Neuer, besser, immersiver – Was erwartet uns 2016? Ein Blick in die Zukunftskugel

16.03.2016
2016 wird DAS Technikjahr: Die großen Virtual Reality Brillen-Entwickler bringen ihre Produkte auf den Markt, auch das Thema Augmented Reality scheint wieder aktueller zu werden und Nintendo plant eine weitere Konsole. Bei Spielen deutet sich ein Trend zu neuen Vertriebsmodellen an.

Neben „anhaltenden Trends“, wie Online- und Mobile Gaming, oder auch der Verknüpfung virtueller Spiele mit realen Sammelfiguren, hält 2016 auch einige Neuerungen bereit. Was uns dieses Jahr erwartet:

Virtual & Augmented Reality

2016 wird DAS Jahr von Virtual & Augmented Reality. Die vergangenen Jahre standen im Zeichen der technischen Weiterentwicklung entsprechender VR-Brillen, in diesem Jahr jedoch wollen diese Brillen den Massenmarkt erobern. Die größten Konkurrenten sind dabei die Oculus Rift, die HTC Vive und die Playstation VR.

Bild oben: Die Grundausstattung für Vorbesteller der Oculus Rift besteht aus Bewegungssensor, Brille und Xbox-Controller. (Quelle: Oculus VR, Inc.) Bild unten links: Die VR-Brill HTC Vive Pre samt Controller (Quelle: HTC) Bild unten rechts: Die PlayStation VR soll ebenfalls 2016 erscheinen. Details zu Kosten und Veröffentlichungsdatum sind dagegen noch nicht bekannt. (Quelle: Sony Computer Entertainment)
Die Oculus Rift ist bereits seit dem 6. Januar im Vorverkauf für 560 Euro erhältlich. Man blickt durch zwei Linsen, die ein stereoskopisches 3D-Bild erzeugen. Mithilfe von Bewegungs- und Beschleunigungssensoren erkennt eine Kamera, in welche Richtung sich der User bewegt und verändert damit den virtuellen Sichtbereich. Die Spiele dazu gibt es bereits im Oculus-eigenen App-Store. Um die grafisch aufwändigen virtuellen Welten jedoch flüssig darzustellen, bedarf es eines leistungsfähigen PCs mit einer aktuellen Grafikkarte. Die Vive Pre – die aktuelle Version der VR-Brille von HTC – hat im Gegensatz zur Oculus eine Kamera in der Front, die ganz nach dem Augmented Reality Prinzip auch die Umgebung filmen, anzeigen und mit virtuellen Objekten erweitern kann. Im April schon soll die Vive Pre ausgeliefert werden. Zum Preis schweigt sich HTC noch aus. Die PlayStation VR, ehemals Sony Morpheus, richtet sich an PlayStation 4 Besitzerinnen und Besitzer. Der Vorteil, diese VR-Brille benötigt keinen zusätzlichen, teuren Highend-PC. Darüber hinaus sind die Informationen zur VR-Brille spärlich. Angaben zum Veröffentlichungstermin oder dem Kaufpreis hat der Entwickler bisher noch nicht gemacht.

À propos Augmented Reality. Microsoft hat bereits mit seiner HoloLens gezeigt, wie man beispielsweise Minecraft auf dem Wohnzimmertisch spielen kann. Allerdings ist auch hier wieder ein entsprechend leistungsstarker Rechner Voraussetzung. Diese Augmented Reality Brille soll im ersten Quartal 2016 als Entwicklerversion auf den Markt kommen. Ob es in 2016 auch zu einer marktreifen Version kommt, bleibt abzuwarten.


Neue Konsole: Nintendo NX

Viel ist über das im März 2015 angekündigte neue Nintendo- Konsolenprojekt mit dem Codenamen NX noch nicht bekannt. Nur, dass es 2016/2017 auf den Markt kommen soll und „keine neue Version der Wii oder Wii U, sondern etwas Einzigartiges und Anderes“ ist (Zitat Nintendo-Präsident Tatsumi Kimishima). Man darf zumindest gespannt sein.

Vertriebsmodelle: Episodengames & „Netflixication of gaming“

Das Vertriebsmodell mit den Episodengames, das bereits bei The Walking Dead und Life ist Strange Anwendung fand, scheint als kommerzieller Ansatz zunehmend populär zu werden. Denn auch Hitman soll 2016 in mehreren Episoden erscheinen. Vergleichbar mit Fernsehserien werden Spiele hier seriell produziert und in regelmäßigen Abständen veröffentlicht. Die Idee dahinter: Spieler können mehr Zeit mit den Charakteren verbringen und so eine engere Bindung aufbauen. Die Bindung wiederum steigert den Wunsch mehr Informationen und Episoden käuflich zu erwerben. Entwicklerstudios erhoffen sich neben zunehmenden Einnahmen auch eine stärkere Kommunikation innerhalb der Fan-Gemeinde, die im Internet über mögliche Fortsetzungen spekuliert. Das Problem liegt derzeit allerdings noch in der Produktionsgeschwindigkeit neuer Episoden. Nicht selten liegen Monate zwischen den Veröffentlichungen. Für viele Gamer ist das zu lang. Darüber hinaus sind die Erwartungen an neue Episoden bei den Spielenden hoch, und dementsprechend auch der Produktionsaufwand bei der Entwicklung. Inwiefern sich dieses Vertriebsmodell also durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Neben Episodengames hält auch die sogenannte „Netflixication“ langsam Einzug in den Spielemarkt. Dahinter verbirgt sich eine Art Abo-Modell, bei dem User eine monatliche Grundgebühr zahlen und im Gegenzug Zugang zu Spielen erhalten – ähnlich wie es bei Videoportal Netflix der Fall ist. So plant Humble Bundle beispielsweise, das für seine Independent Game-Angebote nach dem Pay-What-You-Want (zu Deutsch: Zahl wieviel du möchtest) Prinzip bekannt ist, seinen künftigen Abonnenten für eine monatliche Gebühr von 12 Dollar regelmäßig ein Spielepaket zusammenzustellen. Um welche Titel es sich dabei genau handelt ist den Abonnenten von Humble Bundle Monthly – wie sich der Service nennt - im Vorfeld nicht bekannt. Auch Amazon hat erst kürzlich seine Multimedia-Flatrate „FreeTime Unlimited“ für Kinder vorgestellt, in der das Unternehmen neben kostenpflichtigen Videos und Büchern auch mobile Games kostenlos bereitstellt – gegen eine monatliche Grundgebühr versteht sich. „Alle In-App-Zahlungsmöglichkeiten, Werbung und Social-Media-Verknüpfungen seien entfernt, verspricht der Online-Einzelhändler.“ Der Haken: Das Angebot gilt nur auf einem entsprechenden Geräten von Amazon.

Was uns auch 2016 erwartet, wir sind dabei und berichten über aktuelle Entwicklungen und Trends. Wer nichts verpassen möchte, abonniert unseren Newsletter oder folgt uns auf Twitter oder Facebook.
Anne Sauer
Dieser Artikel wurde verfasst von:

Siehe auch

spielbar-Jugendredaktion

Virtual Reality – eine neue Gamingwelt

Auf der gamescom 2015 wurden die neusten Modelle der Virtual Reality–Brillen vorgestellt. Die beiden Jugendredakteure Benjamin und Lynn hatten die Möglichkeit die Oculus Rift zu testen mit dem bereits bekannten Weltraum-Shooter „EVE: Valkyrie“ und dem 3rd-Person Jump’n‘Run „Lucky’s Tale“.

Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben