Der Umsatz mit Mobile Gaming stieg auch 2015 weiter an

14.01.2016
Wie sah das Jahr 2015 aus Mobile Gaming Sicht aus? Eine Studie des Unternehmens Newzoo befasst sich von 2014 bis 2018 jedes Jahr mit den Kerntrends im Spiele-App-Markt. Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Umsatz steigt, vor allem dank zweier Konsumentengruppen. Die Ergebnisse im Überblick.

Der Umsatz mit Mobile Gaming wächst. Dies zeigten bereits die letzten Zahlen des BIU für den Standort Deutschland. Jetzt bekräftigt die Studie des Marktforschungsunternehmens Newzoo diese Tendenz für den weltweiten Markt. Der weltweite Umsatz ist laut den aktuellen Zahlen von Newzoo 2015 um 23 Prozent auf 30 Milliarden Dollar gestiegen. Bis 2018 wird sogar eine Verdopplung des Umsatzes mit Mobile Gaming prognostiziert. Insbesondere der asiatische Raum hat sich im Vergleich zum Vorjahr enorm entwickelt. Der Umsatz durch Mobile Gaming ist in China um 46,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar gestiegen. Damit ist China der Marktführer in puncto Spiele-Apps.

Der Umsatz mit Mobile Gaming soll sich zwischen 2014 und 2018 fast verdoppeln.


Zwei wichtige Zielgruppen: Free Marketers und Big Spenders

Ein weiterer Abschnitt der Studie beschäftigt sich mit zwei für Mobile Gaming wichtigen Konsumentengruppen: den „Free Marketers“ und den „Big Spenders“. Mit dem ersten Begriff werden Spielende bezeichnet, die kein Geld für Mobile Gaming ausgeben, dafür aber mehr als zehn Stunden pro Woche Spiele-Apps benutzen. Die zweite Gruppe umfasst Personen, die mehr als 25 Dollar im Monat für Mobile Games ausgeben.

Alter und Geschlecht der sogenannten „Power Users“. Während die Gruppe der Free Marketers in punkto Geschlecht ausgeglichen scheint, sind die Big Spenders vor allem in der Gruppe „Male 21-35“ zu verordnen.
Während die Free Marketers zwar nicht direkt Geld in ein Spiel investieren, spielen sie dafür in der Verbreitung eine große Rolle. Sie werden in der Newzoo-Studie als internetaffin bezeichnet, nutzen also oft und gern das Internet, und tendieren dazu, Spiele zu bewerten und weiterzuempfehlen. Dabei konzentrieren sie sich nicht nur auf Casual Games . 65 Prozent der Konsumentengruppe zählen auch Spiele zu ihren Favoriten, die sehr zeitintensiv sind und Einarbeitungszeit voraussetzen. Die Big Spenders geben nicht nur für Mobile Games Geld aus, sondern investieren auch in Spiele auf dem PC oder auf der Konsole.

Mobile Gaming und stationäre Plattformen nähern sich an

Laut George Osborn, Spieleredakteur und Verfasser des Vorworts der Studie, zeige sich hier, dass Mobile Games keineswegs Computer- beziehungsweise Videospiele vom Markt drängen. Die Vorlieben der Konsumenten sind breit gefächert. 2015 zeichnete sich daher eher die Annäherung der Plattformen ab. Beispielsweise wurden letztes Jahr sowohl Fallout Shelter für Tablet und Smartphone als auch Fallout 4 auf PC, PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht – und das für beide Spiele sehr erfolgreich.

Über die Studie

Die Zahlen stammen aus dem Newzoo Trend Report „The Mobile Gaming Landscape 2015“ und sind Teil des „Global Games Market Report“, einer langfristig angelegten Studie, die von 2014 bis 2018 den Spielemarkt beobachtet. Wie genau die Studie durchgeführt wurde und wie viele Personen befragt wurden, geht aus dem Trend Report nicht hervor.

Weblink

Newzoo Trend Report: „The Mobile Gaming Landscape 2015“

Bildnachweis


Siehe auch

BIU: Silver Gamer entdecken Spiele-Apps für sich

Spiele-Apps begeistern längst nicht mehr nur Jugendliche und junge Gamer. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer sind über 30 Jahre alt, insbesondere die Altersgruppe 50+ hat starken Zuwachs. Das zeigen die Zahlen des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) für das erste Halbjahr 2015.

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