen. Die Foren von "Power of Politics" sind grundsätzlich moderiert, wodurch "Übergriffe" verhindert werden.

09.11.2007 um 20:04
Im Zentrum der Macht: Politik lernen mit serious games? &l schreibt:

[...] wird sich die Popularität der Spielfigur in der Bevölkerung verändern. In dem Artikel “Power of Politics” vom 9. November auf spielbar.de wird das Spiel [...]

11.11.2007 um 21:22
Wirtschaftssimulation und Politisches Browserspiel schreibt:

Das Spiel hat auf jeden Fall eine sehr ehrenwerte Philosophie.

25.11.2008 um 10:20


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